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Call of Duty: World at War - Testartikel

Autor
- xd264
Erstellt am
14.11.08
Streetdate
14.11.2008
Spielgenre
Ego-Shooter
Entwickler/Publisher
Treyarch / Activision
Kommentare
12
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Call of Duty: World at War Review

Sehr früh wurde der fünfte Teil der Call of Duty – Serie angekündigt und sehr früh war dann auch bekannt, dass wieder einmal der zweite Weltkrieg die Basis für das Spiel darstellt. Viele Spieler und Fans unter euch nahmen dies mit wenig Begeisterung zur Kenntnis, machte doch gerade der vierte Teil der Serie mit seiner modernen und aktuellen Story viele Spielerherzen sehr glücklich. Aber für eine gewisse Beruhigung war dann auch recht schnell gesorgt, als zum Einen bekannt gegeben wurde, dass die Story nicht an den üblichen Schauplätzen ausgetragen, sondern direkt nach Japan an den Pazifik verlegt wird. Somit wird doch noch ein neuer Fleck der Erde in das Spiel integriert und ihr könnt euch auf neue Landschaften und Gegner freuen. Zum Anderen wurde ebenfalls durch die Entwickler angekündigt, dass es sich beim fünften Teil der Serie um den Letzten handeln soll, der sich mit dem zweiten Weltkrieg beschäftigt. Ob dabei das Spiel die sehr guten Eindrücke seines Vorgängers bestätigen kann und ob der zweite Weltkrieg wieder eine gute Story liefert, dass erfahrt ihr in unserem Review.
Von Japan über Russland nach Deutschland
Heiß ersehnt wurde der Titel bei uns in der Redaktion und die Vorfreude war sehr groß, als wir es endlich in den Händen halten konnten. Direkt nach dem Einschalten der Xbox, die dann direkt auch mehrere Stunden lief, wurden wir dabei vom Spiel mit einer netten musikalischen Animation und düsteren Grafiken an das Hauptthema des Spiels erinnert: Den Krieg. Und dass dieser grausam ist bemerkt man direkt in der Eröffnungsszene des Singleplayermodus. Hier seht ihr das Intro aus der Perspektive des US-Soldaten Miller, der sich in japanischer Gefangenschaft befindet. Mit ihm haben die Japaner einen weiteren Angehörigen der amerikanischen Armee gefasst und führen an beiden ein brutales Verhör durch. Der Kollege von Miller sitzt bereits mit einem blutüberströmten Gesicht gefesselt auf seinem Stuhl und muss immer weitere erniedrigende Methoden über sich ergehen lassen. Als er sich jedoch dafür entscheidet dem japanischen Kommandanten nicht die gewünschten Informationen mitzuteilen und ihm stattdessen ins Gesicht zu spucken ist es schnell um ihn geschehen. Kurz darauf ist eine Befreiungsmission der Amerikaner erfolgreich und ihr befindet euch wieder mitten unter euren Mitstreitern. Ohne eine kleine Verschnaufpause geht es dann direkt zur Flucht über, die euch durch ein kleines japanisches Dorf führt. Hier beginnt die Geschichte im Pazifik, welche euch im späteren Verlauf durch abwechslungsreiche Missionen führen wird. Mit von der Partie sind unter anderem Dschungellandschaften oder verschiedene Höhlensysteme, die eingenommen werden wollen.

