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Condemned

Erstellt am
13.10.2010
Streetdate
02.12.2005
Gametyp
Horrorspiel
Entwickler
Monolith Day1
Publisher
SEGA
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Hits
560

User Artikel Condemned

Richtige Horrorspiele sind bis dato so gut wie ausgestorben. Resident Evil ist mehr auf die Adrenalinschiene abgefahren, Silent Hill entfernt sich auch von den Wurzeln der Angst und des Schreckens und lässt euch als trainierter Ex-Soldat gegen die finstere Seite des alten Silent Hills antreten. Nehmen wir in diesem Fall aber die älteren Teile. Ja. Sie waren ohne jeglichen Zweifel gruselig, aber so wie das Game, welches ich jetzt einem knallharten Test unter ziehen werde, hat mir keines in meiner Gamingkarriere einen solchen Schrecken eingejagt.
Condemned: Criminal Origins aus dem Hause SEGA.
2005 ist Condemned erschienen und das exklusiv für Microsofts Next-Gen Konsole und war für damalige Verhältnisse eine Stimmungsgranate. Kann diese heute auch noch zünden oder ist der Grusel von vor fünf Jahren bereits erloschen?





Wie ein Mord das Leben einer ganzen Stadt auf den Kopf stellt...

Ihr seid Ethan Thomas, Agent der Serial Crime Unit (kurz auch SCU genannt) und sollt mit einem Kameraden einen Mordfall untersuchen, der in der Innenstadt der namenlosen Metropole getätigt wurde. Anfangs noch alles normal verlaufend, folgt ihr eurem Supervisor bis zum Ort des Geschehenen. Durch verwinkelte Gassen und versteckte Türen geht es, bis dann auf einmal das Licht ausgeht und nun die Taschenlampe verwendet werden muss, die ab dann zum ständigen Begleiter des Protagonisten wird.
Seit ihr nach dem ersten angstauftreibendem Weg nun endlich am Tatort angelangt findet ihr den leblosen Körper einer jungen Frau vor, welche mit Hilfe mehrere Schaufensterpuppen krank in Szene gesetzt wurde. Sie liegt auf dem Boden vor einem Tisch liegend, an dem auch noch eine Puppe eines Mannes zu sitzen scheint. Um den Tisch herum stehen noch unzählige Kinderpuppen herum, wo jeder einzelnen das Gesicht ausgehohlt wurde. Neben diesen krankhaften Sachen verleihen einem an die Wände gezeichnete Augen den letzten Schub zu einer Gänsehaut. So viel Abartigkeit schon nach den ersten Minuten? Wie geht es denn nun weiter?
Mit dem UV-Licht untersucht ihr das Opfer. Nach dem ihr einen seltsamen Händeabdruck gefunden habt, dessen 'Besitzer' anscheinend der Zeigefinger fehlt, geht alles los.
Eure Kollegin Rosa identifiziert den Killer als den 'Match Maker'. Dieser seit geraumer Zeit tätige Massenmörder ist dafür bekannt, junge Frauen brutal zu strangulieren und sie mit Schaufensterpuppen bizarr in Szene zu setzen.
In einer raschen und plötzlichen Halluzination seht ihr den mutmaßlichen Killer, wie er das Gesicht einer Puppe ausschneidet. Mit dem Schrei eines Detectives, dass hier am Tatort jemand qualmen würde, endet sie und schon beginnt die Jagd auf den Mörder. Typisch für einen Horror-Shooter begeben sich eure Kumpanen zusammen auf die Suche, woraufhin ihr alleine unterwegs seit um den ausgefallenen Strom wieder in Kraft zu setzen. Daraufhin lässt die erste Begegnung mit Psychopathen nicht lange auf sich warten.


Wenn einfache Atmosphäre zum Verfolgungswahn wird...

Wie man bereits annehmen kann, wenn das Wort 'Horror' fällt, sieht es im Bereich Atmosphäre immer (bzw. meistens...) sehr gut aus. Ob dichte Atmosphäre was beim simplen Knacken der Rohre im Inneren der Bauten beginnt oder pure Angst, wie im Falle von Condemned versprüht, da man den gesamten Spielverlauf von Schockattacken, Überraschungen und auch Verfolgunswahn heim gejagt wird. Bestes Beispiel:
Auf der Flucht vor der Polizei da man euch dem Mord an einem Kollegen in die Schuhe geschoben hat, flüchtet ihr in ein verlassenes Kaufhaus. Alles wirkt sicher, bloß das Licht ist aus... Ihr macht eure ersten Schritte und zu all den dunklen Räumen, knackenden Rohren, heulenden Sirenen und euren eigenen Schritten bewegt sich urplötzlich eine Schaufensterpuppe aus ihrem Kasten über den Flur und macht mit einem marschierendem Marsch die Panik perfekt. So genug der Spoilerei, nur wollte ich noch erwähnen, dass mir dieser Moment bestätigt hat, dass ich mich das erste Mal bei einem Horrorspiel so richtig gefürchtet hab.

