Wer kennt das nicht: lässige Klamotten, coole Sprüche, Bier und das alles umgeben von tollen Bunnys, so stellt man sich den Alltag eines Snowboarders vor. Die Realität dagegen ist anders,lästige Autobahnfahrt, lange Staus auf der A8 Richtung München, bis man endlich am Gipfel des Traumberges angekommen ist. Die Abfahrt danach löst ungeahnt schlummernde Glücksgefühle aus und entschädigt für die vielen Strapazen zuvor. Und genau diesen emotionalen Kick wollen die Entwickler von 2k Sports, von denen das Spiel auch vermarktet wird, im immer cool wirkenden Amped 3 einfangen und natürlich um ein Vielfaches verlängern. Der mittlerweile dritte Teil der Snowboardsimulation, der deutlich spektakulärer wirkt, als die beiden Vorgänger, dabei allerdings bei weitem nicht die Übertriebenheit eines SSX erreicht, erscheint als Releasetitel der Xbox360. |
Über Pummelchen und Kloß
Zu Anfang von Amped müsst ihr erst mal, wie in nahezu jedem Spiel, ein Profil erstellen. Nach einer wirklich abgefahrenen ersten Snowboadsession, bei der ihr noch in einem Hasenkostüm steckt, müsst ihr euren Kollegen nur auf dem Weg den Hang hinab folgen. Danach bekommt ihr eine wirklich abstruse Zwischensequenz zu sehen, die das extrem verrückte und ausgefallene Konzept aller Videosequenzen wiederspiegelt. Nach dieser kurzen Einführung kreiert ihr auch sofort euren Fahrer, den ihr aber später noch ändern könnt. Zuerst wird das Geschlecht gewählt, bei dem die Entwickler auch an Frauen gedacht haben- möglicherweise, um den Protesten der “Zockerfrauenfront“ zu entgehen oder einfach, weil sie sich dachten, dass auch Frauen an der heimischen 360 Amped 3 spielen wollen. Der Editor-Modus ist gut gelungen und es gibt viele Möglichkeiten seinen ganz persönlichen Boarder zu finden. Von Mütze über Jacke bis hin zur Körperform, diese “Eigenschaft“ ist besonders gelungen, da es schon zu diesem Stadium des Spiels viel Spaß macht ein kleines wörtlich “Pummelchen“ oder einen “Kloß“ zu kreieren. Es gibt nahezu jede Möglichkeit seinen Charakter seinen ganz persönlichen Wünschen anzupassen. Natürlich gibt es auch normale Körpertypen, wie den “ganzen Kerl“ oder den “Punk“. Danach kommt ihr erstein mal ins Grundmenü von Amped. Unter den freakig designten Menüs kommt man zum Bespiel unter dem Punkt “Mein Zeugs“ zu allen Zwischensequenzen und allen Trophäen, die man freigeschaltet bzw. gewonnen hat. Unter der Charakter Anpassung verändert man, wie der Name schon sagt, das Aussehen seines Charakters im oben beschriebenen Editor. Der eigentlich wichtigste Punkt ist jedoch: “Auf die Hänge“! Hier kommt man zu einer Ansichtskarte des Berges, den man zuvor, im Menüpunkt “Reise zu meinen Bergen“, gewählt hat. Beim ersten Spielen wird von einem Coach, dem Computer, gezeigt, wie man welchen Punkt auswählt: Markiert man einen Punkt auf der Karte mit der A-Taste, so wird man beim nächsten Lift rausgeschmissen und fährt auf einen, für jeden ersichtlichen und unübersehbaren Regenbogen zu, der die zuvor angewählte Aufgabe markiert. Wer jedoch die schwierige Aufgabe bewältigt an seiner Markierung vorbei zu donnern, der sollte nicht verzweifeln und zu seinem Schneemobil greifen. Mit diesem schnellen Fortbewegungsmittel, das man im Menü auswählen kann, kann man den Berg wieder erklimmen und muss die Strecke nicht erst zu Ende fahren. Danach geht es endlich auf die heiß erwartete Piste. Hier heißt es erst mal: Ausprobieren. Denn eine richtige Einführung in die Tastenbelegung gibt es nicht. Wer jedoch einfach mal die verschiedenen Tasten durchprobiert, findet zu jeder von ihm in der Luft gedrückten, eine kleine Erklärung. Die Entwickler wollten erfahrene Amped Spieler nicht verwirren und so sind die Tasten X, B und Y für die verschiedenen Sprünge zuständig und die A-Taste dient weiterhin der Beschleunigung. Die beiden Schultertasten (RT und LT) wurden mit der Aufgabe belegt, dass Carven im Tiefschnee zu übernehmen. Da wir schon mal beim Thema Tiefschnee sind. Man merkt, wie in den beiden Vorgängern, eindeutig ob man im oben genannten Tiefschnee oder auf zugefrorenem Eis fährt, das ist der simulationslastige Teil des Spiels. Die Schultertasten dienen aber außerdem noch zum verschönern der Tricks in der Luft. So schafft ihr schon am Anfang wunderschön anzusehende Flips. Allgemein wurde das Tricksystem deutlich vereinfacht, um auch “Newbies“ den Einstieg in das Genre zu erleichtern. So braucht ihr jetzt nur noch auf Baumstämme oder Leitungen zuzufahren, um danach einfach mit dem linken Analogstick das Gleichgewicht zu halten. Das Springen, das man normal vorm Grinden machen musste, wird nun von der Box übernommen. Fortgeschrittene oder besonders coole Spieler setzen natürlich auch hier noch einen schönen Trick davor, um ordentlich Kombo Punkte abzusahnen. Natürlich gibt es in Amped 3 alle Tricks, die auch die Stars der Szene in echt beherrschen.
