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And 1 Streetball - Testartikel

Autor
- xd380
Erstellt am
10.09.06
Streetdate
29.03.2006
Spielgenre
Sportspiel
Entwickler/Publisher
Ubisoft
Kommentare
1
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And 1 Streetball Review

Mit And 1 Streetball aus dem Hause Ubisoft hält man ein doch etwas anderes Basketball-Spiel in den Händen, als man es vielleicht von den großen Brüdern der NBA-Reihe gewohnt ist. Kommt es doch nicht auf die perfekte Taktik oder Teamplay ohne Ende an, sondern mehr auf fette Moves und künstlerische Einlagen, um sich ordentlich „in Szene zu setzen“.
Anders als die Konkurrenz?

In And 1 Streetball kann man nicht nur einfach ein paar schnelle Spiele spielen, oder seinen höchst persönlichen Spieler kreieren (dazu später), nein, man kann in der And 1 Mixtape Tour ganz unten anfangen und sich langsam hocharbeiten, bis zu einem Top-Spieler. So startet man als kleiner Basketballer auf einem Schulhof und versucht sich in das angesagte And 1-Team hinein zu spielen, welches nicht nur gut ist, sondern auch mit einzigartigen Moves glänzt. Wird doch mit Originalen wie „Skip-To-My-Lou“, „AO“ und natürlich auch „The Professor“ gespielt, die man sich entweder als Gegner raussucht oder aber mit Ihnen das Handling trainiert.
Menü-Struktur

Startet man das Spiel, so muss man sich in dem Menü erstmal ein wenig zu Recht finden, ist doch zum Beispiel das „Hauptspiel“ – nämlich die „And 1 Mixtape Tour“ – tatsächlich im Untermenü der Spielmodi anzutreffen. Neben „Schnelles Spiel“, dem „Spieler Editor“ oder auch den „Optionen“ sind auch der „Move Editor“ und die neue „I BALL-Steuerung“ im Hauptmenü gut angeordnet.
Mit den letzteren beiden Punkten sollte man sich jedoch etwas länger befassen, da das Handling der ganzen verschiedenen Moves nicht wirklich einfach ist. Zwar gibt es unter der Option „Spielmodi“ auch ein so genanntes „Tutorial“, in welchem einem die wichtigsten Funktionen beigebracht werden, jedoch ist es meiner Meinung nach nicht ausreichend. Wird einem gesagt: jetzt versuche dreimal einen Spieler zu blocken, so muss man versuchen eben besagten Spieler zu blocken, jedoch ohne dass er auch vorhanden ist. Hier geht es einzig und allein darum, die Tastenkombination zu erlernen, was, ohne Gegenspieler, ein wenig merkwürdig aussieht. Ebenso ist es nicht wirklich hilfreich, wenn man stets den Anweisungen am Anfang folgt, irgendetwas ausprobiert, und vielleicht durch Zufall die Aufgabe meistert, da man nur wild mit den Ministicks gespielt hat. Aber wenn man erstmal ein paar Spiele verliert, verinnerlicht man schon, welche Bewegungen der Sticks welche Moves ausführen.
Moves, Moves und noch mehr Moves

Ansonsten hat man jederzeit auch die Möglichkeit sich in der „I BALL-Steuerung“ alle einzelnen Moves anzusehen – und das sind nicht wenige, ist doch jede Richtung des linken Ministick mit einem Move belegt. Und das sind nur die „Level 1-Moves“. In  Kombination mit dem rechten Ministick, mit den beiden Triggern, oder der A, B, X, Y-Tasten, verwandeln sie sich in „Level 2-„ und „Level 3-Moves“, welche im Spiel sehr wichtig sind, da man durch eben diese Kombinationen seinen Gegner durcheinander bringt, welches ihn zu Fall kommen lässt und man somit freie Bahn auf dem Spielfeld hat.

Hat man sich nun durch das Tutorial gespielt und ein wenig trainiert (funktioniert hervorragend mit der „Training“-Option unter „Spielmodi“) geht es natürlich erstmal darum, seinen eigenen Spieler im „Spieler-Editor“ zu kreieren – und hier kann man nun wirklich seinen Spieler bis ins kleinste Detail modellieren. In sieben verschiedenen Registern, gibt man seinem Spieler das Aussehen – von Körperform (sportlich, schlank, kräftig – Größe, Gewicht und Hautfarbe), über Haarfarbe und Frisur (Glatze, Afro, Kurzhaarschnitt) bis hin zum Gesicht. Und genau da haben sich die Macher extrem ausgelassen. Es ist quasi ALLES einstellbar: der Abstand der Augen, die Farbe, die Position der Augenbrauen, die Kinnpartie, Position und Größe der Ohren, die Kopfgröße an sich, Nase und Mund – so kann man ganz individuell seinen Spieler basteln. Im Verlauf des Spieles werden dann auch noch verschiedene Accessoires frei geschaltet wie verschiedene Ohrringe, Schweißbänder und Tatoos, die man sich verpassen lassen kann, sofern man genug Geld eingespielt hat. Und das Klamotten-Outfit kommt dabei auch nicht zu kurz.

