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Call of Duty: Modern Warfare 2

Erstellt am
21.09.2011
Streetdate
10.11.2009
Gametyp
Ego-Shooter
Entwickler
Infinity Ward
Publisher
Activision
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473

User Artikel Call of Duty: Modern Warfare 2

Test Modern Warfare 2

Cliffhanger

Wir stehen auf einem schmalen Felsvorsprung. Rechts von uns eine steile Eiswand, links ein Abgrund, der gefühlte 300 Meter in den Tod führt. Dichtes Schneetreiben vernebelt die Sicht. Dann fordert uns Captain MacTavish auf, ihm zu folgen. Moment mal, MacTavish? Richtig! Wer den Vorgänger gespielt hat befand sich bereits in der Haut von „Soap“ MacTavish. Inzwischen wurde er zum Captain der Task Force 141 befördert und ist in Modern Warfare 2 unser Vorgesetzter.

Kampagne ist zweitrangig

Der Vorgänger liegt zwar nur zwei Jahre zurück, doch im Spiel sind bereits fünf vergangen. Nachdem wir damals Imran Zahkaev zur Strecke brachten, ist nun Vladimir Makarov Staatsfeind Nummer 1. Der Typ macht keine halben Sachen, ist herrlich unsympathisch und stürzt die halbe Welt ins Chaos. Um es kurz zu fassen: Er muss weg!

Ihr schlüpft in die Rolle fünf unterschiedlicher Helden. Dass Modern Warfare-Veteran MacTavish darunter ist, überrascht nicht. Der Weltraumspaziergang als ISS-Astronaut dafür um so mehr. Ist die Kampagne innovativ? Nicht wirklich. Ist sie auf schlichte Art und Weise unterhaltsam? Auf jeden Fall!

Linear, aber genial

Die Grundlagen sind allen hinreichend bekannt. Kommen wir also gleich zu den Besonderheiten von „MW2“. Die Entwickler haben der schlauchförmigen Levelarchitektur des Vorgängers den Kampf angesagt. Dies beweisen sie mit den Häuserkämpfen in Rio de Janeiro. Hier könnt ihr entweder den direkten Weg gehen oder ihr kämpft euch durch ein Haus nach dem anderen oder ihr flankiert die Terroristen weitläufig. Das Spiel ist zwar immer noch linear aber das Fällt nicht ins Gewicht, denn Infinity Ward haben das System dermaßen perfektioniert, dass damit verbundene Einschränkungen kaum noch stören.
Was Modern Warfare 2 auch von anderen Shootern unterscheidet: Hier lauft ihr nicht nur von A nach B und ballert massig Gegner nieder. Hier lauft ihr von A nach B, ballert massig Gegner nieder, stürmt wieder nach A, steuert zwischendurch aller Hand Vehikel. Darunter Schneemobile, Jeeps und Motorboote. Ihr werdet sogar Zeuge eines atomaren Erstschlags, schleicht durch verschneite Gebirge und Höhlensysteme und das war nur der Anfang von dem, was euch noch erwartet.

Wenig zu bemängeln

Mit der grafischen Darstellung sind wir fast ausnahmslos zufrieden. Superflüssige 60 Bilder pro Sekunde sorgen nicht zuletzt dafür, dass punktgenaues Zielen auch mit dem Controller leicht fällt. Man merkt aber, dass Infinity Ward für die konstanten 60 Frames an anderen Stellen abspecken musste. So sind de Texturen gelegentlich nicht ganz so hübsch. Außerdem bewegen sich Bäume nicht, wodurch man sich den Echtzeit-Schatten spart. Auffällig ist dies im russischen Wald, wo der Wind Schneeflocken an uns vorbeiweht, Äste und Blätter aber fest betoniert wirken. Doch das wirkt sich auf den Gesamteindruck kaum aus. Die bombastischen Explosionen überzeugen nicht nur optisch sonder auch die Klangkulisse ist wieder einmal exzellent und auch musikalisch kann sich hören lassen. Das Main Theme komponierte diesmal der weltbekannte Hans Zimmer.

Kurz und dick ist auch ein Stück

Um zwischendurch den hohen Adrenalinspiegel zu senken, haben die Entwickler kurze Schleichsequenzen integriert. Ihr habt hier zwar auch die Möglichkeit, es auf die harte Tour zu probieren, doch meistens sind die Terroristen aber gnadenlos in der Überzahl oder haben bissige Hunde dabei. Besonders auf „Veteran“ solltet ihr euch vorsichtig herantasten, den nach drei Treffern seid ihr bereits tot. Trotzdem ist dieser Schwierigkeitsgrad allen zu empfehlen die den Vorgänger als zu kurz empfanden. Wenn es hart auf hart kommt, kann man immer noch auf „Normal“ runter schalten. Trotz diversen kniffligen Abschnitten, dürften Shooter-Fans in sechs bis sieben Stunden durch sein – doch der Special-Ops-Modus ist nicht zu vergessen!

