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Xbox Fanaward

Conflict Denied Ops - Testartikel

Autor
Chris Geissler - DigitalMessiahU
Erstellt am
24.02.08
Streetdate
15.02.2008
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
Pivotal Games / EIDOS
Kommentare
3
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Conflict Denied Ops Review

Wenn die US-Regierung Informationen benötigt, jedoch mit einer Operation nicht in Verbindung gebracht werden möchte, dann schlägt die Stunde ihrer inoffiziellen Agenten. Die für verdeckte paramilitärische Einsätze verantwortliche Special Activities Division ist als Unterabteilung der CIA dem National Clandestine Service unterstellt. Die Mitglieder dieser Einheit haben keine Identität. Sie haben weder Besitztümer, noch Papiere oder Kleidungsstücke, die zu ihren Auftraggebern zurückverfolgt werden könnten. Im Mittelpunkt von CONFLICT: DENIED OPS steht die Arbeit dieser perfekt ausgebildeten Spezialisten.

Bereits mit Conflict: Global Storm, Conflict: Desert Combat und Conflict Desert Combat 2 gelang es vor einigen Jahren dem Entwickler Team von Pivotal Games, sich einen Namen im Taktik Shooter Genre zu machen, nun soll auch bald ein erstes Spiel aus der Conflict Reihe für die Xbox 360 erscheinen. Aber ist Conflict: Denied Ops eine gelungene Operation oder sollte man diesem Konflikt lieber aus dem Weg gehen?
Verdeckte Ermittlungen an der Tagesordnung

Conflict: Denied Ops dreht sich um die Missionen zweier SAD (Special Activities Division) Agenten des amerikanischen Geheimdienstes CIA, die verhindern sollen, dass ein machthungriger Diktator nukleare Waffen in die Hände bekommt. Ihre Reise führt sie über 3 Kontinente und konfrontiert sie mit gefährlichen und extrem mächtigen Leuten, die den Waffenschmuggel kontrollieren.

Ein schlagkräftiges Duo

Reggie Lang, der 28 Jahre alte dunkelhäutige Amerikaner brach nach den Ereignissen des 11. Septembers seine Football Karriere ab und trat dem FBI bei. Seit diesem Zeitpunkt war er an diversen Verhaftungen von hochkarätigen Al Qaeda Mitgliedern beteiligt und gilt als furchtloser Krieger. In seiner ersten Mission für das SAD besteht seine Hauptbewaffnung aus einem MG mit dem er selbst die hartgesottensten Gegner in die Knie zwingen kann.

Lincoln Graves ist ein 47 jähriges, ehemaliges Mitglied der Spezialeinheit Delta Force und nahm unter anderem auch im Krieg in Afghanistan teil, wo er gegen die Al Qaeda und Taliban kämpfte. Für sein fortgeschrittenes Alter verfügt Graves über eine erstaunliche Kondition und ist zudem noch Vater von 2 Töchtern. Er gilt als gläubiger Christ und absoluter Patriot. Seine Hauptwaffe ist ein Scharfschützengewehr mit dem er einer Fliege die Flügel einzeln ausschießen könnte.
Ein Team aus Spezialisten unter eurem Kommando

Ein besonderes Feature in Conflict:Denied Ops, ist die Fähigkeit mit dem B-Knopf zwischen den beiden Hauptcharakteren hin und her zu wechseln, um deren spezielle Fähigkeit individuell nutzen zu können.

Geht die Munition mal aus, drückt ihr den X-Knopf um eure Waffe nachzuladen, Interaktionen mit der Umgebung oder Fahrzeugen werden über den A-Knopf ausgeführt und reicht eure Feuerkraft mal nicht gegen die Kontrahenten aus, dürft ihr über den Y-Knopf auch in den alternativen Feuermodi schalten (im späteren Verlauf des Spiels). Gegen Panzer oder leicht - schwer gepanzerte Fahrzeuge, dürft ihr auch Geräte wie die Panzerfaust von Lang einsetzen, die ihr über gedrückten Y-Knopf im Inventar auswählen könnt wenn ihr diesen haltet.

