|
Mit Alan Wake erscheint im Mai 2010 einer der wohl wichtigsten Titel für die Xbox 360. Über 5 Jahre hat das finnische Entwicklerstudio an dem Titel gewerkelt und schon im Vorfeld Spieler auf der ganzen Welt in seinen Bann gezogen. Damit diese Fangemeinde nicht enttäuscht wird, haben sich die Verantwortlichen die letzten Monate noch einmal richtig ins Zeug gelegt und garantiert nur wenig Schlaf bekommen. Die Gründe für die Augenringe sind schnell erklärt, denn man will nichts geringeres, als eines der spektakulärsten und fesselndsten Einzelspielererlebnisse im 21. Jahrhundert auf die Spielgemeinde loslassen. Ein Genre definieren, neue Maßstäbe setzen und dabei etwas komplett Neues erschaffen, das ist das Ziel. Damit dies gelingt, kommen zahlreiche Techniken, bekannt aus Film und Fernsehen, im Titel zum Einsatz. Das gesamte Spielgeschehen ist eine Art Action- Psychothriller und packt euch von der ersten Sekunde. Kein Wunder, denn die legendäre Spielschmiede Remedy, die schon mit Max Payne gezeigt hat was in ihnen steckt, steht hinter diesem langjährigen Projekt. Ob sich die Arbeit für die Entwickler und die unerträgliche Wartezeit bei euch wirklich auszahlt, erfahrt ihr nun in unserem Test zum Spiel. |
Ein nicht enden wollender Albtraum Alan Wake ist ein preisgekrönter Thriller- und Mystery-Autor, der sich gerade in einer künstlerischen Miesere befindet. Schon lange ist es her, seit dem er das letzte Mal genug Sätze auf das Papier gebracht hat. An das letzte Buch das er geschrieben hat, kann er sich nicht einmal mehr erinnern. Er weiß nur, dass es vor ungefähr zwei Jahren gewesen sein muss. Seine Frau Alice, die das Leiden ihres Mannes erkennt, überredet ihn zu einem Ausflug an einen idyllischen Gebirgsort namens Bright Falls. Dort soll sich Alan mal wieder so richtig erholen, damit er seine langanhaltende Schreibblockade überwinden und wieder arbeiten kann. Das Städtchen Bright Falls dürfte dabei alle Klischees bedienen, die sich bisher über ein kleines, amerikanisches Touristenörtchen in den Bergen angesammelt haben. Die Umgebung besteht zum größten Teil aus Wäldern, Bergen und tiefen Schluchten, durch die sich ein reißender Fluss zieht.
Eingerahmt wird der Ort von beeindruckenden Felsformationen und hohen Klippen, die einen guten Ausblick über das Meer bieten. Der Name des Städtchens ist Programm: Bright Falls, zu Deutsch: helle Wasserfälle, beeindruckt durch einen ansehnlichen Wasserfall, dessen rauschenden Fluten in der grellen Sonne auf die Stadt herab scheint. |
Packender Einstieg In Bright Falls angekommen, übernehmt ihr sogleich das Steuer und dirigiert Alan durch die Straßen des Touristenortes. Ihr sollt mit eurer Frau einen Mann namens Carl Stucky in dem hiesigen Café treffen, wo die weiteren Einzelheiten des Urlaubs ausgemacht werden sollen. Während dieses Einstiegslevels lernt ihr die grundlegenden Steuerungselemente des Spiels kennen und könnt euch ein wenig umsehen. Mit dem linken Analogstick bewegt ihr Alan in gemäßigtem Tempo durch die Straßen der Stadt. Wenn es schneller gehen soll, braucht ihr lediglich LB gedrückt halten, damit ihr einen kleinen Sprint hinlegt. Umsehen könnt ihr euch mit dem rechten Stick. Mittels Druck auf die A-Taste springt ihr, während B für die Interaktion mit der Umwelt dient. Ein Klick auf LT setzt wichtige Geschehnisse in den Fokus. Nach wenigen Schritten habt ihr die Steuerung verinnerlicht und dirigiert euren verkappten Helden durch das Szenario.
Im Café angekommen trefft ihr nicht wie besprochen auf Carl, sondern auf eine mysteriöse alte Dame, die euch den Schlüssel zu eurer Berghütte weiter entfernt des Ortes übergibt. Sie ist komplett in schwarz gekleidet und scheint gerade von einer Beerdigung zu kommen.
Zurück am Auto bittet euch eure Frau, die wahnsinnige Angst im Dunkeln hat, so schnell es geht und bevor die Dunkelheit das kleine Städtchen überkommt zum Haus zu fahren.
|