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Battlestations: Pacific - Testartikel

Autor
Tobias Schulte - Z0RN
Erstellt am
18.05.09
Streetdate
15.05.2009
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
EIDOS
Kommentare
2
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Battlestations: Pacific Review

Eidos kündigte bereits Anfang 2008 die Veröffentlichung von Battlestations: Pacific, die offizielle Fortsetzung des gefeierten Bestsellers Battlestations: Midway für den PC und die Xbox 360 an. Battlestations: Pacific ist ein actiongeladenes und taktisches Spiel vor der Kulisse des 2. Weltkrieges. In einer riesigen Spielumgebung erwarten euch zwei völlig unterschiedliche Einzelspieler-Kampagnen. Schlagt ihr euch auf die Seite der Amerikaner, knüpft die Story nahtlos an das Geschehen in Battlestations: Midway an und führt euch von der Schlacht um Midway bis nach Okinawa. Dort gilt es, den Frieden im Pazifikraum endgültig wiederherzustellen.
Entscheidet ihr euch hingegen für die japanische Seite, habt ihr als Kommandeur der kaiserlichen japanischen Flotte die Chance, am Angriff auf Pearl Harbor teilzunehmen, um anschließend den Lauf der Geschichte zu verändern und den gesamten Pazifik in das japanische Reich einzugliedern.

Mit mehr als doppelt so vielen Missionen, unzähligen Kriegsschauplätzen und Kriegseinheiten will Battlestations: Pacific sogar den gelungenen hauseigenen Vorgänger in den Schatten stellen. Wir haben uns für euch in die Schlacht gestürzt und berichten heute, ob sich eine Anschaffung des Titels wirklich lohnt.
Mehr Story, mehr Einheiten, mehr Unterstützung...mehr Spielspaß?
Battlestations: Pacific bietet euch eine amerikanische bzw. japanische Einzelspieler-Kampagne mit mehr als 28 Story-Missionen. Verglichen mit Battlestations: Midway, dem Vorgänger des Spiels, hat sich die Anzahl der Missionen damit mehr als verdoppelt. Außerdem hat jede einzelne Mission weitere Sekundär- und versteckte Ziele. Darüber hinaus verfügt das Spiel über 21 neue Einheiten, wie Kamikazeflieger und frühe Kampfjets. Bei der hohen Anzahl aus Battlestations: Midway ist dies ebenfalls eine enorme Steigerung. Das Eidos-Studio in Ungarn legte bei der Umsetzung des neuesten Teils sehr viel Wert auf ein spannendes Spielprinzip und eine zugänglichere und einsteigerfreundlichere Spielsteuerung. Taktik-Neulinge begeben sich zuerst auf das Trainingsgelände, in denen ihr zum absoluten Kommandeur zu Land, zu Wasser und in der Luft ausgebildet werdet. Anfänger werden sich schnell zurechtfinden und mit Unterstützung von umfangreichen Tutorials und Bildschirmhilfen werdet ihr im Handumdrehen zum virtuellen Vier-Sterne-General.