Wollt ihr lieber auf Nummer sicher gehen, lasst ihr euren Kameraden mit LT vorrücken und sollte er mal nicht hinterher kommen, dürft ihr ihm auch einen Folgen / Sammeln Befehl erteilen, indem ihr den LT-Knopf gedrückt lasst. Wie es sich in einem Shooter gehört, ist eure Munition vor allem für eine Sache gut - geleert zu werden und das lässt sich mit RT bewerkstelligen. Wird es mal eng, lasst ihr euren Kollegen einfach Sperrfeuer mit dem LB-Knopf legen oder haltet die LB Taste etwas länger gedrückt und werft eine von euren Granaten.

Im Eifer des Gefechtes verliert man schon mal die Missionsziele aus den Augen, darf sich diese jedoch mit BACK erneut ansehen und wenn es einem mal zu viel werden sollte, das Spiel auch über START pausieren.

Per Digipad steuert ihr eure Sichten. So könnt ihr beispielsweise mit dem Digipad nach oben in einen Zoom oder die später verfügbare Waffenkamera schalten oder euch mit gedrücktem Digipad nach links und rechts eben in diese Richtungen

Der linke Analog Stick steuert eure Bewegungen und eure Körperhaltung, die besonders bei Gefechten entscheidend sein kann. Müsst ihr beispielsweise eher leise vorgehen, solltet ihr den linken Analog Stick drücken um in die Hocke zu gehen bzw. euch sogar ganz hinzulegen denn in der Hocke werden eure Schritte gedämpft und euer Zielgenauiggkeit leicht verbessert. Scharfschützen sollten sich jedoch lieber gleich auf den Boden legen, ist dann die Zielerfassung doch am ruhigsten und genausten. Fortbewegen könnt ihr euch natürlich ebenfalls über den linken Analog Stick. Mit dem rechten Analog Stick steuert ihr die Kamera um die beiden Helden herum oder schaltet bei gedrückten Stick in die Ego Sicht.
Und so spielt sich Conflict: Denied Ops

Nach den diversen Hersteller Logos findet ihr euch im Hauptmenü wieder über das ihr die Optionen und Modi erreichen könnt. Zur Verfügung stehen der Einzelspieler Modus, ein Mehrspieler Modus der neben Team Deathmatch und Deathmatch auch den Conquest Modus beinhaltet, sowie die Optionen, über die ihr Helligkeit, Gamepadbelegung, Musik und Sound euren Wünschen entsprechend einstellen könnt.

Nachdem ihr den Einzelspieler Modus Knopf gedrückt habt, starten 2 kleine gerenderte Zwischensequenzen, die euch ein wenig mit der geopolitischen Situation und den Charakteren vertraut machen sollen, gleich danach startet das Missionsbriefing für eure erste Mission, die euch nach Südamerika führen wird. Euer Missionsziel ist es den Server innerhalb eines ehemaligen Klosters zu hacken und ihn danach zu zerstören. Das sollte eigentlich doch recht einfach sein, oder?

Nach relativ kurzer Ladezeit findet ihr euch im inneren des ehemaligen Klosters wieder. Die Zeichen der Zeit sind nicht zu übersehen, überall liegen Bestandteile des ehemaligen Mauerwerks herum - das Kloster ist eine Ruine und gleichzeitig das Tutorial für euren ersten Einsatz als SAD Agenten.

Mit dem B-Knopf wechselt ihr zunächst zu Graves und holt die schallgedämpfte Pistole hervor um kein Aufsehen zu erregen. Ihr bewegt euch vorsichtig und dank dem zuvor gedrückten linken Analog Stick, geduckt vorwärts - das ist auch gut so denn die KI reagiert in Conflict: Denied Ops auf laute Geräusche und in der Hocke seid ihr wesentlich leiser als aufrecht. Ihr verlasst eure Deckung und seht euch zunächst um. Vor euch erhebt sich eine etwas höhere Plattform und das Spiel zeigt euch an, dass ihr diese mit dem A-Knopf hinauf steigen könnt, was ihr auch sogleich tut. Nur wenige Schritte von euch entfernt, taucht plötzlich ein Gegner auf, der aber dank eurer schallgedämpften Waffe keine große Bedrohung darstellt und schon nach 3 oder 4 Schuss das virtuelle Zeitliche segnet. Nochist es euch nicht bewusst, aber genau jetzt seid ihr dem ersten Problem unter dem Conflict: Denied Ops leidet, begegnet. Die gegnerische KI ist zwar nicht gerade eine Intelligenzbestie, kann dafür jedoch jede Menge Kugeln einstecken und rennt manchmal selbst nach 3-4 Treffern aus dem MG noch munter in der Gegend herum. Von all dem ahnt ihr aber im Moment noch gar nichts und geht weiter.

