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Choplifter HD - Xbox Live Arcade - Testartikel

Autor
Tobias Greiser - HEADCRASH
Erstellt am
11.01.12
Streetdate
11.01.2012
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
inXile Entertainment / Konami
Kommentare
1
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Ballern, fliegen und retten - und das in HD

Warum werden alte Spiele überarbeitet und dann als Remake wieder auf den Markt gebracht? Damit alte Zocker in Nostalgie schwelgen können? Um jungen Spielern die Möglichkeit zu geben Klassiker zu erleben, die vor ihrer Zeit veröffentlicht wurden? Oder einfach nur, um mit bereits fertigen Spielen Geld abzuzocken? Das können wir euch nicht beantworten, wahrscheinlich treffen alle Gründe mehr oder weniger zu. Dafür können wir euch aber sagen, wie sich Choplifter HD spielt. Der Titel ist ein Remake des Originals aus dem Jahr 1983. Satte 1200 Microsoft Points kostet euch das Spiel, was die Entwickler mit der angeblich exzellent überarbeiteten Optik erklären. Wir verraten euch im Testbericht, ob das Spiel sein Geld wert ist und euch die Grafik tatsächlich aus den Puschen haut.

Hilfe von oben

Das generelle Spielprinzip ist natürlich auch nach gut 30 Jahren noch das alte. Ihr sitzt hinter dem Steuerknüppel eines Helikopters und werdet in Katastrophenregionen geschickt. Dabei müsst ihr primär Kriegsgefangene oder andere Personen retten und sie zu eurer Basis zurückfliegen, damit sie dort versorgt werden können. Zudem werdet ihr natürlich von den Aufständischen unter Beschuss genommen und solltet tunlichst zurückballern, um nicht unsanft vom Himmel geholt zu werden. Die Levels sind im 2D-Stil aufgebaut, ihr fliegt also von links nach rechts und wieder zurück. Eure Feinde können sich allerdings auch im Vordergrund des Bildschirms aufbauen. Dann müsst ihr euren Helikopter erst einmal drehen und könnt fortan keine Ziele mehr in eurer eigenen Ebene unter Beschuss nehmen. Die Steuerung ist dabei denkbar simpel. Der linke Analogstick kontrolliert euren Hubschrauber, der rechte wird zum Anvisieren verwendet und mit den Schultertasten startet ihr das MG oder einen Raketenangriff.

Fingerfertigkeit gefragt

Für die Rettung einzelner Personen müsst ihr natürlich landen, wobei ihr tunlichst darauf achten solltet, neben den Hilfesuchenden zu landen und nicht direkt auf ihnen. Für jede verlorene Person bekommt ihr sonst in der Endabrechnung Punkte abgezogen. Da selbstverständlich kein komplettes Gefangenenlager in euren Helikopter passt, müsst ihr mehrfach hin- und herfliegen und dabei immer ein Auge auf der Tankanzeige haben. Außerdem versteckt sich in vielen Levels der Reporter Scoop Sanderson samt seinem Kamerakollegen, der ebenfalls gerettet werden will. Das erfordert kluge Vorausplanung, Fingerfertigkeit und eine Menge Mikromanagement. Bei sämtlichen Missionen fünf Sterne zu holen ist besonders auf den höheren Schwierigkeitsstufen extrem fordernd und hält euch einige Zeit bei Laune. Mit verdienten Sternen könnt ihr neue Hubschrauber freischalten, die mehr Raketen an Bord haben, schneller sind oder mehr Schaden aushalten. Die groß angepriesene HD-Optik ist nicht gerade umwerfend. Natürlich sieht das Spiel deutlich besser aus, als das gut 30 Jahre alte Original. Mit aktuellen hübschen Arcade Titeln wie Trine 2 oder Trials HD kann es sich trotzdem nicht messen. Choplifter HD sieht eher so aus, als wäre die Neuauflage selbst schon wieder zehn Jahre alt.

Fazit

Ältere Spieler dürfen als Nostalgiefaktor auf die Wertung gerne ein paar Punkte draufrechnen, wir bewerten den Titel aber unter heutigen Gesichtspunkten und in Sachen Spielspaß (zumal das Original elf Jahre vor mir das Licht der Welt erblickte). Auch im Jahr 2012 machen die Rettungseinsätze per Hubschrauber noch Spaß und erfordern genaueste Vorausplanung. Die 30 Missionen halten euch ein paar Stunden bei Laune, einen Mehrspielermodus zum kooperativen Lebenretten gibt es leider nicht. Die groß angekündigte neue Grafik ist für ein Arcade Spiel okay, wirkt nach heutigen Standards aber schon wieder veraltet. Zieht euch am besten die Demo vom Marktplatz und entscheidet euch dann, denn für den ziemlich hohen Preis von 1200 Microsoft Points solltet ihr euch einen Kauf des Spiels besser zweimal überlegen.

 

„Ganz unterhaltsam für zwischendurch, aber weit vom Pflichtkauf entfernt“

Pro
  • Spannendes Spielprinzip
  • Versteckter Reporter
  • Mehrere Helikopter
  • Recht schicke Hintergründe
  • Unterschiedliche Settings
  • Einfache Steuerung
Kontra
  • Personen sind teilweise kaum zu erkennen
  • Wenig Bonusmaterial
  • Kein Mehrspielermodus
  • Durchschnittliche Optik
  • Hoher Preis von 1200 Microsoft Points
Einzelspieler
7.0
Mehrspieler offline
-
Xbox LIVE Mehrspieler
-
Steuerung und Gameplay
7.2
Grafik und Präsentation
6.9
Sound, Musik und Special FX
7.3
Sprachausgabe
Keine
Bildschirmtexte
Deutsch
Zensur
Nicht notwendig
Spielzeit ca. in Stunden
+5
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Ab 16 Jahren

Xboxdynasty Gesamtbewertung



Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

Macomedia77 schrieb am 13.01.2012 09:50
Macomedia77 (Stolberg) - RecreationIch weiß echt nicht was das Problem mit der Grafik sein soll? Die sieht überhaupt nicht veraltet aus, und ist überaus gelungen. Ich war sehr überrascht und sehr angetan von der guten Grafik Qualität. Bei dem hohen Preis muss ich euch aber zustimmen.melden

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