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Salsa Soßen und schweinische Nachrichtensprecher
Im Story-Modus - Ja Amped 3 hat als wohl erstes Trendsportspiel überhaupt einen Story-Modus- steigt ihr von einem Unbekanntem, zu einem ganz großen in der Snowboardszene auf. Hier macht ihr Bekanntschaft mit vielen verschiedenen Personen, die auch verschiedene Teils wirklich unsinnige Aufgaben stellen. Für eine mexikanische Firma müsst ihr z.B. seltene Zutaten für eine Salsa Soße sammeln. Nun brettert ihr los und sucht die Zutaten, die als verschiedene Symbole auf dem Bildschirm zu sehen sind. Genau solche verrückten Aufgaben machen den Charme des Spiels aus. Die Story führt euch über die insgesamt acht verschiedenen Berge, auf denen ihr das eigentliche Ziel des Spiels verfolgt: nämlich das sammeln von Respekt-Punkten. Für jede bestandene Aufgabe gibt es eine, von der Schwierigkeit des Auftrags abhängende, Anzahl an Respektpunkten, mit denen ihr nach und nach neue Storyelemente freischaltet. Das Highlight von Amped liegt jedoch eindeutig neben der Piste. Die wirklich unglaublich abgefahrenen Zwischensequenzen motivieren jedes Mal aufs Neue. Ein Nachrichtensprecher mit dem Kopf eines Schweins z.B. spricht über das Wetter. Und auch die im “Knetenlook“ gehaltenen Nachrichten sind nicht weniger amüsant. Hierbei sitzen bespielsweiße ein Mann und eine Frau am Tisch und essen. Die Frau jedoch holt ein Glas aus dem Kühlschrank, in dem Maden sind und isst diese. Ich will euch den Spaß nicht im Voraus nehmen, deswegen beschreibe ich keine weiteren Szenen. Ich verspreche nur eines: Die Videosequenzen sind der Hammer und lockern die Atmosphäre um ein vielfaches. Denn immer, wenn Amped droht, etwas an Tiefe zu verlieren, flimmern genau solche witzigen Szenen über den Bildschirm und man ist wieder vollkommen am Motivationshöhepunkt angelangt. Doch die Videos sind nicht der einzige Motivator im Spiel. Sollte man an einer Aufgabe nach dem Prinzip “Schaffe 100.000 Punkte in zwei Minuten“ scheitern, so sollte man nicht verzweifeln und das Spiel in die sprichwörtliche Ecke stellen. Denn mit dem Park Editor lässt sich jede Strecke den individuellen Bedürfnissen anpassen. Ob Bänke oder Busse: jedes Hindernis, das es auch sonst im Spiel gibt, lässt sich mit dem Editor an jede beliebige Stelle auf der Piste setzen. So wurde auch für Spieler vorgesorgt die keine Lust haben, eine Aufgabe zehn mal neu anzufangen. |
Sonne, Schnee und Snowboard
Wer bei Amped 3 keinen strahlenden Sonnenschein hat, der sollte mit dem Verkäufer seines Spieles sprechen. Denn in der originalen Version wurde bisher noch von keinem Spieler eine Wolke oder eine vom Himmel fallende Schneeflocke entdeckt. Die Bedingungen sind immer perfekt. Selbst vom Gipfel des Berges kann man, dank der phänomenalen Weitsicht noch die Talstation erkennen. Die Grafik haut einen nicht vom Hocker, ist aber, vor allem auf HD-Fernsehern gut sichtbar, mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Man heizt die Piste nie alleine hinunter, da immer ein Paar Ski- oder Snowboardverrückte, die ihre tiefen Spuren im Schnee zurücklassen, auf dem selben Hang fahren. Und auch die wirklich gelungenen Animationen haben ein Extra-Lob verdient. Beim Aufprall nach einem Sprung erkennt man das realistische Nachfedern der Extremitäten. Leider verschwimmen viele dieser Details, die viel zum Urlaubs-Flair des Spiels beitragen, auf einem normalen Fernseher. |
Jackass oder Amped?