In den restlichen Menüs geht es dann noch um die üblichen Optionen, wie Speichern/Laden, Sound, das Spielinterface konfigurieren (Uhren an, aus, Dialoge an, aus, etc.) und unter anderem um den Kamerawinkel. Da gibt es ganz genau vier Einstellmöglichkeiten: Kamera links am Feld, Kamera rechts am Feld, Kamera am Ende des Feldes und Kamera im Schwenk. Diese Einstellungen erweisen sich meiner Meinung nach als problematisch. Im Spiel 5 gegen 5 z.B. kommt es häufiger vor, dass man sich selber nicht mehr sieht, weil der Gegner einem die Sicht versperrt. Somit sieht man schlecht, wann ein Move zu ende ist und man den nächsten starten kann. So kann man nur raten und langsam bis 23 zählen.
Grafik

Wenn man sich dann endlich mal richtig in die Spiele hängt, sei es nun ein Schnelles Spiel aus dem Hauptmenü heraus, oder eines aus den verschiedenen Spielmodi (Pick Up-Spiele, Nebenspiele, die And 1 Mixtape Tour, Xbox Live-Spiel), dann merkt man nach und nach, dass And 1 Streetball den Spieler an den Controller fesseln will. Es wurde z.B. bei den ganzen Schauplätzen unheimlich liebevoll auf Details geachtet. Wenn man sich diese Sportplätze und Hinterhöfe ansieht, könnte man meinen, selber auf dem Platz zu stehen. Man riecht förmlich den heiße Asphalt und den Schweiß der Gegner um einen herum, genauso wie man in den Hallen, in denen man spielt, das Quietschen der Turnschuhe auf dem Hallenboden vernehmen kann. Und zwar zum Zeitpunkt, wenn’s passiert! Nicht einfach hier und da mal zwischendurch, so dass es nur als Geräuschkulisse dient.

Was auch sehr schön gelungen ist, sind die Wiederholungen der Dunks, die man vollbracht hat, kann man sich diese nämlich nicht einfach nur ansehen, sondern per ziehen des rechten Triggers sogar in Zeitlupe. Was auffällt, ist, dass in der Zeitlupe wirklich alles schön flüssig und hautnah abläuft. So sieht man sich seine Wiederholung gerne noch einmal an. Da fällt auch gar nicht großartig auf, dass die Hände teilweise nicht hundertprozentig auf dem Korb liegen, wenn man an Selbigem baumelt, oder das Gesicht ein wenig Kantig wirkt, weil auf ein paar Polygone verzichtet wurde, sondern freut sich über die Details, z.B. wie während des Ausholens das T-Shirt originalgetreu den Bewegungen folgt und seine Falten wirft, oder alleine die Schnürsenkel baumeln.

Im Spiel selber allerdings ist von dem schönen Fluss der Bewegungen nur während der Moves, die man zu Tage fördert, zu sehen, da beim Laufen oder beim Abspielen eher alles ein wenig plump aussieht. Drehen sich die Spieler doch teilweise ruckartig komplett um 90°, so als würde man eine kleine Spielfigur auf einem Brett drehen. Genau wie beim Blocken, wenn man mit leicht angewinkelten Beinen und gespreizten Armen vor dem Gegner steht, dieser sich aber um einen herum spielt und man selber in genau dieser Haltung dem Gegner hinterher eiert, wenn man nicht alles am Controller erst einmal loslässt. Da es aber nicht um das hin und herlaufen geht, sondern wirklich darum, mit fetten Moves Punkte zu kassieren und den Gegner auszuschalten, sieht man nach einer Zeit darüber hinweg und denkt sich „was soll’s“.
Wer gehört zu wem?

Wirklich Spaß machen die Eins gegen Eins Spiele, hat man doch nur einen Gegner und kann sich somit voll und ganz auf diesen konzentrieren. Bei 3 Spielern pro Team muss man schon ein wenig darauf achten, wer wessen Spieler ist, da in den Nebenspielen der And 1 Mixtape Tour teilweise alle ein anderes T-Shirt tragen. Unübersichtlicher geht es da bei den 5 gegen 5 Spielen zu. In den Hallen haben die Teams zwar einheitliche Shirts, aber wenn ein Team Weiß und ein Team Beige trägt und sich alle vor dem Korb platziert haben und umherspringen um sich gegenseitig zu blocken, wird es beim schnellen Abspielen schon schwer, die Übersicht zu behalten.
Respekt und Stärke