Die direkt vor euch liegende Brüstung fällt euch ins Auge, die Baufälligkeit und auch die Gegner in der unteren Etage sind nicht zu übersehen. Genausowenig wie die Benzinkanister, Holzkisten und Propangasflaschen, die achtlos in der Gegend abgestellt wurden. Naja, das wird ja schliesslich nicht immer so sein, denkt ihr und seid damit leider auf dem Holzweg. Tatsächlich werdet ihr im Verlauf des Spiels noch öfter auf Situationen stoßen, in denen Kanister oder leicht entzündliche Fässer in der Gegend abgestellt wurden und so offensichtlich platziert wurden, dass man ihnen genauso gut ein Schild mit der Aufschrift Bitte beschießen umhängen hätte können. Nur EAs Black hatte noch offensichtlichere Platzierungen von explosivem Material in der Spielumgebung - und dort war es pure Absicht weil das Spiel mehr Wert auf Action als auf Taktik legte, aber weiter im Text.

Ihr wechselt zum Inventar (Y) und wählt Graves Scharfschützengewehr aus. Vorsichtig visiert ihr die KI Gegner an und versucht einen Volltreffer zu landen, schießt jedoch leider daneben - in der Hocke hätte das besser funktioniert. Da Graves Scharfschützengewehr jedoch zu Beginn des Spiels nicht schallgedämpft ist, hat das die Gegner alarmiert, die nun das Feuer erwiedern. Ein Projektil nach dem Anderen saust durch die Luft und schlägt gewaltige Löcher in die Wand neben euch. Unter dem ständigen Beschuss zerbricht auch ein weiteres Stück Mauerwerk vor euch. Wohl ein Vorgeschmack auf die zerstörbare Umgebung, die Eidos auf dem Cover des Spiels so groß anpreist, denkt ihr aber irrt hier leider. Nach dem was wir gesehen haben, sind nur bestimmte Stellen wirklich zerstörbar, diverse andere Zerstörungen finden zwar statt, jedoch oft nur als Teil eines Skriptes - kein Frostbite Konkurrent also. Der erfolgreiche Beschuss eurer Deckung, zwingt euch eine Neue aufzusuchen. Hinter euch schlägt ein Projektil nach dem anderen ein und große Löcher zeugen von der Durchschlagskraft der Geschosse. Ja, dass Spiel stellt Einschusslöcher dar und versucht so ein wenig Realismus und Action zu vermitteln, leider kommen diese Verformungen der Levelstruktur aber nicht voll zur Geltung denn nur allzu oft wirkt eine Textur verschwommen und detailarm, ja geradezu lieblos draufgeklatscht.

Auch auf die Charaktermodelle lässt sich diese Feststellung leider übetragen, da können noch so viele schöne Modeldetails kreiert worden sein, die Texturen werden diesen nicht oder nur sehr selten gerecht - vor allem an den Gesichtern der Protagonisten fällt dies auf und wirkt störend in Anbetracht der Power, die in einer Next Generation Konsole steckt.
Ein Kampfhelikopter (HIND) taucht auf und dessen Bordschütze beginnt euch zu beschießen. Über Funk erhaltet ihr den Hinweis den Schützen aufs Korn zu nehmen. Gut das Graves nie ohne Scharfschützengewehr aus dem Haus geht. Ein gezielter Schuss aus der Hocke oder im Liegen - für einen ruhigeren / präziseren Schuss und der Bordschütze stürzt zu Boden. Die Sache hat jedoch leider einen Haken - HINDs scheinen das neue Schwarz zu sein denn so oft wie in diesem Spiel, haben wir noch nie einen gesehen. So dürft ihr in einer Mission einen russischen Verbündeten gegen einen HIND und Horden von Gegnern verteidigen, in einer anderen beschießt ihr - ganz richtig - einen HIND um den Landeplatz für eure Abholgelegenheit zu sichern usw. Es kommt einem mehr als einmal der Gedanke, dass die Entwickler einen Faible für Hubschrauber haben - speziell Abstürzende.

