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Alan Wake

Autor
Henry Lai - MadD4mon
Erstellt am
18.02.10
Streetdate
14.05.2010
Spielgenre
Horrorspiel
Entwickler/Publisher
Remedy / Microsoft Game Studios
Kommentare
13
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Alan Wake Preview

Wie schlimm muss es für einen Schriftsteller sein, seinen eigenen Charakteren gegenüberzustehen und inmitten der eigenen Geschichte zu stehen? Könnt ihr euch vorstellen, dass Literatur-Größen wie Stephen King oder Ken Follet gerne in ihren Büchern die Hauptrolle spielen würden? Oder dass Rowling gerne ein kleines Pläuschchen mit dem Dunklen Lord bei einer netten Tasse Tee halten würde? Wohl eher nicht, oder? Wie wäre es also, wenn ihr als erfolgreicher Horror-Schriftsteller eines Tages aufwachen und euch in eurer eigenen, kranken und nicht zuletzt schaurig-tödlichen Geschichte wiederfinden würdet?
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, müsstet ihr euch einige Monate in die Zukunft begeben, denn erst am 21. Mai wird Remedys neuester Action-Thriller Alan Wake das Licht der Welt erblicken. Wir von Xboxdynasty sind der Zeit allerdings etwas voraus und sind vorab schon mal nach Finnland, dem Heimatort des Entwicklungsstudios gereist und haben uns eine frühe Version des vielversprechenden Spiels zeigen lassen. Zahlreiche Informationen, Details, Videos und vieles mehr haben wir für euch aus dem verschneiten Finnland mitgebracht.
Die Schreibblockade im Gehirn
Das Motiv des Schriftstellers, der seiner eigenen Literatur gefangen ist, wurde bereits in einigen wenigen Büchern und Filmen thematisiert. Für Videospiele ist dies jedoch ein Novum. Bis heute! Gestatten: Alan Wake, ein preisgekrönter Thriller- und Mystery-Autor, der sich gerade in einer künstlerischen Flaute befindet. Schon lange ist es her, seit er das letzte Mal genug Sätze auf das Papier gebracht hat. An das letzte Buch, das er geschrieben hat, kann er sich jedoch nicht einmal erinnern. Er weiß nur, dass es vor ungefähr zwei Jahren gewesen sein muss. Seine Frau Alice, die das Leiden ihres Mannes erkennt, überredet ihn zu einem Ausflug an einen idyllischen Gebirgsort namens Bright Falls. Dort soll sich Alan mal wieder so richtig erholen können, damit er seine langanhaltende Schreibblockade endlich überwindet und wieder arbeiten kann.

Das Städtchen Bright Falls dürfte alle Klischees bedienen, die sich bisher über ein kleines, amerikanisches Touristenörtchen in den Bergen angesammelt haben. Die Umgebung besteht zum größten Teil aus Wäldern und tiefen Schluchten, durch die sich ein reißender Fluss zieht. Eingerahmt wird der Ort von beeindruckenden Felsformationen und hohen Klippen, die einen guten Ausblick über das Meer bieten. Der Name des Städtchens ist hier Programm: Bright Falls (zu Deutsch: helle Wasserfälle) beeindruckt durch einen ansehnlichen Wasserfall, dessen rauschenden Fluten in der grellen Sonne auf die Stadt herab scheint.
Der Traum endete und der Albtraum begann
In Bright Falls angekommen, übernehmt ihr sogleich das Steuer und dirigiert Alan durch die belebten Straßen des Touristenortes. Ihr sollt mit eurer Frau einen Mann namens Carl Stucky in dem hiesigen Café treffen, wo die weiteren Einzelheiten des Urlaubs ausgemacht werden sollen. Während dieses Einstiegslevels lernt ihr die grundlegenden Steuerungselemente des Spiels kennen und könnt euch ein wenig in Bright Falls umsehen. Mit dem linken Analogstick bewegt ihr Alan in gemäßigtem Tempo durch die Straßen der Stadt und, wenn es schneller gehen muss, dann braucht ihr lediglich LB halten, damit ihr einen kleinen Sprint hinlegt. Umsehen könnt ihr euch mit dem rechten Stick. Mittels Druck auf die A-Taste springt ihr, während B für die Interaktion mit der Umwelt dient.

Im Café angekommen trefft ihr nach euren ersten Schritten allerdings nicht wie abgesprochen auf Carl, sondern auf eine mysteriöse Frau, die euch den Schlüssel zu eurer Berghütte weiter entfernt des Ortes übergibt. Alice, die unter Platzangst leidet, bittet euch darum so schnell es geht zum Haus zu fahren, bevor die Dunkelheit das kleine Städtchen überkommt.

Auf dem Weg zu ihrer Residenz geraten Alan und seine Frau in einen Streit und ihr verlasst wutentbrannt das Haus, um etwas Luft zu schnappen. Kaum seid ihr draußen und in der Schwärze der Dunkelheit verschwunden, hört ihr fürchterliche Schreie aus dem Haus: „ALLLLAAAAAAAAAAAAAN!“ Sofort dreht ihr um, kracht gegen die Tür während sich die verzweifelten Hilferufe in euer Mark fressen und euer Herz zum Rasen bringen. Die Schreie werden kürzer und immer leiser, das Bild verschwimmt und Alan wacht im alten Lincoln Jeep auf. Sie sind noch auf dem Weg zur Berghütte. Alan sieht sich um und stellt beruhigt fest, dass alles in Ordnung ist. Alice lebt, sie sind alle in Sicherheit. Nur ein Traum... Alan läuft ein kalter Schauer über den Rücken, als er sich nochmal kurz an den Traum erinnert. War es wirklich nur ein Traum? Es hat sich so echt angefühlt. Ihr reibt euch den Schlaf aus den Augen und plötzlich ist Alice verschwunden.

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