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Black - Testartikel

Autor
Johannes Olejnik - XDGio
Erstellt am
27.03.06
Streetdate
22.02.2006
Spielgenre
Ego-Shooter
Entwickler/Publisher
Electronic Arts
Kommentare
4
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Black Review

Mit einem Spiel ist es, wie mit der Liebe, entweder es funkt sofort oder das Liebesgefühl zerplatzt wie eine Seifenblase. Ob sich Black von Entwickler Citerion als Überflieger erweisen kann oder er sich als Eintagsfliege entpuppt, zeigt euch unser Test. Die Entwickler , die durch die Burnout-Reihe bekannt wurden, holen das absolute Optimum aus Microsofts erster Konsole heraus. Das Spiel ist das mit Abstand das Beste, was auf Bill Gates erstem Spielzeug je zu sehen war.
Story, unnötig!...

Mit der Entwicklung einer Story hat man es im Hause Criterion wohl nicht sonderlich, denn das, was sich in Black Story nennt, wäre für jedes andere Spiel in einer Videosequenz umsetzbar. Vor jedem der insgesamt acht Level läuft ein leb- und lieblos gestaltetes Intro ab, die man gerne überspringen würde. Das ist aus unerklärlichen Gründen allerdings nicht möglich und so muss man sich die Geschichte eines Mannes anhören, der in einem kleinen Raum verhört wird und über die US-Geheimorganisation Black berichtet. Hat man diese kleine Hürde jedoch erst einmal überwunden, kommt die Stärke des Spiels zum Vorschein: die Grafik. Schon im ersten Raum von Black lässt sich alles zerstören, was (nicht) Niet und Nagelfest ist, solange man die Grafikpracht verunstalten will. Durch das Spiel zieht sich, wie schon erwähnt, keine klare Story-Linie an der man sich orientieren könnte. Black dreht sich um genau drei Dinge: Action, Action und nochmals Action. Euch wurde noch nicht einmal erklärt, wie ihr zwischen euren beiden Waffen wechseln könnt, da habt ihr schon mehrere Gegner vor eurer Flinte gehabt.
Gegner aus Stahl

Und da enthüllt sich eine weitere Problemzone von Black. Sollte man nämlich auf einen Gegner treffen, meistens sind es aber mindestens zwei, braucht man so gut wie immer ein ganzes Magazin seiner Waffe. Die Gegner scheinen eine Stahlhaut zu haben, denn trefft ihr nicht direkt in den Kopf eurer Feine, passiert es nicht selten, dass es sehr lange dauert bis das umherlaufende und schon fallende, dann aber doch wieder aufstehende Ziel, endlich tot ist. Manchmal passiert es euch, dass ihr denkt, die Gegner seien schon tot, ihr euch wegdreht und dann vom scheinbar wieder auferstandenen Feind erneut angegriffen werdet. Diese Tatsache nervt vor allem deshalb, weil ihr es sowieso schon mit einer Unmenge an Gegnern zu tun bekommt. Sie springen von Hausdächern, hinter Mauern hervor und kommen aus den unmöglichsten Stellen. Black läuft trotz einer Vielzahl an Personen auf dem Bildschirm immer flüssig und das Geschehen ruckelt im Verlauf nicht ein einziges Mal. Auch die Effekte beim Nachladen verdienen ein besonderes Lob, denn solltet ihr wieder einmal ein Magazin verpulvert haben und es wechseln, verzieht sich der Hintergrund ähnlich wie bei Burnout. Nur, dass es beim Rennspiel nicht geschieht, während ihr nachladet sondern, wenn ihr wieder einmal die Tempogrenze 360 überschreitet. Im gesamten Spielverlauf verhalten sich die “Terroristen“ weder besonders dumm, noch übermäßig schlau. Manchmal gehen sie hinter Autos oder Absperrungen in Deckung, übermäßig Schlaue schießen kurz vor ihrem Tod noch eine Salve aus der UZI, die euch mit ein wenig Pech oft zum Verhängnis werden kann. Manchmal laufen sie allerdings auch einfach blind auf euch zu, um dann meist eine große Ladung Blei zu fressen. Bis auf diese kleinen Schwankungen bleibt die KI meist solide.
Zerstörungorgie