Gerade aus diesem Grund kommt es uns einfach nicht in den Sinn, warum eine Organisation wie die CIA keinen bewaffneten Kampfhubschrauber wie einen für verdeckte Einsätze geeigneten (und im wirklichen Leben oft von der CIA genutzten) Blackhawk zum Abholen der eigenen Einheiten schickt. Erklären lässt sich das leider auch nicht mit dem Geheimhaltungsfaktor, sicher würde ein Blackhawk unweigerlich zu dem Schluss führen, dass amerikanische Einsatzkräfte in den Angriff verwickelt waren, aber spätestens wenn ein Apache euch gegen Ende der ersten Mission Bodenunterstützung gibt oder ein Kampfjet die Landezone in einer späteren Mission bombardiert, um euch beim endlosen Ansturm feindlicher Kräfte zu helfen, dürfte es ohnehin mit der Geheimhaltung vorbei sein. Das führt auch unweigerlich zum nächsten Glaubwürdigkeitsproblem, dass Conflict: Denied Ops hat.

Generell gibt es keine einzige Mission, in der ihr nicht zuletzt Massen von Gegnern überleben oder irgendwelche Flugobjekte HINDs, Kampfjets oder Panzer zerstören müsst, um abgeholt werden zu können. Das mag auf der einen Seite actionreich klingen, ist es zugegeben sogar teilweise auch, aber leider alles andere als realistisch, würde sich doch ein erfahrener Pilot eine nicht umkämpfte Landezone aussuchen um Verbündete aufzunehmen, selbst wenn noch so viele Nachschubkisten in Gebäuden darauf warten, dass ihr eure Panzerfaust, euren Granatenhaushalt oder eure Munition neu auffüllt.

Nicht gerade als ein Freund langer Wege bekannt, entscheidet ihr euch, statt der Treppe lieber das Geländer nach unten zu nehmen. Ihr drückt den A-Knopf um darüber zu klettern und euch nach unten fallen zu lassen, aber nichts passiert. Ohne es zu wissen seid ihr auf ein weiteres Problem gestoßen. Es ist leider keine Seltenheit, dass ihr vor einem Objekt erst einmal genau die richtige Stelle bzw. den richtigen Abstand finden müsst um damit interagieren zu können. Habt ihr diese Stelle jedoch gefunden und den A-Knopf gedrückt, schwingen sich Lang & Graves ohne Probleme über das Geländer.
Ganz richtig, Lang und Graves tun das. Die Koop KI ist tatsächlich klug genug, euch so schnell es geht zu folgen und dabei noch selbstständig Gegner zu bekämpfen, was besonders wenn die eigene Gesundheit schwer angeschlagen ist, gut zur Geltung kommt denn verliert der Bildschirm plötzlich an Farbe, fallt ihr zu Boden, blinkt ein EKG unter dem Namen eures Charakters und der Countdown läuft, gibt es nur 2 Möglichkeiten euer virtuelles Alter Ego vor dem sicheren Ableben zu bewahren:

1. Ihr wechselt zu eurem Zweitcharakter, kämpft euch zu eurem Kameraden durch und jagt ihm die rettende Spritze in den Körper.

oder

2. Ihr lasst mit LT einfach den Prophet zum Berg bzw. euren KI Kollegen zu euch kommen und euch retten.

Die Wegfindung der KI ist im Regelfall sogar so gut, dass sie teilweise Abkürzungen nutzt. Je nachdem welcher Charakter den anderen rettet, hat dieser einen Spruch parat wie z.B. Ich schaff das hier nicht alleine Bruder oder Ich lass dich hier nicht sterben. Das mag auf der einen Seite ungeheuer kameradschaftlich klingen, aber vor dem Hintergrund das die beiden Charaktere sich eigentlich gar nicht so richtig leiden können, wirkt das doch etwas unglaubwürdig, vor allem wenn man die Frotzeleien bedenkt die sich die beiden vor Missionsstart und nach Missionsende so an den Kopf werfen - nur um danach ohne Probleme zusammen zu arbeiten. Aber zurück zum Server. Kurz vor dem eigentlichen Zielort eurer Mission, findet ihr eine der diversen Munitionskisten an denen ihr euch jederzeit bedienen dürft. Somit lassen sich Panzerfäuste, der Handgranatenhaushalt oder die primäre Schusswaffe mit neuer Munition versorgen.