Natürlich wurde bei Amped auch an den Spaß der Zocker gedacht. So schaltet man bei einigen Aufgaben Schlitten oder Drachen frei, mit denen man dann in halsbrecherischer Geschwindigkeit die Piste hinunterdonnert. Hierbei gilt stets das Motto: Nur die Harten komm in Garten. Denn bei diesen Fun-Schlitten, wie z.B. einem Schlauchboot oder einem Sessel, geht es ausschließlich darum sich so extrem wie möglich zu verletzen. Am besten sind Schläge auf den Kopf, denn da tut es ja bekanntlich am meisten weh. Diese kleinen Minispielchen tragen viel zum Spaß bei Amped bei und machen in einer kleinen Runde mit Freunden, bei der man den Drücker weitergibt immer viel Spaß. |
Eingebauter Trällerkasten
Insgesamt beinhaltet Amped 3 über 300 Soundtracks, die für viel Abwechslung im Bereich der Musik sorgen. Von Hip Hop bis zu Rock ist im Spiel alles vertreten. Besonders lustig sind die Geräusche, bei den oben beschriebenen “Jackass-Fahrten“, da der Spieler immer, wenn er sich besonders stark verletzt ein dumpfes Geräusch von sich gibt. Bei normalen Fahrten läuft meist Musik, die vom leichten Hintergrundgeräusch des carvenden Boards untermalt wird. Es macht kaum einen Unterschied, ob man mit einer Dolby Sourround Anlage zockt oder nicht, da die Musik eher im Hintergrund steht und keine besonders große Rolle spielt.
Online-Modus: leider nur Highscorelisten
Natürlich gibt es auch wieder Ranglisten in den verschiedensten Disziplinen. Ob in der längsten Air-Time, dem weitestem Sprung oder dem höchsten Highscore- in jedem Bereich, in dem man einen Rekord aufstellen kann, kann man auch Online ein Champion sein. |
Mein Fazit: Amped 3 ist ein wirklich abgefahrenes Spiel, das durch tolle Videosequenzen und einen, für Trendspiele völlig neuen, Story-Modus überzeugt. Die Grafik zeigt nicht immer was sie kann, die Weitsicht ist allerdings eine Klasse für sich. Das Gameplay ist gut und mit Amped kann man einen ganz ruhigen “Winterurlaub“ auf der Couch erleben.
Achievements:
| Erfolg |
Beschreibung |
Gamerscore |
| Northstar Nirvana |
Zeige Coolness, um der Star des Berges zu werden |
60 |
| Snowbird Dawg |
Zeige Coolness, um der Star des Berges zu werden |
60 |
| VIVA VALLE! |
Zeige Coolness, um der Star des Berges zu werden |
60 |
| Laax Stokk & Barrel |
Zeige Coolness, um der Star des Berges zu werden |
40 |
| King of the Mountain Lab |
Zeige Coolness, um der Star des Berges zu werden |
40 |
| Snowbird bound! |
Absolviere Akt I der Story |
70 |
| Vamonos a South America |
Absolviere Akt II der Story |
80 |
| Rescued Weiner Boy! |
Absolviere Akt III der Story |
90 |
| Reunited...and it feels so good! |
Absolviere Akt IV der Story |
100 |
| Big Musical Finale! |
Gratuliere! Du hast den Baron besiegt! |
100 |
| Park Designer Merit Badge |
Verbaue 200+ Park-Objekte |
30 |
| Sledding Merit Badge |
Hol dir 1.000.000+ Punkte beim Schlittenfahren |
30 |
| Snowmobiler Merit Badge |
Fahre 10+ Km auf einem Snowmobil |
30 |
| Lesser Snow God |
Hole dir in ALLEN Challenges irgendeine Medaille |
70 |
| Supreme Snow God |
Hole dir in ALLEN Challenges eine Goldmedaille |
140 |
|
| Pro
Umfang
Tolles Spielgefühl
Super Präsentation
Weitsicht
Abgefahren
"Jackass" Fahrten |
| Kontra
zum Ende ziemlich schwer
etwas zu einfaches Gameplay |