Conan Review
Jeder kennt ihn, aber nicht jeder weiß so genau, wer eigentlich dahinter steckt. Die Rede ist von „Conan“, der aus dem von Robert Ervin Howard geschriebenen Roman entspringt. Berühmt wurde der junge Barbar aber nicht etwa durch besagten Roman, sondern durch die Filme mit dem Österreicher Arnold Schwarzenegger. Wie bereits zu sovielen tollen Geschichten gibt es natürlich auch hierzu eine Versoftung. Das schlicht betitelte Spiel „Conan“ ist dieser Tage für die Xbox 360 erschienen und feiert bisher keine allzu großen Erfolge. Woran das liegt und was THQ hätte besser machen können erfahrt ihr in unserem ausführlichen Review. |
Story
Die Geschichte rund um den Barbaren Conan werden viele sicherlich schon aus Büchern, Filmen oder einer älteren Conan-Versoftung kennen. Doch beim Xbox 360-Debüt des Barbaren handelt es sich nicht um einen originalgetreuen Conan-Abklatsch:
Erinnert das Verhalten des Spielcharakters und ein Großteil des Drumherums noch an die abenteuerlichen Geschichten des Originals, so ist die Hintergrundgeschichte des Spiels doch eine völlig andere:
Nachdem ihr zu Beginn des Spiels auf der Suche nach einem Schatz versehentlich den Zauberer Graven freilasst, versucht dieser die Welt zu vernichten. Von nun an gilt es an der Seite eurer späteren verbündeten Amazone A’Kanna den bösen Zauberer aufzuhalten. |
Spielablauf
Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Ihr schlüpft in die Rolle des Barbaren Conan und lauft in jedem Level eine vorgegebene Strecke ab. Währenddessen müsst ihr Gegner erledigen, mit einem Geschütz ein Schiff zerstören und ab und an ein paar Gefangene befreien. Höhepunkte des Spiels sind klar die Bosskämpfe, in die ihr euch alle paar Levels stürzen müsst. Hier erledigt ihr große Drachen, Riesen oder Elefantengötter. Nachdem man sich an die Steuerung gewöhnt hat und den Aufbau dieser Bosskämpfe durchschaut hat, stellen diese sich zwar als nette Abwechslung aber keinesfalls als Herausforderung dar.
Von der Abwechslung zum Altbekannten: Das Belohnungssystem des Spiels erinnert sehr an ein Jump`n Run Spiel für kleine Kinder. Nach fast jeder Aktion erhaltet ihr Energie-, Magie-, oder Erfahrungspunkte. Ob ihr nun eine unbedeutende Kiste zerschlagt oder einem Gegner den Kopf abschneidet, Punkte gibt es fast immer.
Was die Energiepunkte bewirken, sollte eigentlich jedem klar sein. Falls nicht: Die Lebensenergie eures Charakters lädt sich, je nachdem wie viel Punkte ihr bekommt, zum Teil oder ganz auf. Die Lebensenergieanzeige steigt aber auch, wenn man sich einen zufällig in der Gegend herumstehenden Weinkrug schnappt und den Durst seines Helden löscht. Die Magiepunkte erklären sich eigentlich auch von selbst: Die Magieanzeige füllt sich. Ist diese voll, könnt ihr einige sehr hilfreiche Tricks anwenden. Zum Beispiel verwandeln sich alle in der Nähe stehenden Gegner in Stein, den ihr dann zerschlagen könnt. Besonders zum Ende des Spiels sehr hilfreich, da die Gegner immer stärker und mehr werden. Die Erfahrungspunkte erklären sich hingegen nicht so einfach von selbst: Für jeden getöteten Gegner und jede zerschlagende Kiste gibt`s Erfahrungspunkte, die ihr später in neue Moves einlösen könnt. Wir waren angesichts der restlichen Umstände überrascht, dass es so eine große Anzahl verschiedener Kampfattacken ins Spiel geschafft hat. Der Hacken ist allerdings, dass die neuen Attacken gegen Ende des Spiels kaum zur Verwendung kommen. Der Grund ist ganz einfach, dass die Anzahl der Gegner und die Stärke dieser rasch zunehmen und man gezwungen wird immer dieselben Tastenkombinationen zu verwenden um überhaupt eine Chance zu haben.
Apropos Tastenkombinationen. God of War Spieler wird es schon bekannt vorkommen: Zum Öffnen von Türen oder Toren werden auf dem Bildschirm verschiedene Tasten eingeblendet, die ihr zum gegebenen Zeitpunkt betätigen müsst. Das alles ist nach einer kurzen Eingewöhnungsphase allerdings nur noch nervig und unterbricht den Spielfluss.
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