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Batman Arkham City - Testartikel

Autor
Henry Lai - MadD4mon
Erstellt am
20.10.11
Streetdate
21.10.2011
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
Rocksteady Studios / Warner Bros. Interactive
Kommentare
5
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Das zweite Abenteuer des dunklen Ritters im Test

Zu sagen, dass Rocksteadys Arkham Asylum gut bei der Fangemeinde des dunklen Ritters angekommen ist, wäre stark untertrieben. Es hat eingeschlagen wie eine Bombe, regelrecht neue Standards in Sachen Lizenzumsetzung gesetzt und gleichzeitig die Latte für düstere, anspruchsvolle Action und Schleicherei ein paar Meter nach oben verlegt. Ja, die Briten haben das Konzept Batman verstanden. Das beweisen sie jetzt auch in Arkham City, dem direkten Nachfolger des inzwischen legendären Vorgängers. Von allem mehr soll er bieten: Mehr Action, mehr Freiheit, mehr Gadgets und einfach mehr Batman. Ob Rocksteady dieses Versprechen halten kann oder ob die Londoner letztlich an ihren eigenen Zielen scheitern, lest ihr im Xboxdynasty-Test.

Die Stadt der Verbrecher

Willkommen in Arkham City, liebe Freunde! Dies ist die Stadt der Mörder und Vergewaltiger, der Betrüger und Diebe, der Aufschlitzer und der Geisteskranken. Inmitten der schillernden Metropole von Gotham City hausen die schlimmsten Verbrecher in diesem von hohen Mauern und Stacheldraht umzäunten Stadtteil. Die braven Bürger werfen ängstliche Blicke auf das bedrohliche Gebilde, während innen ein Krieg tobt. Hier gibt es kein Gesetz, außer dem des Stärkeren. Wer nicht sterben will, der muss sich einem der Gangsterbosse anschließen, die erbittert um ihr Territorium kämpfen. Der Pinguin herrscht im Westen von Arkham City, Two-Face verwaltet das Gebiet im Norden und der Joker hat sich in einem ehemaligen Sionis-Stahlwerk im Osten verschanzt. Wo ihre Männer aufeinander treffen, bricht eine blutige Straßenschlacht aus und der frostige Boden färbt sich blutrot. Anarchie. Gewalt. Tod. Und über all dem wacht der verrückte Psychiater Hugo Strange und verfolgt seinen eigenen, heimtückischen Plan: Protokoll 10.

Auch Bruce Wayne alias Batman hat es nach Arkham City verschlagen. Wieso das so ist und was die Fledermaus in der Gefängnisstadt vorhat, verraten wir nicht - um euretwillen. Denn wo schon Arkham Asylum mit einer düsteren, mystischen und spannenden Geschichte aufwarten konnte, so legt Arkham City noch einmal eine Schippe drauf. Wäre doch schade, wenn wir euch auch nur das kleinste Bisschen verrieten. Die Story stammt aus der Feder des Batman-Veteranen Paul Dini, der unter anderem mehrere Emmy-Awards für seine Arbeit an Batman: The Animated Series und Batman Beyond gewonnen hat. Alles was ihr zur Handlung wissen müsst, ist, dass sie euch prächtig unterhalten wird. Von überraschenden Wendungen, über spannende Bosskämpfe und bis hin zu Auftritten von alten Bekannten ist für Batman-Fans bestens gesorgt. Und zu kurz geraten ist Batmans zweiter Auftritt auf der Xbox 360 auch nicht: Allein für das erste Durchspielen haben wir beim Test gut und gerne zwölf Stunden gebraucht. Dabei haben wir nicht einmal die Hälfte aller Geheimnisse entdeckt, die Arkham City zu bieten hat. Nach dem ersten Durchgang gibt es die Option auf ein Neues Spiel Plus, in dem ihr die Kampagne mit eurer gesamten Ausrüstung von vorne beginnt.

Der erste Schritt in die Hölle

Schon wenige Minuten nach Spielstart kommt ein warmes, wohliges Gefühl in euch auf. Im bereits aufgerüsteten Batsuit steht ihr an der Kante eines Flachdachs und lasst euren Blick über das nächtliche Panorama Arkham Citys schweifen. Der Mond beleuchtet die engen und dunklen Gassen der Stadt, Raben nisten auf einem einem Dach in der Nähe und kleine Schneeflocken fallen auf euer Cape. Zwar habt ihr schon euer erstes Ziel vor Augen, doch das müsst ihr nicht sofort anpacken. Überhaupt "müsst" ihr nur wenig in Arkham City. Die offene Spielwelt erlaubt es euch, alles zu machen, was ihr wollt. Lust darauf durch die Nacht zu gleiten? Ein kleiner Sprung und schon spannt sich euer Cape auf und ihr schwebt lautlos über die Dächer der Stadt. Wollt ihr lieber die Riddler-Trophäen suchen? Den Detektivmodus per LB angeknipst und schon bald entdeckt ihr das verräterische Grün von Edward Nigma alias Riddler. Oder steht euch der Sinn eher danach, Verbrechern die Fresse zu polieren? Auch hier müsst ihr nicht lange suchen. Opfer gibt es genug, die meisten haben es sowieso verdient.

Ganz egal, für was ihr euch entscheidet: Es führt euch im Laufe der Kampagne kreuz und quer durch die gesamte Stadt. Deren Umfang erreicht zwar nicht die Ausmaße eines Grand Theft Auto, ist aber deutlich offener, größer und vor allem lebendiger als das Arkham Asylum. Überall gibt es irgendwelche Geheimnisse zu entdecken oder Herausforderungen zu meistern – Kenner entdecken eventuell auch die eine oder andere Anspielung auf die Comics. Es lohnt sich, einfach mal nur auf einem Aussichtspunkt zu stehen in die Luft zu starren. Dann könnt ihr zum Beispiel den Funk der TYGER-Wachen von Strange mithören oder ihr lauscht den Männern der Superschurken, wie sie sich über das schlechte Essen beklagen. Oder darüber, wie kalt es geworden ist. Sie nehmen auch Bezug auf Ereignisse, die während der Kampagne geschehen, und erzeugen somit eine schöne, lebendige Atmosphäre. Das alles führt dazu, dass Arkham City trotz seiner verhältnismäßig kleinen Größe größer und dichter wirkt. Es gibt immer etwas zu entdecken. Eine Sache stört allerdings recht schnell: Die Synchronsprecher der Handlager wiederholen sich sehr oft. Mehr als fünf bis sechs unterschiedliche Sprecher gibt es nicht. Wer oft in der Stadt unterwegs ist, dem fällt das schnell auf.

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