Wenn es ums nackte Überleben geht, wird alles zur Waffe...

Für einen Ableger des (Survival-)Horror Genres hat man in Condemned ein wirklich gutes Kampfsystem parat inklusive einem Waffenreportiere wo einem die Augen herausfallen könnten. Alles was ihr in eurer Umgebung so zu Gesicht bekommt, kann als Waffe verwendet werden. Sei es ein Eisenrohr von einem Gaskanal oder ein Brett von einem Schrotthaufen. Das verleiht dem Spiel einen gewissen Charme des Überlebens, weshalb man Condemned ohne Probleme ins Survival-Horror Genre einordnen kann, da man wirklich ums überleben kämpft.
Natürlich habt ihr nicht nur diverse Objekte für den Nahkampf zur Verfügung, nein im gesamten Spielverlauf, sammelt ihr auch das ein oder andere Schießeisen, wie etwa die klassische 9mm Pistole, eine Schrotflinte, eine Maschinenpistole oder auch ein Sturmgewehr. Es sei gesagt, dass jede Schusswaffe bloß über eine begrenzte Anzahl an Munition verfügt und nur ein Magazin gleichzeitig aufgenommen werden kann, anders als in anderen Shooter, wo ihr mit ganzen fünf Waffen auf einmal herumläuft, aber diese Tatsache sei nun dahingestellt.

Story, anyone?

Selbstverständlich hat Condemned auch eine Handlung, obwohl dies bei der der Überschrift weniger danach aussehen könnte. Aber warum genau dies und das gerade über den Bildschirm flimmert, kann man bei den ersten Malen Durchspielen nicht immer korrekt erkennen. Ja, der Serienkiller den man jagt muss gefangen werden, ich weiß. Aber die Antwort auf die Frage wieso zum Beispiel die Schaufensterpuppen lebendig werden oder warum die bizarrsten Monster, welche man sich nicht in seinen schlimmsten Albträumen ausmalen hätte können, durch die verschiedensten Flure schländern.
Gegen Ende könnte man aber meinen, dass Ethan verrückt ist, sich das alles nur einbildet und langsam komplett den Verstand verliert. Eigenartige Phänomene wie zum Beispiel sich plötzlich umstellende Objekte von jetzt auf gleich sind da nur die harmloseste Variante. Das geht von dahin bis man sich plötzlich in einer schwarz-weiß negativen Parralleldimension befindet und man keinen Ausgang oder eine Entscheidung über seine Taten hat.

"Condemned will really fck with your mind", ist eine zutreffende Beschreibung.

==:FAZIT:==

Ich weiß nicht direkt welches Fazit ich Condemned nun verpassen soll. Einerseits ist der Titel ohne Frage eine der Referenzen im Horror-Genre, heute wie damals. Auf der anderen Seite jedoch weißt der Titel nicht gerade das innovativste Konzept bzw. Gameplay auf um mit der heutigen Generation mithalten zu können.
Leute die gerne stundenlang im Dunkeln auf Monsterhatz ohne jeglichen Realismus sondern bloß mit einer wirklich abgedrehten Handlung gehen, ist der Titel zweifelsohne zu empfehlen, da jeder der Condemned auch nur ansatzweise angespielt hat, seine Finger nicht so leicht vom Pad legen kann, da man um jeden Preis aufdecken will, was jetzt passieren wird und wie alles ausgehen wird. Alle denen Titeln wie Silent Hill 4 oder Resident Evil 4 zu gruselig waren ist auf jeden Fall abzuraten, da Condemned in einer anderen Liga spielt und in diesem Fall das Anspielen auf eigene Gefahr erfolgt und ich nicht für nasse Hosen oder vielleicht auftretende psychische Schäden hafte.


(dw)

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Positive Aspekte:

verdrehte Welten, ohne wirkliche Story ein totaler Schocker!, Kampfsystem mit Wiff, riesiges Waffenportfolio, faire Rücksetzpunkte, packende Handlung, deutsche Untertitel

Negative Technik:

nicht mehr zeitgemäße Technik, vielleicht zu düster, einige Bugs, zu kurze Spieldauer, Story schwer verständlich, Tagsüber nicht spielbar

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Gesamtbewertung von TheLivingVirus

8.3

xMISAx95 schrieb am 01.06.2011 18:27
xMISAx95 () - Der erste Fall hat sich ja schon ziehmlich gut an gehört und wenns nicht so teuer ist holl ich es mir bald . Und ziehmlich guter Artikel .^^melden
AntidoteXxDCxX schrieb am 28.12.2010 12:30
AntidoteXxDCxX () - Sehr schönes und ausführlichhes Review.
Habe selten ein Spiel gespielt, welches mich so in den Bann gezogen hat und so erschreckende Momente hatte.melden

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