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Battlefield Bad Company

Erstellt am
30.07.2009
Streetdate
26.06.2008
Gametyp
Ego-Shooter
Entwickler
DICE
Publisher
Electronic Arts
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User Artikel Battlefield Bad Company

Am Anfang war 1942
Als der Entwickler DICE 2002 den Kracher Battlefield 1942 für den PC rausbrachte war das Lob groß. Kaum hat es vorher jemand zustande gebracht Multiplayeraction zusammen mit Taktik und Teamplay so intensiv zu vereinen. Die darauffolgenden Spiele der Reihe wurden konsequent weiterentwickelt. Vor allem Battlefield 2 auf dem PC erfreut sich heute noch über zig tausende Spieler. Bleibt nur die Frage offen, ob Battlefield Bad Company für die Xbox auch so rund ist wie die großen Vorbilder auf dem PC.

Die Bad Company
Der Singleplayer erstreckt sich über 8 Karten. Der Held Preston wird in die Bad Company der Armee gesteckt. In die kommen nur die Schwerverbrecher, die man nicht zur richtigen Army schicken wollte. Am Flugfeld angekommen lernt Preston gleich seine 3 neuen Kollegen kennen Sweetwater, Haggard und den Sarge. Hier fällt bei Bad Company sofort auf, dass das Spiel den eigentlichen Krieg nicht so ernst nimmt. Die Kollegen Scherzen und haben lässige Spruche drauf und lockern so die Atmosphäre deutlich gegenüber anderen Kriegs-Shootern. Die Bad Company erledigt die Drecksarbeit, so dass der Rest der Army einfach nur noch durch die Gebiete marschieren muss, um die Lorbeeren einzusacken.

Erste Schritte
Zwar mögen sich die 8 Karten im Singleplayer nach wenig anhören, allerdings ist Anfangs immer nur ein kleiner Teil der Karte erkundbar. In diesem kleinen Teilgebiet gilt es, ein bestimmtes Ziel zu erfüllen, ist dies erledigt, wird einem sofort das nächste Ziel vor Augen geführt. Da die Karten wirklich riesig sind, und auch mit vielen Anhöhen nicht gespart wird, gibt es Battlefield-Typisch einen Fuhrpark, mit dem sich viele Wege überbrücken lassen können. Sowohl Buggys Lastwagen, Boote und Hubschrauber sind mit von der Party. Einzig Flugzeuge sucht man vergebens. Die Story wird in Ingame-Zwischensequenzen und über Gespräche mitten im Geschehen vorangetrieben. Das Tutorial ist gut in die Story eingebettet. Preston ist eben der Neuling, und soll seinen Kammeraden erst mal zeigen, was er auf dem Kasten hat. So Robbt und springt man durch den Tutorial-Abschnitt. Allein die Zwischensequenzen treiben zum Weiterspielen an. In jeder Zwischensequenz wird geflachst und gewitzelt. Die 4 Kammeraden aus der Bad Company stoßen schon früh im Spiel auf einen Goldbarren. Somit wird für sie der Krieg Zweitrangig, und sie erledigen ihre Aufträge nur noch aus dem Grund, dass die Feinde ja weiteres Gold besitzen könnten.

Die Gefechte und wie sie sich steuern lassen
Gespielt wird wie in den alten Battlefield-Teilen auch aus der Ego-Perspektive. Die Gegner in Bad Company sind teilweise schwer zu erkennen, sie verstecken sich in Häusern, hinter Kuppen, und auch in Sträuchern. In Deckung befindliche Gegner lugen immer nur kurz um die Ecke oder über die Mauer um zu anzugreifen. Sie lassen sich aber auch präzise ausschalten. Alle fallen gelassenen Waffen lassen sich aufnehmen und benutzen. Ein nicht wegzudenkendes Feature ist es, Hauswände zu sprengen. Die MGs verfügen über einen Granatwerfer, der sich perfekt als Türöffner eignet. So kann man zum Beispiel auch in den Rücken der KI-Gegner einfallen, indem man das Haus in dem die Gegner lauern umgeht, und sich an der hinteren Wand zutritt verschafft. So kann man viele Situationen aber auch von der Schwierigkeit her entschärfen, wenn man genug Granaten hat, um dann aus der Entfernung schon ein Haus zu sprengen, anstatt sich ein langes Gefecht mit dem darin befindlichen Gegner zu liefern. Anstatt kreuz und quer auf den Karten Medipacks zu verstreuen, oder einen Kollegen zum Sanitäter abzustempeln, hat man in Bad Company einen Injektor, mit dem man sich wieder sofort auf 100 Lebenspunkte pushen kann. Nach einigen Sekunden ist dieser wieder einsatzbereit. Dadurch wird das Spiel auf dem normalen Schwierigkeitsgrad teilweise schon sehr einfach. Auf offenem Feld sich mehreren Gegnern zu nähern ist nicht zu empfehlen, die Gegner zielen äußerst präzise. Selbst mit Automatikwaffen treffen lange Salven oft in s Schwarze. Die Fahrzeuge sowie die Spielfigur selber lassen sich immer präzise steuern. In den Optionen kann man die Sensitivität der Sticks präzise einstellen, so das wirklich jeder ein Gefühl für die Bewegung seines Helden bekommt. Die Fahrzeuge steuern sich ebenfalls einfach, nach kurzen Tutorials, die gut in das Hauptspiel integriert ist, hat man jedes Fahrzeug unter Kontrolle.

