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Condemned - Testartikel

Autor
- xd380
Erstellt am
12.01.06
Streetdate
02.12.2005
Spielgenre
Horrorspiel
Entwickler/Publisher
Monolith Day1 / SEGA
Kommentare
8
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Condemned Review

Condemned ist aufgrund von Microsofts neuer Firmen Philosophie, in Deutschland nicht erhältlich und kann daher nur im Internet, Import Shop, oder im Ausland gekauft werden. Das hat den einfachen Grund, dass es von der USK kein Siegel bekommen hätte, somit indiziert worden wäre, und Microsoft es Sega untersagt hat das Spiel in Deutschland zu veröffentlichen. So hat man dann jedenfalls was Besonderes im Schrank stehen. Das Spiel hat allerdings in der UK, Gerüchten zufolge auch in allen anderen Versionen, deutsche Untertitel und ist Codefree. Das heißt, dass man das Spiel auf allen Boxen, egal ob PAL oder NTSC spielen kann.

Story

In Condemned schlüpft ihr in die Rolle des FBI-Agenten Ethan Thomas, der für die Mordfälle und dessen Aufklärung zuständig ist. Zu Anfang des Spiels seht ihr einen kurzen Film, indem ihr mit dem Auto auf einen schäbigen Hinterhof fahrt. Schon in den ersten Sekunden erschreckt man sich, wenn Ethans Kollege an der Autoscheibe klopft. Dieser führt euch dann auch schon gleich zum ersten Mordopfer führt. Nachdem ihr durch einige dunkle Kellergänge gegangen seid und von einigen Ratten erschreckt worden seid, seht ihr endlich den Tatort. Hier dürft ihr auch schon gleich das Opfer, welches an einem Dinnertisch sitzt und als „Partner“ auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches eine Schaufensterpuppe hat, mit Hilfe von „speziellem Werkzeug die Leiche auf Spuren untersuchen. Dabei müsst ihr bei jedem Fund ein Foto oder eine Probe ans Labor schicken, welches die Daten gleich analysiert. Nebenbei erfahrt ihr noch vom „Match Maker“, auf den bei dieser Tat alle Spuren verweisen. Als der Kollege plötzlich Rauch riecht, ist eines klar: Der Täter befindet sich noch im selben Gebäude. Nun geht die Jagd los. Wie in Horrorspielen üblich, geht ihr alleine auf die Jagd, nachdem die Kollegen einen anderen Weg gehen. Nachdem ihr den Täter gefunden habt und dieser euch eure Waffe zuvor weggenommen hat, mit Welcher er eure Kollegen erschießt, werdet ihr aus dem Fenster geworfen. Am nächsten Tag wacht ihr in Ethans Wohnung auf und merkt, dass ihr nicht alleine seid. Ein unbekannter Mann befindet sich in seiner Wohnung und rät Ethan zur Flucht vor den herannahenden Polizisten, die Ethan verhaften wollen, da sie ihm den Mord an seinem Kollegen anhaften. Ethan flüchtet aus seiner Wohnung und das eigentlich Spiel beginnt...findet den Mörder, beweist eure Unschuld und klärt auf, warum die ganze Stadt in Gewalt versinkt.

Grafik

Grafisch gesehen ist Condemned für bisherige Verhältnisse sehr gut, obwohl das Spiel eher düster gehalten wird, was der Atmosphäre gut tut. Auch die Effekte sind sehr gut gelungen. Wenn Beispielsweise die Gegner durch die Fensterspringen oder eine Leiche einem aus einem Schrank entgegen fällt, füllt man sich durch das nahezu perfekte Zusammenspiel von Bild und Ton, wie in einem guten Film. Auch beim Gebrauch von Schusswaffen hinterlässt das Mündungsfeuer einen guten Eindruck. Negative Aspekte gibt es jedoch auch. So mangelt es der Umgebung selten an Details und man bekommt, wenn auch wirklich sehr selten Pop Up Effekte zu sehen. Alles in allem kann man aber dank der fantastischen Atmosphäre des Spiels über die kleinen Mängel hinweg sehen

Sound

Die Sound Effekte in Condemned sind wirklich genial. Aber auch hier gilt es Abstriche zu machen. So wiederholen sich die Äußerungen der Gegner ständig. Bei ca. Jedem 3. Gegner hört man dasselbe „Fuck You“ und ein auch das gestöhne ähnelt sich ab und zu. Das größte Minus bekommt Condemned von mir im Thema Musik. Hätte mir manchmal ein wenig Musik in dem Spiel gewünscht, aber da war ja nichts… Vor allem wenn man längere Zeit mit Rätseln beschäftigt ist, und man außer ein paar Gegnern und Umwelt Geräuschen (im Spiel) nur das laute Laufwerk der 360 hört. Klar kann man seine eigene Musik hören, aber wenn man außer Ragea, Rock, Metall und HipHop nichts hat, dann muss man wohl ohne Musik auskommen, denn diese oben genannten Musik Richtungen würden nur die Atmosphäre zerstören.

