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Assassin’s Creed Revelations - Testartikel

Autor
Tobias Schulte - Z0RN
Erstellt am
14.11.11
Streetdate
15.11.2011
Spielgenre
Adventurespiel
Entwickler/Publisher
Ubisoft
Kommentare
3
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Der Abschluss der Ezio Trilogie in Konstantinopel im ausführlichen XXL Test

Templer, nehmt euch in acht! Nach den ersten zwei Teilen und der Auskopplung Brotherhood geht die Assassins Creed Saga mit Revelations in die vierte Runde. Gleichzeitig möchten die Entwickler von Ubisoft ihre Trilogie rund um den Assassinen Ezio Auditore da Firenze zu einem fulminanten Abschluss bringen. In Brotherhood lag der Schwerpunkt eindeutig auf dem Aufbau einer Assassinengilde im Kampf gegen die mächtige Familie der Borgia. Dazu spendierten euch die Entwickler mit Rom die bislang größte Stadt der Serie. Revelations möchte dem in nichts nachstehen und verschlägt euch diesmal ins malerische Konstantinopel, um den Templern einen weiteren schweren Schlag zu versetzen. Natürlich darf auch die Rahmenhandlung rund um den ehemaligen Barkeeper Desmond Miles nicht fehlen, die euch auch im neuesten Serienableger an den Controller fesseln soll. Ob es den Entwicklern gelingt, euch auch im vierten Teil noch Neuerungen zu bieten und welchen alten Bekannten ihr im Spiel begrüßen dürft, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Auf der Suche nach der geheimnisvollen Bibliothek

Assassins Creed Revelations knüpft nahtlos an die Geschichte des Vorgängers an. Wer von euch auf die Story wert legt und Brotherhood noch nicht durchgespielt hat, der sollte den kommenden Abschnitt direkt überspringen. Endlich hält Desmond den Edenapfel in seinen Händen. Doch der Preis für das Artefakt, welches er unter den Ruinen des römischen Kolosseums ausmachen konnte, ist hoch. Durch die Macht des Apfels zwingt ihn die Göttin Juno dazu, seine Freundin Lucy zu töten. Desmond fiel nach der Tat in Ohnmacht. Die Entwickler ließen euch mit diesem Cliffhanger ein ganzes Jahr lang im Ungewissen.

Nun kehrt ihr in Revelations in den Körper des Desmond Miles zurück. Doch euer Geist ist seit eurer schrecklichen Tat zersplittert. Um euer Leben zu retten, hat euch die Technikerin Rebecca an den Animus angeschlossen und euer letztes Fünkchen Verstand in eine Testroutine geladen. Gefangen auf dieser Insel trefft ihr auf einen alten Bekannten, Subjekt 16, welcher ebenfalls im Animus gefangen ist. Für 16 ist es bereits zu spät, in seinen toten Körper zurückzukehren. Der verrückte Kerl hat jedoch einige nützliche Tipps, wie ihr euren Verstand wieder verschmelzen und in das wirkliche Leben zurückkehren könnt. Die vielen Erinnerungen zweier unterschiedlicher Vorfahren waren zu viel für euer Gehirn. Nun müsst ihr endlich einen Schlussstrich unter die Geschichten von Altair und Ezio ziehen, ihre fehlenden Erinnerungen synchronisieren und somit eurem Verstand mitteilen, dass ihr Desmond Miles seid.

Auf der Suche nach euch selbst begebt ihr euch in die Erinnerungen Ezios, der auf der Suche nach Altairs geheimer Bibliothek in die Assassinenfeste Masyaf reist. Doch dort angekommen wartet ein ganzes Heer Templer auf ihn. Die Festung ist besetzt und die Bibliothek nur mit speziellen Schlüsseln zu öffnen, welche natürlich verschollen sind. Ein tödlicher Wettlauf mit der Zeit beginnt. Wer die geheimen Hallen zuerst öffnet, der wird über das Schicksal der Welt entscheiden.