Sieht gut aus, und hört sich klasse an
Bei der Präsentation lassen sich die Entwickler von DICE nicht lumpen. Die Grafik ist zwar nicht farbenfroh, aber sie erfüllt ihren Zweck. Über der Grafik liegt eine Art Graupelfilter, der beim Zielen über weite Distanzen etwas nerven kann. Kleine Details sind auszumachen. Besonders stechen hier die Schadensmodelle der Häuser heraus, da nahezu jedes Haus und jede Lagerhalle fast komplett zerlegbar ist, kann es sein das nach getaner Arbeit nur noch halbe Häuser auf dem Schlachtfeld über bleiben. Der Sound ist erstklassig, die Waffensounds klingen angemessen. Weit entfernt abgefeuerte Waffen sowie Explosionen hören sich klasse an, hier merkt man bei aller Goldeuphorie, dass man sich immer noch im Krieg befindet.

Die Online-Sparflamme
Online wird hier eher auf Sparflamme gestellt. Es gibt weder Deathmatch noch Capture the Flag. Die 2 Modi Gold Rush und Erobeung sehen wie folgt aus. Bei Gold Rush bewacht ein Team das Gold in kleinen Metallboxen, und das feindliche Team muss diese Metallboxen in die Luft sprengen. Sobald der Sprengstoff an das Gold angebracht wurde, hat man noch Zeit um den Sprengsatz zu entschärfen. Bei der Eroberung geht es darum, so viele Flaggen wie möglich zu halten, um den Ticketvorrat (Punkte) des Gegners zu Reduzieren und letzten Endes auf 0 zu bringen. Das schafft man, indem man mehr als 50% der Flaggen hält, oder reichlich Abschüsse fabriziert. Es kann aus 4 Klassen gewählt werden, für die es Waffen und spezielle Extras freizuspielen gibt. Den typischen Soldat, den Scharfschützen, den Soldat für die Groben Waffen und den Unterstützer. Während man als Soldat, Scharfschütze und Gunner hauptsächlich darauf aus ist die Angriffe des Gegners zu vereiteln und selbst welche zu starten, so kann man als Unterstützer kleine Medikits auf den Boden werfen, welche die Kameraden einsammeln können. Der Injektor aus dem Singleplayer ist dem Soldaten vorbehalten, und muss erst freigeschalten werden. Es gibt 25 Stufen die man erreichen kann. So schaltet man nach und nach andere Waffen für die Klassen frei, oder auch Extras wie den Injektor oder Luftschläge.

Aschließende Worte
Neben dem Onlinemodus gibt es noch die Möglichkeit nach einmaligem Durchspielen des Singleplayers jede Mission nochmals durchzuspielen. Die Erfolge im Singleplayer sind relativ einfach zu holen wenn man die Augen aufsperrt. Besonderes Lob verdient die Atmosphäre, durch den Sound das Spielgeschehen und nicht zuletzt die Sprüche der Kollegen enthält dieses Spiel einen einzigartigen Humor, den man normalerweise in Kriegsshootern nicht erwarten würde. Ebenso sind die Onlinematches weitestgehend Lagfrei. Die freischaltbaren Extras sind allesamt sinnvoll und richtig eingesetzt äußerst Effektiv.

Fazit
Battlefield Bad Company bietet einen fesselnden Singleplayer, der durch die 3 Schwierigkeitsgrade und den einzigartig witzigen Ingame-Zwischensequenzen zum nochmaligen durchspielen animiert. Der Online Multiplayer kann durch seine fehlenden Modi, sowie der eher durchschnittlichen Waffenauswahl und das Fehlen von Charakterverbesserungen nicht mit CoD4 mithalten. Die Gefechte über teils riesige Distanzen machen durchaus Spaß, nutzen sich mit der Zeit aber ab. Es gibt zwar Extras für den Multiplayer freizuschalten, aber lange nicht so viele wie eben zB. in CoD4

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Gesamtbewertung von Chontamenti

8.4

Mr Taurin schrieb am 16.08.2009 11:31
Mr Taurin (Merzig) - Undergroundsehr gute review liest sich auch angenehmmelden

Chontamenti

Chontamenti(Ditzingen) - Humorist, Kritiker, Querdenker, Philosoph, Künstler

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