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Aliens vs Predator - Testartikel

Autor
Tobias Schulte - Z0RN
Erstellt am
21.02.10
Streetdate
19.02.2010
Spielgenre
Ego-Shooter
Entwickler/Publisher
Rebellion / SEGA
Kommentare
38
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Aliens vs Predator Review

Aliens vs Predator ist endlich außerhalb Deutschlands für die Xbox 360 erschienen und der erste Titel der Twentieth Century Fox lizenzierten Aliens-Reihe. Das Spiel wurde von den gefeierten britischen Entwicklern „Rebellion“ unter strenger Beobachtung von SEGA entwickelt. Das Team war bereits für den PC Spielklassiker aus dem Jahre 1999 verantwortlich und die Filmvorbilder begeistern seit dem Jahre 1979 Science Fiction Fans auf dem ganzen Planeten. Es war eine Zeit in der Special-FX hart erarbeitet werden mussten und in der Spezialeffekte eine ganze Menschenmasse schockieren konnten. Genauso schockierend will SEGA das Spiel Aliens vs Predator mit drei unterschiedlichen Einzelspielerkampagnen, etlichen Mehrspielermodi und ganz besonderem Effektreichtum in das 21. Jahrhundert auf eure Lieblingskonsole befördern. Ob das Spiel den hohen Erwartungen stand halten kann und ob selbst der Schöpfer der Spezies H.R. Giger stolz auf das Spiel wäre, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.
Im Schatten einer Legende
Auf dem Planet BG-386 entdeckt eine Gruppe von Minenarbeiter-Kolonisten eine uralte Pyramide, die ein dunkles und schreckliches Geheimnis birgt. Quer durch das All wird ein Kriegervolk von der Entdeckung seiner Pyramide in Kenntnis gesetzt und ein Jagdtrupp entsandt, um sicherzustellen, dass sie um jeden Preis versiegelt bleibt, bevor tief im Inneren der zerstörten Pyramide eine bösartige Intelligenz aus einem Jahrhunderte andauernden Schlaf erwacht. Die Story der Marines dreht sich um den unfassbaren, wenig aussichtsreichen Kampf gegen den Horror, der im Dunkeln lauert. Von allen Seiten in die Enge getrieben, aber bewaffnet bis an die Zähne sind die Colonial Marines die letzte verbleibende Einheit der Menschen, die noch imstande ist bewaffneten Widerstand zu leisten.

Auf Seiten der Aliens erfahrt ihr, wie es sich anfühlt, in der Haut des brutalsten und tödlichsten Wesens des Universums zu stecken. Die Aliens können jede Oberfläche mit unglaublicher Beweglichkeit überqueren, um mit seinen tödlichen Zähnen und Klauen nah genug an seine Beute heranzukommen. Der Predator ist ein Meister der Jagd und bietet euch eine Reihe exotischer Waffen und Ausrüstungsgegenstände für die Verfolgung eurer nichtsahnenden Opfer. Ihr verschafft euch bei den Göttern größten Respekt, indem ihr eure Feinde in einen Hinterhalt lockt und ein qualvolles Ende bereitet. Nach dem Tod holt ihr euch den Schädel als Trophäe.

Die Geschichte um die Pyramide ist bei allen drei Fraktionen ähnlich aufgebaut und wird lediglich aus unterschiedlichen Gesichtspunkten beleuchtet. Fans des Filmvorbilds werden dabei auf bekannte Gesichter, Kreaturen und Soundeffekte treffen. Vor allem aber nervenaufreibende Spielszenen erleben, zerfetzte Widersacher hinterlassen und unsichtbar aus dem Hinterhalt töten.