Wiedersehen mit einem alten Bekannten

Ausgangspunkt des Spiels ist stets die Animus Insel, auf der sich Desmond befindet und von der aus ihr Zugang zu den Erinnerungsabschnitten von Ezio erhaltet. Bevor ihr mit dem gealterten Italiener allerdings in Konstantinopel ankommt, erwartet euch zunächst eine mitreißende Verfolgungsjagd aus der Festung Masyaf. Der Obertempler hält nämlich ein Buch in seinem Besitz, welches euch Hinweise auf die restlichen Schlüssel zur Bibliothek liefert. Nach einer wilden Kutschfahrt stellt ihr den Fiesling schlussendlich in einer von Schnee bedeckten Stadt. Von den Strapazen der Verfolgung gezeichnet schafft es Ezio, den Templer zur Strecke zu bringen und sich das Buch zu beschaffen. Gleichzeitig erhaltet ihr einen Ausblick auf den dezenten Humor des Spiels. Die zahlreichen Kampfeinlagen im Dorf quittiert der gealterte Assassine mit den Worten „Früher war das wesentlich leichter.“

Nach dem packenden Vorgeplänkel folgt nun eure Reise ins fernöstliche Konstantinopel. Dort nimmt euch der ortsansässige Assassinenführer Yusuf Tazim in Empfang und bittet euch, seine Gilde als Mentor zu unterstützen. Im Schmelztiegel der Welt haben es eure arabischen Vertreter ebenfalls mit einfallenden Templern zutun, welche die Stadt terrorisieren und beständig die Festungen der Assassinen angreifen. Neben dem Auffinden der Schlüssel zur Bibliothek erhaltet ihr somit noch weitere Aufträge, wie beispielsweise die militärische Unterstützung eurer Brüder oder den Schutz der Bürger Konstantinopels. Doch hiermit endet die Fülle eurer möglichen Taten nicht. So ist es auch in Revelations wieder möglich, Bürger für eure Bruderschaft anzuheuern und sie zu Meistern auszubilden.

Dieses Minispiel ist zudem motivierender gestaltet, als noch in Brotherhood. Ihr dürft eure Schüler nun nämlich nicht nur in fremde Städte senden, um dort Aufträge zu erfüllen, sondern könnt diese auch die jeweilige Stadt erobern lassen. Metropolen in eurem Besitz bringen euch ein regelmäßiges Einkommen, müssen aber auch gegen Angriffe der Templer verteidigt werden. So wird die Ausbildung eurer Lehrlinge nicht nur zum spaßigen Zeitvertreib, sondern kommt auch euren wirtschaftlichen Zielen zugute. Zudem lassen sich eure Gefährten wie gewohnt mit dem linken Bumper in einer Schlacht hinzurufen.

Auch die anderen Missionstypen sind nun wesentlich sinnvoller in das Spielgeschehen integriert worden, als noch in den Vorgängern. So lassen sich an geheimen Orten beispielsweise Bücher von Nicolo Polo finden, deren Übersetzung auf weitere Schlüssel und Geheimnisse hinweisen kann. Die Eroberung von Templertürmen führt zur Erhöhung eurer Rekrutenzahl, was wiederum die Möglichkeit eures Einkommens durch Eroberungen erhöht. Ansonsten reicht die Bandbreite an Aufträgen von geheimen Verfolgungsjagden, über Attentate bis hin zum Verteidigen von Festungen und bleibt somit dem Stil der Serie treu. Einen besonderen Clou stellen jedoch die Schlüsselmissionen dar. Habt ihr die begehrten Artefakte aus den Tiefen der Stadt geborgen, so feiert ihr ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Die Schlüssel erhalten nämlich Erinnerungen eures Vorfahren Altair, in dessen Haut ihr zum Abschluss der Ezio-Trilogie ebenfalls schlüpfen dürft.

Der Held des ersten Teils erzählt euch so noch einmal die Ereignisse rund um sein Leben und spielt sich besser als je zuvor. Einen besseren Abschluss, als die Zusammenführung der beiden Meisterassassinen, kann man sich kaum vorstellen.

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