Des Weiteren nahmen sich die Macher auch das Feedback der Battlestations Community sehr zu Herzen und ließen einige Aspekte und Anregungen mit in den Mehrspieler einfließen. Für die visuellen Effekte wurde das Spiel von Grund auf überarbeitet und die Battlestations-Engine weiter verbessert. Eine weitere Neuerung ist, dass ihr im Spiel jetzt auch Landeinheiten kommandieren könnt, um somit gegnerische Strände, Kommandozentralen und Stützpunkte zu erobern. Habt ihr eine Zentrale eingenommen, werdet ihr nach und nach mit weiteren Einheiten versorgt.
Vollgepackter Bildschirm mit etlichen Informationen
Zu Beginn eurer Battlestations-Karriere werdet ihr von den vielen Anzeigen, Hinweisen, Icons und Hilfetexten förmlich erdrückt. Doch je länger ihr das Spiel spielt, desto hilfreicher und sinnvoller werden diese Anzeigen. Die Karte in der linken oberen Ecke zeigt die gewählte Basis an aus den ihr neuen Einheiten starten lassen könnt. Die Anzeige in der linken unteren Ecke zeigt die Verfügbarkeit eurer Einheiten in der ausgewählten Basis an und ermöglicht euch deren Auswahl. Die untere Anzeige gibt Auskunft über Einheitentyp, Zustand und verfügbaren Anzahl. Über das Steuerkreuz wählt ihr eure Einheit aus und wechselt mit Y durch die verfügbare Bewaffnung und ändert diese nach Belieben. Am rechten oberen Bildschirmrand befindet sich eine kleine Karte zur besseren Übersicht.
Aller Anfang ist schwer
Habt ihr euch mit der Bildschirmführung angefreundet, müsst ihr noch die Steuerung der verschiedenen Einheiten erlernen. Die meiste Zeit befindet ihr euch in der Luft und müsst Schiffe mit Torpedos versenken und andere Flieger vom Himmel radieren. Fliegt ihr euren Flieger längere Zeit mit geringer Geschwindigkeit, droht euch ein Strömungsabbruch und ihr droht abzustürzen. An Board eines Schiffes müsst ihr mit Flakgeschützen anstürmende Geschwader erledigen, Artellerie abfeuern und feindliche Zerstörer mit Torpedos auf den Meeresgrund befördern. Im Laufe des Spiels werden dann zusätzlich moderne und neue Waffen für bestimmte Einheiten freigeschaltet. Wie gesagt, zu Beginn des Spiels werdet ihr euch hin und wieder überfordert fühlen, aber das Weiterspielen lohnt sich und mit ein bisschen Übung feiert ihr eure ersten großen Erfolge.
Ein Krieg, zwei epische Schlachten
Battlestations: Pacific ermöglicht es euch die Geschichtsbücher neu zu schreiben. In der Schlacht kommt ihr erstmals in den Genuss einer neuen Spieltiefe, während ihr Ohkas und andere berüchtigte Lufteinheiten steuert, mit denen die japanische Flotte während des 2. Weltkrieges den Pazifischen Ozean heimsuchte. Zum ersten Mal erlebt ihr also auch den Kriegsverlauf aus japanischer Sicht. In einer fiktiven Kampagne startet ihr den Angriff auf Pearl Harbour und steuert danach die Kaiserliche Japanische Armee Richtung Asien und Australien. Auf eurem Feldzug erobert ihr den gesamten pazifischen Raum und führt die kaiserliche Armee zum Sieg. Auf Seiten der USA erlebt ihr hingegen eine historisch akkurate Kampagne und kommandiert die US Navy durch die legendäre Schlacht um Guadalcanal, weiter nach Iwo Jima und schließlich zum Triumph über das japanische Kaiserreich. Erstmals ist die taktische Landung von Truppen ein fester Bestandteil des Spiels. Ihr setzt eure Fallschirmtruppen exakt über dem Ziel ab oder sichert euer Landungsschiff, während eure Truppen Schlüsselpositionen und Artilleriestellungen erobern, um eurem Vormarsch den Weg zu ebnen.

Im weiteren Verlauf steuert ihr gigantische Flottenverbände im typischen Battlestations-Spielprinzip: Ob zu Wasser, in der Luft oder jetzt auch am Boden. Abwechslung ist in jedem Fall geboten und wird in Battlestations: Pacific groß geschrieben.
Geniale Präsentation mit wenig Spannung
Durch die Möglichkeit, mühelos zwischen den einzelnen Schiffen und Flugzeugen zu schalten, seid ihr die meiste Zeit am Puls des Geschehens. Ihr liefert euch Luftkämpfe aus der neuen Cockpit-Perspektive, unterstützt Bodentruppen mit Artilleriefeuer eurer Schiffe oder überrascht feindliche Stellungen mit eurem Bomber-Verband. Authentischer Seegang, Einsätze bei Tag und Nacht, wechselnde Wetterverhältnisse sind nur einige der Highlights des Spiels. Vor allem aber die detailgetreuen Modelle der Schiffe und Kampflugzeuge sowie die atmosphärischen und realistischen Spielumgebungen erwecken gewaltige Pazifikschlachten zum Leben. Auf audiovisueller Ebene werden Auge und Ohr mit bombastisch in Szene gesetzten Schlachten verwöhnt. Die gesamte Grafik-Engine wurde von Grund auf überarbeitet. Einsätze finden bei Tag und Nacht statt, traumhaftes Sommerwetter schlägt in gewaltige Stürme mit unbarmherzigem Seegang um. Beide Kampagnen werden darüber hinaus von vielen minutenlangen filmreifen Zwischensequenzen in Szene gesetzt.