Special Ops

Der neue Modus bietet satte 25 Extra-Aufgaben mit jeweils drei Schwierigkeitsstufen. Bei Wellenangriffen erhöht sich zum Beispielmit dem Schwierigkeitsgrad die Anzahl der der Gegnerwellen sowie die Menge an feindlichen Hubschraubern und Panzerwagen. Zur Feindabwehr könnt ihr beispielsweise automatische Geschütze aufstellen oder das Areal mit Claymores versehen.
Die Spec-Ops-Aufgaben machen zu zweit riesig Spaß, die sich selbstverständlich auch im Splitscreen spielen lassen. Jedoch lassen sich einige Missionen ausschließlich im Team bestreiten: Zum Beispiel sitzt einer im Lockheed-Bomber, den man vom Vorgänger kennt. Mit drei untschiedlichen Geschützen ballert ihr von oben den Weg für euren Kollegen frei, der sich am Boden befindet und unter Zeitdruck zum Ziel gelangen muss. Auch ein Schneemobil-Duell oder eine Brücken-Massenzerstörung, bei der ihr alle Vehikel in die Luft jagen müsst. Der Spec-Ops-Modus zeigt gut, was dabei rauskommt, wenn großartige Ideen nicht von Logik oder einer Story eingezwängt werden.

Multiplayer

Die acht Spielmodi bieten zwar nur Standard-Varianten, bei denen es entweder um simples Töten oder um das Finden bestimmter Objekte geht. Dafür überzeugen die 16 neuen Maps, die fair und spaßoptimiert sind umso mehr. Dir Karten sind oft so verwinkelt, dass Campern das Leben zur Hölle gemacht wird. Maximal 18 Spieler verballern ihre Munition in Afghanistan auf einem Flugzeugfriedhof, nehmen an einem rasanten Häuserkampf in Rio de Janeiro teil oder sorgen für Chaos auf dem Moskauer Flughafen, auf dem übrigens auch die „Skandalmission“ der Kampagne spielt. Auf euch warten unzählige Killstreaks und die neuen Deathstreaks, die euch ständig mit Extras versorgen. Zum Beispiel gibt es nach mehreren Toden ein „Letztes Gefecht“ in dem ihr noch mal vor eurem Tod eine zweite Chance erhaltet und um euer Leben kämpfen könnt. Überlebt ihr lange genug, könnt ihr sogar weiter am Spielgeschehen teilnehmen. Während ihr auf der anderen Seite mit Harrier-Luftschlägen, belohnt werdet, wenn ihr eine bestimmte Anzahl an Kills schafft. Neue Perks und Ausrüstungsgegenstände geben den Multiplayer-Gefechten den letzten Schliff. Ihr könnt sogar die Geschütztürme, die aus dem Singleplayer bekannt sind im Mulitplayer aufstellen, sodass die Gegner ihre Beine in die Hände nehmen sollten und schnellstens das weite suchen. Mt einem Taktikeinstieg erzeugt ihr neue Respawn-Punkte, das auch manchmal sehr nützlich sein kann. Für die, die lieber in der Thrid-Person-Ansicht spielen, können das tun, insofern das zuvor in den Optionen ausgewählt wurde. Somit ist für jeden etwas dabei.

Fazit

Modern Warfare 2 fesselt jeden von Anfang bis Ende an die Kampagne und hat sich gegenüber dem Vorgänger in allen Bereichen um 180° gedreht. Deswegen wird es schwer den nächsten Teil zu überbieten. Die Singleplayer-Kampagne ist abwechslungsreich, voller Superlative und bietet dadurch einen hohen Wiederspielwert. Der neue Spec Ops-Modus rockt und der Mehrspieler-Teil dürfte auch einige Jahre gespielt werden, wie auch der Vorgänger der auch noch heute gezockt wird. Bei Modern Warfare 2 geht die Post ab, auch wenn das Gameplay linear, die Story hohl und alles schrecklich patriotisch ist. Vor allem der neue Special-Ops-Modus kann sich sehen lassen, der im Koop begeistert und etliche Stunden Spaß bereitet – ähnliche Modi sind in Forsetzungen herzlich willkommen.

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Gesamtbewertung von ZeRo x ScHoKo

9.7


ZeRo x ScHoKo

ZeRo x ScHoKo(Bamberg) - Hi,
bin der Patrick, 
bin 18 Jahre zock gerne, wie jeder hier denke ich, mach aber auch gern was mit Freunden oder spiele Fussball

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