Endlich angekommen seht ihr den Serv....Verzeihung Laptop vor dem Tisch stehen und wechselt zu Lang. Warum ist schnell erklärt. Aus irgendwelchen uns unbekannten Gründen, hat Lang keinerlei Erfahrung mit Dingen wie Bomben entschärfen (Moment, er war doch beim FBI..) oder diversen anderen Tätigkeiten, die deswegen allein Graves durchführen muss. Während Graves also den Laptop hackt sollen wir ihm Feuerschutz gegen mögliche Gegner geben. Das klingt cool, ist aber absolut sinnlos denn es wird kein Gegner kommen. Zurück auf dem Platz der ehemaligen Benzinkanister usw. steht ihr der einzigen Tür gegenüber, die in eine Richtung führt, in der ihr bisher noch nicht wartet und geht darauf zu. Dummerweise ist die Tür verschlossen - aufsprengen oder gar zerschießen lässt sie sich nicht - hier hätte die zerstörbare Umgebung punkten können.
Doch stattdessen heißt es Warten bis eine weitere, kleine Gruppe der KI hereinstürmt, um von euch niedergeschossen zu werden. Leider ist die KI der Gegner nicht sonderlich clever, selten nutzt sie Deckung bzw. Rauchgranaten um sich zu schützen, steht aber dafür wesentlich öfter gerne ungeschützt in der Gegend herum (z.B. in Gestalt eines russischen Piloten den ihr schützen sollt und der unter schweren Beschuss gerät, sich aber partout nicht in sichere Deckung begeben will). Aussetzer bei der Koop KI hingegen sind eher selten. Sie erfasst selbstständig Ziele, bekämpft diese und hat lediglich bei Fahrzeugen einige Probleme. So reicht es beispielsweise manchmal nicht, einfach ein Fahrzeug zu betreten damit die KI auch einsteigt sondern man muss sie mittels Befehl (Fahrzeug anvisieren und kurz LT drücken) erst höflich dazu auffordern. Das kann manchmal schon ein wenig an den Nerven zerren - vor allem wenn man unter Panzerfaust Feuer gerät und in einem Luftkissenfahrzeug bzw. Panzer sitzt. Richtig, hin und wieder dürft ihr euch auch gegen Panzer behaupten, während ihr selbst in einem solchen verweilt und entweder das Bordgeschütz steuert oder den schweren Koloss selbst fahrt - Hot Swapping dank dem B-Knopf sei dank. Warum die KI nicht zum Extraktionspunkt fahren kann? Wir wissen es nicht.

Gleich kracht es

Virtuelle Kugeln zischen an euch vorbei, schlagen in die Wände ein und Explosionen klingen auch ganz nett, soundtechnisch verliert CDO jedoch gegen diverse andere Taktik-Shooter, selbst wenn diese nicht das Niveau von Call of Duty 4 haben. Allein die Synchronstimmen sind, zumindest in der englischen Version, akzeptabel.

Soundtracks die Atmosphäre schaffen (oder auch nicht)

Wir können es nicht beschwören, aber es kam uns irgendwie so vor, als ob die Hintergrundmusik in fast jedem Level gleich war. Anfangs klingt diese noch ganz gut, aber spätestens nach dem 2. oder 3. Mal betätigt man den Musik Regler und deaktiviert sie vollkommen - Stimmung will keine aufkommen.

Im Westen nichts Neues

Der Mehrspieler Modus bietet Standardkost wie Team Deathmatch, Deathmatch und Conquest. Team Deathmatch und Deathmatch dürften euch bereits hinreichend bekannt sein, geht es dort doch schon seit Jahren um das eigene virtuelle Leben bzw. das Überleben des eigenen Teams. In Conquest gilt es Flaggenpunkte einzunehmen und für einen bestimmten Zeitraum zu halten.
Conflict: Denied Ops versucht keine großen Experimente und scheint sich auch gar nicht sonderlich anzustrengen, etwas besonderes sein zu wollen sondern wirkt eher wie einer von vielen Taktik-Shootern. Stealth Elemente kommen nicht wirklich zur Geltung, das obligatorische Nachtsichtgerät (dass sich wohl in den Brillen zu verstecken scheint denn wir konnten es nicht sehen)  und die schallgedämpfte Pistole wirken eher wie ein Nice-to-have Objekt, als ein Element des Gameplays - zu sehr ist der Titel dafür auf Action ausgelegt. Logikfehler sind nicht selten und auch das Missionsdesign haben andere Spiele schon wesentlich besser hinbekommen (oft sucht man z.B. den Punkt, der den entscheidenden Trigger auslöst und die Mission weiter laufen lässt). Die Grafik und Modelqualität ist längst nicht mehr zeitgemäß und unterfordert Next Generation Konsolen wie die Xbox 360 deutlich. Die Charaktere wollen zwanghaft komisch sein, indem sie sich gegenseitig "beleidigen", nur um dann jeden einzelnen Befehl des Anderen ohne Murren auszuführen - das wirkt unglaubwürdig wenn nicht sogar aufgesetzt und ist der Atmosphäre, die das Spiel leider erfolglos versucht zu erzeugen, nicht zuträglich.