Größter Kritikpunkt ist aber die fehlende Spannung und die schlechte Atmosphäre des Spiels. Darüber hinaus sind die Soundeffekte nur sehr minimal ausgefallen. Zum Beispiel zieren in der dunklen See oftmals tolle Blitzeffekte den Himmel, leider fehlt dazu aber die akustische Untermalung. Schließt ihr die Augen und hört nur hin, werdet ihr keine Donner, Blitze oder Gewitter wahrnehmen. Das zieht sich leider durch das ganze Spiel. Ihr steuert gigantische Flottenverbände, die sich alle nur sehr träge fortbewegen und dabei noch mit wenigen Soundeffekten auskommen müssen.

Ob zu Wasser, in der Luft oder jetzt auch am Boden, durch die fehlende Inszenierung im Spiel will richtige Spannung oder echte Kriegsatmosphäre leider viel zu selten aufkommen. Mit ein Grund dafür ist auch die schwache Sprachausgabe. Die Kommandosprüche sind viel zu lasch und erzeugen einfach keine Gänsehaut.
Actiongeladene Mehrspielerschlachten
In intensiver Zusammenarbeit mit der riesigen Battlestations-Community wurde der Mehrspieler-Teil massiv erweitert. In fünf neuen Spielmodi können sich bis zu acht Feldherren in kooperativen sowie in Team basierenden Missionen auf dem Schlachtfeld beweisen. Im neuen Gefecht-Modus kämpft ihr in Battlestations Pacific online und im Team mit euren Freunden, tretet allein gegen computergesteuerte Gegner an oder messt euch in einem der fünf innovativen Multiplayer-Modi mit anderen Spielern. Zu den Spielmodi gehören: Geleitschutz, Belagerung, Wettkampf, Duell und Inseleroberung. Beim Geleitschutz muss der Angreifer eine Einheit oder ein Geschwader vernichten. Der Verteidiger der Runde muss natürlich genau dies verhindern, das Ziel in ein sicheres Gebiet bringen oder eine bestimmte Zeit überleben. In Belagerung unterstützt ihr eine Landeoperation oder eine Flottenverteidigung. Die Spielrunde ist beendet, sobald eine Seite entweder sämtliche Ressourcen verloren hat oder die Stellung in die Knie gezwungen wurde. Beim Wettkampf kämpft ihr gegen den Computer und müsst in einer Schlacht einen Highscore aufstellen. Der Spieler mit den meisten Punkten hat gewonnen.

Im Duell kämpft ihr mit zuvor auserkorenen Einheiten gegen andere Spieler oder die KI. Die Schlacht besteht aus mehreren Runden.

Der Spieler, der am Ende die meisten Wins auf seinem Konto verbucht, hat die Begegnung gewonnen. In der Inseleroberung kämpfen zwei große Teams um ein riesiges Gebiet mit verschiedenen Basen und Kommandozentralen. Euch stehen in der Schlacht zahlreiche Marine- und Flugeinheiten zur Verfügung. Darüber hinaus erhaltet ihr für jede eroberte Basis neue Kampftruppen. Hier kann eine Schlacht schon mal locker über 2 Stunden andauern.

Damit sich die Online Kriege wirklich lohnen, wurden der Mehrspieler mit bestimmten Orden und Erfolgen ausgestattet. Taktische Soldaten steigen schnell vom Matrosen zum General auf und spielen somit neue Kampfeinheiten frei. Während des Spiels via Xbox LIVE hatten wir in unseren Tests keinerlei Probleme.

