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Xbox Fanaward

Crimson Alliance - Xbox Live Arcade - Testartikel

Autor
Tobias Greiser - HEADCRASH
Erstellt am
21.09.11
Streetdate
07.09.2011
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
Certain Affinity / Microsoft Game Studios
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Drei Prügelknaben für einen Goldaward?

Sobald es irgendwo etwas gratis zu bekommen gibt, greifen alle zu. Darauf haben wohl auch die Entwickler Certain Affinity bei ihrem neuesten Arcade Spiel gesetzt. Das Rollenspiel ist nämlich für umme auf dem Marktplatz zu haben und bietet neben dem normalen Solomodus noch eine vielversprechende Mehrspieler Coop Variante. Wir haben das Spiel natürlich wie immer für euch unter die Lupe genommen, erklären den Preis von 0 Euro und verraten euch, ob sich das Spiel lohnt. Denn was gibt es in unserer Welt schon umsonst – irgendwo wartet doch immer ein Haken.

Schlecht in die Schlacht

Die Erklärung dafür, dass ihr die 927 Megabyte von Crimson Alliance umsonst herunterladen könnt, ist denkbar einfach. Wie bei Pinball FX 2 ist das Grundgerüst gratis zu haben und ersetzt quasi die Demoversion. Damit ihr letztlich aber richtig spielen könnt, müsst ihr trotzdem in die Geldbörse greifen. Was beim Flipperkollegen die Pinballtische sind, sind hier die drei unterschiedlichen Charakterklassen. Und ohne kompetenten Helden könnt ihr schließlich schlecht in die Schlacht ziehen. Ihr könnt Nahkämpfer, Zauberer und Assassine entweder einzeln für extrem teure jeweils 800 Microsoft Points freischalten oder für sämtliche Charaktere 1200 Punkte ausgeben. Heißt also: Wer vorschnell alle Recken einzeln erwirbt, zahlt letztlich doppelt so viel für genau den gleichen Inhalt. Das ist bei uns schon mal nicht gut angekommen, davon ganz zu schweigen, dass die im schlimmsten Fall ausgegebenen 2400 Microsoft Points ungefähr 30 Euro entsprechen, was im Vergleich zu Umfang und Spielspaß eine bodenlose Frechheit ist.

Spielspaß bitte gesondert erwerben

Unterstützt wird der extrem saure Beigeschmack noch von der Möglichkeit virtuell rares Gold für echte Moneten zu erwerben, um euch einfacher gute Waffen kaufen zu können. Zwar kann man über diese Finanzpolitik auch einfach hinwegsehen, uns ist aber bei jedem Spielstart alleine vom Gedanken an diese dreiste Abzocke die Lust zum Spielen schnell wieder vergangen. Warum nicht einfach (immer noch zu teuer!) 1200 Microsoft Points für das gesamte Spiel mit allen Klassen verlangen? Und wenn schon die - an sich löbliche - Taktik mit einzeln angebotenen Klassen, warum dann nicht für jeweils höchstens 400 Punkte? Bei uns hat diese Dreistigkeit nicht nur für eine gehörige Portion Wut gesorgt, sondern auch die Gesamtwertung des Titels ein Stück nach unten gezogen. Es ist ja verständlich, dass die Entwickler an ihrem Spiel gut verdienen möchten. Aber was hier preislich abgezogen wird, geht einfach zu weit.

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