Sollten sich die Feinde dann doch einmal hinter Autos, Absperrungen oder anderen herumstehenden Gegenständen verschanzen, sollte das für euch kein Problem darstellen. Denn alles was nicht in euer Idealbild von Black passt und irgendwie, irgendwann herumsteht, lässt sich mit den verschiedenen Waffen zerstören. Während ihr mit einer Pistole einen Tank zerschießt, der in einem lauten Getöse und in einem brennenden Inferno aufgeht, zerstört ihr mit einem einzigen Schuss der Panzerfaust ganze Kirchtürme. Der Kirchturm zerfällt dann physikalisch korrekt, bis auf seine Grundmauern.
...Multiplayer auch

Neben einer guten Story fehlt Black, um Halo² die Shooterreferenz zu schlagen, ein Online- bzw. ein Multiplayer-Modus. Was die Entwickler sich dabei gedacht haben, keine Mehrspieler Möglichkeiten in einen Shooter zu integrieren, wissen wohl noch nicht einmal sie selbst. Black würde Online und im lokalen Netzwerk sicherlich viel Spaß machen.
Sound und Spielzeit

Am Sound von Black ist nicht viel auszusetzen. Es gibt allerdings kaum Unterschiede von ruhiger zu schneller Musik, da in Black immer Action herrscht. Jede Waffe hat ihren eigenen Klang. Man kann also eine AK ganz deutlich von einer Pumpgun oder der Pistole mit Schalldämpfer unterscheiden. Der vierte und letzte Kritikpunkt ist die Spielzeit von Black. Erfahrene Konsoleros haben den Shooter bereits nach unter acht Stunden durchgespielt, was für die heutige Zeit einfach viel zu wenig ist. Anschauungsunterricht zum Thema Spielzeit gibt es bei Bathesda Nachhilfe: Oblivion lässt grüßen, obwohl man einen Shooter nicht mit einem Rollenspiel vergleichen sollte, könnte sich Black eine dicke Scheibe von Oblivion abschneiden!
Mein Fazit: Black ist in allen Belangen ein Spiel der Extreme. Extrem schön, extrem viele Gegner, die aber leider extrem unrealistisch wiederstandsfähig sind und eine, selbst für einen Shooter, wirklich extrem kurze Spielzeit. Man wird das Gefühl nicht los, die Programmierer hätten zum Schluss der Entwicklungszeit die Lust an ihrem eigenen Spiel verloren. Mit einer kurzen Verschnaufpause und etwas mehr Entwicklungszeit hätte Black vielleicht die nötige Reife erhalten, um mit dem Prädikat “besonders empfehlenswert“ ausgezeichnet zu werden. Black ist ein gutes Spiel, nicht mehr und nicht weniger.
Pro
  • super Grafik
  • alles zerstörbar
  • toller Sound
  • Kontra
  • kurze Spielzeit
  • "Stahlgegner"
  • kein Multiplayer-Modus
  • keine ernstzunehmende Story
  • Einzelspieler
    8.1
    Mehrspieler offline
    -
    Xbox LIVE Mehrspieler
    -
    Steuerung und Gameplay
    8.5
    Grafik und Präsentation
    9.1
    Sound, Musik und Special FX
    9.0
    Sprachausgabe
    deutsch
    Bildschirmtexte
    deutsch
    Zensur
    Nicht notwendig
    Spielzeit ca. in Stunden
    +10
    Geeignet für
    Anfänger bis Profis
    Altersfreigabe
    Keine Altersbeschränkung

    Xboxdynasty Gesamtbewertung



    Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

    puuka schrieb am 25.04.2006 05:32
    puuka (Solingen) - RecreationMit dem letzten Update läuft Black auch nun einwandfrei auf der 360 :-) *freu*

    Anmerkung:
    Laut Developer Diary war der MP Part technisch nicht umsetzbar... Schademelden
    SMOKING GENIUS schrieb am 28.03.2006 17:46
    SMOKING GENIUS (Hemer) - Undergroundcooler artikel, das spiel ist sicher genialmelden
    Z0RN schrieb am 28.03.2006 08:43
    Z0RN () - Undergroundguter artikel, nur das black keinen multiplayer part spendiert bekommen hat, ist auch für mich unverständlich!melden

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