Ein Punkt der Call of Duty schon öfters ausgezeichnet hat ist die parallele Behandlung von zwei unterschiedlichen Kampagnen im normalen Einspielermodus. So geschieht das auch in diesem Spiel. In regelmäßigen Abständen wechselt die Storyline zwischen den beiden Geschichten, die vom Prinzip her nichts miteinander zu tun haben. Die dadurch deutlich größere Abwechslung für den Spieler  führt uns aber direkt zu einem Kritikpunkt an dem Spiel (um es vorweg zu nehmen: einer der ganz Wenigen): Man schafft es an dieser Stelle leider nicht ganz sich von den Vorgängern zu lösen, die ebenfalls den zweiten Weltkrieg thematisiert haben. Denn in dieser Geschichte beginnt ihr in Stalingrad, als die sowjetische Armee am Rand der Niederlage steht und die deutschen Soldaten mehrere Soldaten der Sowjetunion hinrichten. Dieses Standardszenario wurde mittlerweile sehr oft aufgegriffen und es hätte wohl mehr frischere Ansätze gegeben als diese Konserve. Jedoch weiß auch die Story hinter den Protagonisten zu gefallen. Ihr liegt in einem Graben und entkommt nur mit Glück den Kugeln der deutschen Soldaten. An der Seite eines russischen Generals flüchtet ihr über mehrere Umwege aus den brisanten Vierteln der Stadt und helft dabei noch den Rachefeldzug der Sowjetunion zu Beginnen. Auf eurem Weg müsst ihr zahlreiche Hindernisse, wie brennende Häuser oder Straßenschlachten umgehen, um danach im Laufe der Geschichte kurz vor den Toren Berlins zu stehen. Interessant klingen diese beiden Geschichten auf jeden Fall und sie sind durch das Spiel auch sehr gut erzählt. Nach jedem Level wird eine kleine Zwischensequenz eingespielt, die die perfekte Überleitung zum nächsten Abschnitt des Spiels darstellt. Eine geschlossene Story also, die dem Spieler den grausamen Krieg erschreckend real darstellt.
Ausgefeilte Taktiken
Gerade die im Pazifik gezeichneten Landschaften lassen einigen Spielraum, um neue Taktiken in das Spiel zu integrieren. Genutzt wurde die Chance durch die Entwickler, und zwar mit Bravour. Die Insel im Pazifik bietet sich ja mit ihren vielen Palmen, Sümpfen, dem Dschungel und vielen Höhlen auch richtig dafür an. Die Gegner nutzen dabei alle Möglichkeiten sehr intelligent und sie machen es euch nicht leicht. Altbewährte Taktiken müssen teilweise umgestellt werden um zum Erfolg zu kommen. So verstecken sich oftmals japanische Scharfschützen auf den Bäumen und snipern von dort sehr genau auf euch. Um dabei nicht das Zeitliche zu segnen heißt es schnell reagieren und den Scharfschützen unschädlich machen. Aber nur wie? Zum einen hilft natürlich immer ein gezielter Schuss, wenn da nicht das Problem wäre, das die Japaner auch die Meister der Tarnung sind und oftmals nur schwer in den Baumkronen auszumachen sind. Abhilfe schafft hier der in das Spiel integrierte Flammenwerfer, der effektiv gegen die Schützen auf den Bäumen eingesetzt werden kann. Somit hat sich das Problem recht schnell gelöst und ihr habt zumindest temporär eine Sorge weniger auf eurem Weg zum Ziel. Auch in Höhlensystemen und in kleineren Räumen hat der Flammenwerfer seine Vorteile, denn die Gegner darin haben oftmals keine Chance den Flammen zu entkommen und so habt ihr schnellen Prozess mit ihnen gemacht und auch unübersichtliche Räume können schnell eingenommen werden. Ein beliebtes Mittel um euch in die Falle zu locken sind die Köder, die die Japaner gerne auslegen. Zum Beispiel dienen hierzu gefangene Kameraden, welche euch schnell in einen Hinterhalt locken und ihr hier erst einmal im Nachteil seid, wenn eine große Masse an japanischen Soldaten angerannt kommt. Zudem ist größte Vorsicht geboten, wenn ihr durch dichte Wiesen streift, denn auch hier warten des Öfteren Gegner auf euch und es können sich aus unachtsamen Bewegungen sehr schnell große Nachteile für euch entwickeln.

Aber die  neuen Taktiken sollen nicht nur zu eurem Nachteil sein, denn auch ihr habt neue Möglichkeiten, einen Kampf erfolgreich zu gestalten. Das beste Beispiel hierfür ist die Option „Luftangriff“. Befindet ihr euch in einem Level, bei welchem ihr an der Küste Kriegsschiffe zur Unterstützung dabei habt, könnt ihr Raketenabschüsse anfordern. Wo genau diese dann einschlagen sollen obliegt euch. Eine äußert effektive Waffe, wenn es darum geht, MG-Stellungen zu zerstören oder ein unübersichtliches Terrain erstmal ein wenig übersichtlicher zu gestalten. Begleitet werden die einzelnen Schläge jeweils durch eine beeindruckende Präsentation. Auch neu im Spiel ist eine Funktion, die es euch erlaubt, dass ihr euch noch am Boden wehren könnt. Sobald ihr mehrere Schüsse eingesteckt habt und nach hinten torkelt, bevor ihr in Richtung Boden sinkt, stürmt der japanische Soldat, der gerade noch auf euch geschossen hat direkt auf euch zu und will euch den letzten Stoß mit dem am Gewehr befestigten Dolch gehen. Hier müsst ihr dann schnell sein, um das Ende doch noch abzuwenden. Denn der richtig getimte Einsatz des rechten Sticks veranlasst eure Spielfigur dazu, den Angriff gerade noch rechtzeitig abzuwehren und selber mit dem Messer den Gegner auszuschalten. Also gerade noch mal Glück gehabt. Aber unbeeindruckt geht es weiter, denn die Levels bieten oftmals noch einige Überraschungen. Jedoch solltet ihr euch nicht zu sicher sein, dass ein Gegner komplett ausgeschaltet ist, wenn er am Boden liegt. Oftmals holt er noch mit letzten Kräften eine Pistole hervor und legt auf euch an. Dies ist besonders fatal, wenn ihr bereits abgedreht habt, um euch den weiteren Missionszielen zu widmen. Vorsicht ist also sehr wichtig in diesem Spiel, da ansonsten alles schnell vorbei sein kann. Dass diese Momente dann aber nicht für allzu großen Frust bei euch sorgen, dafür sorgen die sehr fair gesetzten Savepoints. Denn direkt nach dem Erreichen eines Teilziels einer Mission wird automatisch gespeichert und der zu wiederholende Weg bei einem Scheitern ist nicht allzu groß.

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