Gameplay

Condemned wird aus der EGO Perspektive gespielt und hat auch die EGO Shooter typische Steuerung. Mit RB wechselt man seine Waffen, mit RT schlägt und schießt man. Mit LB blockt man gegnerische Angriffe, mit LB benutzt man den Elektroschocker. Der „A“ Button ist wie üblich die Aktionstaste, mit Hilfe der „B“ Taste schaltet man, falls verfügbar, die Taschenlampe ein oder aus. Auf Y prüft ihr eure Munitionsvorräte und, falls unten rechts im Bildschirm angezeigt, könnt ihr mit der „X“ Taste euer Werkzeug rausholen. Man kann aber nicht wählen, was man haben will, sondern bekommt automatisch das notwendige Werkzeug. Neben dem UV Licht, mit welchem man Blut Spuren verfolgen kann, dem Laser Light, mit dem man zum Beispiel Fingerabdrücke, Fußspuren, etc verfolgen kann, gibt es noch das Geruchs Messgerät, dass euch zu der Quelle von Gerüchen führt, wo ihr dann meist tote Vögel findet, die ihr entweder sammelt oder nicht. Für fleißige Sammler gibt es dann Auszeichnungen und Erfolgspunkte für die Spieler Karte. Solltet ihr dann was wichtiges gefunden haben, könnt ihr euren Fund mit Hilfe von einem Sampler, einem 3D Scanner und einer Digital Camera direkt ans Labor schicken. Bewegen tut ihr euch mit dem linken Stick und mit dem rechten Stick schaut ihr euch um.

Zwischen den einzelnen Missionen gibt es nicht viele Unterschiede. Am Anfang einer Mission besitzt man keine Waffe, die man aber schnell in Form eines Rohres oder eines Brettes findet, muss mit Hilfe der oben aufgeführten Utensilien nach Hinweisen suchen und muss nebenbei auch noch gegen sich mit der Zeit ähnelnde Gegner kämpfen. Hier gibt es auch nicht allzu viel Abwechslung. Ihr schlagt den Gegner 2x mit einem Brett, oder einem der vielen Rohre ins Gesicht und führt, wenn ihr wollt noch einen Finishing Move aus. So könnt ihr eurem Gegenüber noch einmal durch einen Genickbruch den gar ausmachen. Am Anfang des Spiels kann es noch vorkommen, dass euch ein Gegner in die enge nimmt und ihr mit Hilfe der beiden Mini Sticks ausbrechen müsst, wenn man das blocken nach einer Zeit aber drauf hat, kommt dies nur noch selten vor. Das klingt nicht nur brutal, ist es auch. Zwar gibt es einige härtere Spiele, aber Condemned kann sich schon dicht hinter Titeln wie Manhunt einreihen.

Wer jetzt den Eindruck hat, dass es dem Spiel an Abwechslung fehlt, der irrt sich. Man hat nie das Gefühl, dass man das irgendwo schon gesehen hat. Die Locations unterscheiden sich stark voneinander. Spielt das erste Level noch in einem schäbigen Hinterhof, findet man sich im Laufe des Spiels in Gassen, einer Schule, einem Pausenhof, einer Farm, einem verlassenen Haus… wieder. Und da das Spiel so mitreißend wie kein zweites ist, kostet es viel Überwindung, das Spiel nicht in einem Stück durchzuspielen. Dafür habe ich als mittelmäßiger Spieler ca. 10 Stunden gebraucht.

Was mich am Gameplay gestört hat, war die Tatsache, dass man manche Türen mit einem Vorschlaghammer und andere Wiederum mit einer Axt oder einem Brecheisen öffnen konnte. Außerdem kann man nur eine einzige Waffe aufnehmen. Das ist ziemlich ärgerlich, wenn man eine Shotgun gefunden hat, aber um die nächste Tür öffnen zu können eine Axt braucht. Dann hat man keine Waffe mehr und muss die Gegner mit der Axt beseitigen.

Fazit

Mich hat das Spiel von der ersten Minute an gefesselt. Ich konnte mich nur schwer nach ca. 6Stunden vom Spiel losreißen und habe die andere Hälfte dann in einer anderen Etappe von 5Stunden gespielt. Über die Gameplay Fehler kann man klar hinwegsehen und das Spiel ohne sich andauernd aufzuregen Genießen. Durch die teilweise fehlende Musik, hat das Spiel an Atmosphäre eingebüßt aber Notfalls tuts da auch die eigene Musik. Wer eine 360 hat und brutale Spiele nicht verabscheut, der sollte zugreifen oder das Spiel mindestens einmal gespielt haben.
Pro
  • Gute Atmosphäre,...
  • Das Spiel ist spannend ab der ersten Minute
  • Gute Grafik
  • Abwechslungsreiche Locations
  • Kontra
  • die leider durch die fehlende Musik heruntergezogen wird.
  • Eintönige Level
  • Gameplay Fehler (Axt,etc..)
  • Einzelspieler
    9.0
    Mehrspieler offline
    -
    Xbox LIVE Mehrspieler
    -
    Steuerung und Gameplay
    8.0
    Grafik und Präsentation
    8.5
    Sound, Musik und Special FX
    7.5
    Sprachausgabe
    englisch
    Bildschirmtexte
    deutsch
    Zensur
    Zensiert
    Spielzeit ca. in Stunden
    +10
    Geeignet für
    Anfänger bis Profis
    Altersfreigabe
    Ab 18 Jahren

    Xboxdynasty Gesamtbewertung



    Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

    Iron Becks schrieb am 29.01.2006 13:50
    Iron Becks (Bielefeld) - RecreationIch hatte das Spiel nach 6:30 Stunden schon durch. Und das kann bei einem Spiel für 70 Euro nicht sein.melden
    Dark_Master schrieb am 22.01.2006 18:54
    Dark_Master () - n1 matze ;)melden
    Zielfahnder schrieb am 14.01.2006 20:03
    Zielfahnder (am Arsch der Welt) - Undergroundganz gut geschriebenmelden

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