Überhaupt schafft es das Spiel einfach nicht, einen zu motivieren oder gar einen Spannungsbogen aufzubauen. Auch der Verlauf der Story wirkt manchmal arg konstruiert, zumal diese komplett unter geht und man sich am Ende fragt, warum man jetzt noch mal in diesen 3 Kontinenten unterwegs war. All das, plus der leicht seltsamen und schwammigen Steuerung, führt dazu, dass wir keine Kaufempfehlung für Taktik - Fans aussprechen können denn dazu gibt es mittlerweile zu viele wirklich gute Taktik - Spiele bzw. Shooter mit taktischen Elementen.

"Conflict: Denied Ops ist zwar ein solider, nicht sehr anspruchsvoller und kurzweiliger Shooter für zwischendurch, kann aber als Taktik - Shooter nicht überzeugen und sticht auch nicht aus der Masse heraus."
Pro
  • Oft effiziente, kooperative KI
  • Freischaltbare Waffenmodule / Waffen
  • 2 spielbare Charaktere
  • Freie Missionswahl zu Begin
  • Coop Modus
  • Teilweise zerstörbare Umgebung
  • Freies Speichern
  • Abwechslungsreiche Missionsziele
  • Nett anzusehende Script-Sequenzen
  • Nutzbare Fahrzeuge (Hovercraft / Panzer)
  • Mehrspieler Modus (2-16 Spieler)
  • Zusätzliche Inhalte via Xbox Live
Kontra
  • Logikfehler
  • Schwammige Steuerung
  • Verschwommene / detailarme Texturen
  • Qualität der gerenderten Sequenzen alles andere als Standard
  • Sich oft wiederholende Musik - oder Sprach Files
  • Unglaubwürdige Charaktere
  • Repetitives Gameplay
  • Lineare Missionsgestaltung
  • Gegnerische KI hat diverse Aussetzer
  • Unrealistisches Missions - und teilweise auch Map Design
  • Stealth so gut wie nicht möglich
  • Story geht während des Spiels komplett unter
  • Gegner spawnen teilweise in endlosen Wellen wie in Call of Duty
  • Model Recycling
  • Bestimmte Spielabschnitte sind selbst auf einfachster Schwierigkeitsstufe unfair gestaltet
  • Spiel lässt Neulinge selbst im einfachsten Schwierigkeitsmodus so gut wie alleine
  • Interaktion mit der Umgebung gestaltet sich oft schwierig
  • Unterfordert die Xbox 360 deutlich was Grafik & Modeldetails angeht
Einzelspieler
5.2
Mehrspieler offline
6.0
Xbox LIVE Mehrspieler
7.0
Steuerung und Gameplay
5.0
Grafik und Präsentation
5.0
Sound, Musik und Special FX
5.0
Sprachausgabe
englisch
Bildschirmtexte
englisch
Zensur
Zensiert
Spielzeit ca. in Stunden
+5
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Ab 18 Jahren

Xboxdynasty Gesamtbewertung



5.5


keine Auszeichnung


Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

PhrequenCee schrieb am 25.02.2008 21:24
PhrequenCee (Hamburg) - UndergroundFür mich war da so garnichts überzeugend. Das Coop-Spielprinzip wurde in der Vergangenheit schon besser umgesetzt! Finger weg!melden
xd109 schrieb am 24.02.2008 20:49
xd109 (Aachen) - Recreationschade eigentlich, da das spielprinzip an sich wirklich überzeugend ist.melden
masterpipe1 schrieb am 24.02.2008 18:46
masterpipe1 (Wollerau) - ProWow so ne grosse Kontraliste, hab ich noch nie gesehen.melden

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