Am Rande Teil 1: Schöpfungen, die die Welt veränderten
Aliens und Predatoren sind beides Schöpfungen die eine ganze Ära der Filmgeschichte neu definiert haben und in den 80er Jahren zu den besten Filmen aller Zeiten avancierten. Während Predator mit Arnold Schwarzenegger noch immer als kleiner Geheimtipp gilt und der zweite Teil ein Reinfall war, konnte Alien, geschaffen von dem weltberühmten Schweizer Surrealisten HR Giger (hrgiger.com) mit seinen Büchern und Zeichnungen, Film und Science Fiction Fans auf der ganzen Welt in seinen Bann ziehen. Als Maler, Skulpteur, Architekt und Designer ist Giger weltweit bekannt für die Entwicklung seines einzigartigen biomechanischen Stils. Falls ihr also jemals einen Fuß in die Schweiz setzt, dann müsst ihr unbedingt das HR Giger Museum (Château St. Germain 1663 Gruyères - Schweiz) besuchen.

HR Giger ist ein Meister seines Faches und ein Schöpfer und Wegweiser. 1980 erhielt er den Academy Award for "Best Achievement for Visual Effects" und die Alien-Reihe wurde mit zahlreichen Auszeichnungen überhäuft.
Willkommen bei den Marines
Während des Spiels erlebt ihr das aufregende Spielgeschehen komplett aus der Ego-Perspektive. In der Rolle eines Marines macht ihr eine klaustrophobische und erschreckende Erfahrung in den dunklen und furchteinflößenden Korridoren eines verlassenen Militärkomplexes. Auf eurem Weg durch die zerstörten Komplexe werdet ihr ziemlich schnell das Licht zu schätzen wissen, denn davon wird es nie genug geben. Zwar verfügt ihr über eine kleine Taschenlampe an eurer Waffe, aber in den finsteren Fluren reicht dies kaum aus. Sollte es mal ganz brenzlig werden, könnt ihr mit Leuchtstäben Licht ins Dunkle bringen. Da die Stückzahl stark begrenzt ist, müsst ihr euch auf kurz oder lang an die finsteren Areale gewöhnen. Damit ihr nicht völlig blind durch die Korridore zieht, zeigt euch euer Navi-Tap stets das Missionsziel mit einem Richtungspfeil an. Durch einen Scan-Impuls wird alle paar Sekunden eure Umgebung auf feindliche Einheiten überprüft. Allein dieser kleine Impulssensor-Effekt sorgt jederzeit für ein angespanntes Vorschreiten. Sobald das Teil eine feindliche Bewegung ausfindig macht, ertönt ein alarmierender Ping und zeigt euch den Abstand bis zur letzten Erkennung an. Nun müsst ihr äußerste Vorsicht walten lassen und langsam vorrücken. Greift euch einer der fiesen Xenomorphs auch bekannt als schlangenartige Aliens an, heißt es schießen bis die Magazine glühen. Im Rückwärtsgang feuert ihr alles was eure Waffen hergeben und zerlegt das Vieh in seine Einzelteile. Doch selbst am Boden sind diese noch gefährlich und hinterlassen eine säureartige Flüssigkeit.

US-Marine-Corps sind die letzte Hoffnung der Menschheit, und daher bis an die Zähne mit den neuesten Sprengstoffen und Automatikwaffen ausgerüstet. Ihr übernehmt die Kontrolle eines sogenannten Combat Marine, einen Rookie-Soldaten mit einer Panzerung, Handfeuerwaffe und einem Maschinengewehr. Die Handwaffe hat mit RT und LT zwei unterschiedliche Feuermodi und schießt entweder einzelne Kugeln oder gleich eine Salve ab. Bei Gewehren dient die Sekundärwaffe als Granatenwerfer und selbst ein Flammenwerfer ist mit von der Partie. Habt ihr die Benzinkanister angefeuert, gibt es frisch gegrillte Xenomorphs. Natürlich dürfen auch die kleinen ekligen Facehugger nicht fehlen. Sie tragen als Wirt den Alienembryo in sich. Sobald diese Skorpion ähnlichen Viecher aus ihren klebrigen Eiern geschlüpft sind, irren sie wie wild umher, um sich dann plötzlich mit einem kräftigen Sprung direkt auf euer Gesicht zu setzen. Schafft es der Facehugger seinen Schwanz in euch zu stoßen, wird so euer Brustkorb als Nistkasten für weitere Aliens missbraucht. Eine sehr schmerzliche und qualvolle Angelegenheit.

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