Die Server zeigen mit grünen Balken sehr schön die Verbindungsgeschwindigkeit an und die Lobbys geben sehr viele Informationen über Karte, Einheiten, Mitspieler, Ränge, Upgrades und vieles mehr. Leider scheinen derzeit noch nicht viele Xbox 360 Besitzer mit Battlestations: Pacific in die Online-Schlacht ziehen zu wollen, denn bei unseren Tests hat eine Spielsuche zwischen 10 und 30 Minuten gedauert.
Fazit
In Battlestation Pacific übernehmt ihr nicht nur die Kontrolle eines einzelnen Soldaten, sondern die Befehlsmacht über den ganzen Krieg. Ihr steuert U-Boote, riesige Zerstörer und Kampfflugzeuge der verschiedensten Art. Dabei solltet ihr auch beachten, dass die Einheiten des 2. Weltkrieges nicht gerade die modernsten und schnellsten Maschinen waren und eine Mission locker auch mal eine Stunde oder mehr in Anspruch nehmen kann. Gerade der schwere Einstieg und die vielen Texte mit Hinweisen werden sicher viele Spieler abschrecken. Die Entwickler haben es sicher nur gut gemeint, aber das Spiel mit Hinweisen zu plakatieren ist euch nicht gerade der richtige Weg. Dauernd knallen euch lange Textpassagen mit neuen Hinweisen und vieles mehr ins Gesicht. Dabei wirkt die Spielvielfalt anfangs so gigantisch, dass ihr meint ihr könnt dieses Spiel gar nicht meistern. Wer das Tutorial aber weg lässt und einfach mal die Kampagne startet, wird ziemlich schnell mit sämtlichen Einheiten gut zu Recht kommen. Langsam aber sicher lernt ihr dann auch die Feinheiten des Spiels kennen und im späteren Spielverlauf machen die riesigen Schlachten sehr viel Laune.

Doch leider hat Eidos verpasst dem Spiel die gewisse Schärfe beizusteuern. Während des Kampfes passiert zwar einiges, aber irgendwie will der Funke nicht so richtig überspringen. Dies liegt mit Sicherheit zum Teil an den schwachen Soundeffekten und den öden Synchronsprechern, aber auch an der teilweise langweiligen Erzählstruktur. Dennoch weiß das Spiel zu gefallen und die positiven Aspekte überwiegen eindeutig. Das Feeling auf einer riesigen Landkarte etliche Kriegseinheiten zu befehligen und bei Actionbedarf sogar selbst zu steuern ist wirklich gelungen.

Für die Zukunft wünschen wir uns ein Battlestations: Modern Warfare, mit schnelleren Booten, durchschlagkräftigeren Waffen, besseren Kampffliegern und vor allem aber der nötigen Action für die Dolby Digital Ohren.
Pro
  • Zahlreiche Missionen
  • Schöne Zwischensequenzen
  • Zwei gelungene Einzelspielerkampagnen
  • Viele Extras und Upgrades
  • Unzählige Kriegseinheiten
  • Originalgetreue Nachbildungen
  • Mit Übung gut zu beherrschen
  • Deutsche Texte und Sprachausgabe
  • Umfangreicher Mehrspielermodus
  • Co-Op Missionen
  • Erstellung eigener Geschwader
  • Faire Kontrollpunkte
  • Tolle Schlachten und Schauplätze
Kontra
  • Zu Beginn leicht überfordernd
  • Wenig Atmosphäre
  • Online noch nicht viel los
  • Spannung will nur selten aufkommen
  • Grafik nicht immer berauschend
  • Häufige Ladezeiten
  • Viel Text
  • Einstieg ist nicht gerade leicht
  • Schwache Soundeffekte
Einzelspieler
8.7
Mehrspieler offline
8.5
Xbox LIVE Mehrspieler
8.6
Steuerung und Gameplay
8.3
Grafik und Präsentation
8.4
Sound, Musik und Special FX
8.2
Sprachausgabe
Deutsch
Bildschirmtexte
Deutsch
Zensur
Nicht notwendig
Spielzeit ca. in Stunden
+20
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Ab 12 Jahren

Xboxdynasty Gesamtbewertung



Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

Laudan schrieb am 31.07.2009 06:59
Laudan () - RecreationZum Beispiel zieren in der dunklen See oftmals tolle Blitzeffekte den Himmel, leider fehlt dazu aber die akustische Untermalung. Schließt ihr die Augen und hört nur hin, werdet ihr keine Donner, Blitze oder Gewitter wahrnehmen....das stimmt nicht mehrmelden

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