Je weiter man in dem Spiel kommt, desto schwerer werden die Gegner. Nun, dass ist eigentlich in allen Spielen so. So muss man auch in And 1 Streetball immer wieder seinen eigenen Spieler nach und nach modifizieren. So kann man das erspielte Geld für z.B. Körperkraft, Schnelligkeit, Ballgenauigkeit beim Werfen oder bei den Moves, etc. ausgeben, um seinen Spieler einfach Stärker zu machen. Vergisst man das zwischendurch, fällt man ruck zuck auf der Nase. Natürlich kann das Geld auch für Tatoos ausgegeben werden, aber ob die taktisch so hilfreich sind? Wenn man mit freiem Oberkörper eins der Nebenspiele spielt, in denen es natürlich auch um Respekt geht, so kann man sich diesen ein wenig schneller ergattern. Trotz alledem muss man gut spielen können. Was aber wirklich auffällt, ist, dass die Gegner immer stärker werden, so dass man richtig dran zu knabbern hat, weiter zu kommen. Die Option, das Spiel in leicht, mittel oder schwer durchzuspielen wurde nämlich komplett weggelassen.

Wirklich originell dahingegen ist der so genannte „Create Your Move“-Editor, mit dem man seine höchst eigenen Breakdown-Moves erstellen kann. Diese sieht man, wenn man an bestimmten Stellen auf dem Spielfeld steht und genug Anklebreaker-Punkte erreicht hat. Ein Breakdown besteht aus vier Bewegungsteilen: Showboat 1, Showboat 2, Abschluss und Jubel. Hat man sich diese 4 Teile aus endlos langen Listen (die man nach und nach frei schaltet, durch Besiegen eines And 1-Spielers) zusammengestellt, wird per Tastendruck, an dr richtigen Stelle auf dem Spielfeld, dieser Breakdown-Move ausgeführt. So wird dann der selbstkreierten Move in spezieller Kameraperspektive abgespielt. Man kann sich zurücklehnen und genießen, da man dafür nichts weiter machen muss.

Ich hätte gerne den Xbox Live-Modus getestet, aber leider haben sich nach mehrtägigem Ausprobieren keine Spieler online gefunden. Schade.

Das ganze Spiel wird – natürlich – mit HipHop-Musik untermalt, so, wie man das von solchen Straßenspielen kennt. Kommt man allerdings nur schleppend weiter, geht diese einem ganz schön auf die Nerven, da erst nach und nach alle Lieder frei gespielt werden. Und da wechselt sich dann anfangs Titel A mit Titel B und C ab. Sind diese vorbei, gibt es noch die Instrumental-Versionen. Dann aber geht es wieder von vorne los. Davon abgesehen, dass sich die Lieder wirklich alle sehr ähneln. Aber dafür darf man auch seinen eigenen Soundtrack abspielen. Wichtig für alle, die mit HipHop eh nichts am Hut haben. Alle Nebengeräusche sind human, sprich nicht zu übertrieben und es klingt real. Was nur wirklich nach einer Zeit nervt, sind die Kommentare von „Duke Tango“. Nicht nur, dass sie zu den absurdesten Szenen eingespielt werden, nein, sie wiederholen sich auch sehr schnell.
Fazit

Alles in Allem ist dieses Spiel ein sehr schönes und detailgetreues Spiel. Kein grafisches Highlight und die Musik ist auch Geschmackssache. Schwer genug wird es allemal, sodass auch eingefleischte Zocker dran zu knabbern haben und nicht ruckzuck durchgespielt haben. An den Kameraeinstellungen hätte man auf jeden Fall noch etwas feilen können, ebenso an den Gesichtszügen in den Wiederholungen. Trotz alledem ist And 1 Streetball ein Spiel was nach etwas Einarbeitung in die Materie durchweg Spaß macht und den Erfolgsdrang in einem hoch kitzelt.
Pro
  • Gute Grafik
  • Mehr oder weniger gute Animationen
  • Guter Umfang
Kontra
  • Schwere Steuerung
  • Wenig Abwechslung
  • Langweiliges Design
Einzelspieler
7.0
Mehrspieler offline
6.0
Xbox LIVE Mehrspieler
6.0
Steuerung und Gameplay
4.0
Grafik und Präsentation
6.0
Sound, Musik und Special FX
6.0
Sprachausgabe
deutsch
Bildschirmtexte
deutsch
Zensur
Nicht notwendig
Spielzeit ca. in Stunden
+10
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Keine Altersbeschränkung

Xboxdynasty Gesamtbewertung



6.4


keine Auszeichnung


Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

Iron Rottscheck schrieb am 14.09.2006 03:20
Iron Rottscheck (Steinhagen) - RecreationEine ECHT NETT geschriebene Review!!! ;-)melden

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