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Dark Souls - Testartikel

Autor
Daniel Flege - Quentara
Erstellt am
16.10.11
Streetdate
07.10.2011
Spielgenre
Rollenspiel
Entwickler/Publisher
NAMCO Bandai
Kommentare
8
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From Software kehrt zu den Wurzeln des Genres zurück

Als im Jahre 2009 ein Spiel Namens Demon’s Souls für Sonys PlayStation 3 erschien, schielten zahlreiche Xbox 360 Besitzer neidisch zu den Nutzern der japanischen Konsole hinüber. Ein mächtiges Rollenspiel für Erwachsene hatten die Entwickler von From Software geschaffen, welches nicht nur hervorragende Wertungen in den einschlägigen Spielemagazinen abräumen, sondern sich binnen weniger Wochen zum Kassenschlager entwickeln konnte. Nun hat eure Leidenszeit endlich ein Ende, denn mit Dark Souls veröffentlicht Publisher Namco Bandai Games den designierten Nachfolger von Demon’s Souls auch auf Microsofts Konsole. Hierbei sollen die spielerischen Elemente des Vorgängers nicht nur übernommen, sondern durch zahlreiche Neuerungen, wendigere Gegner und eine komplett offene Spielwelt mehr als übertroffen werden. Dark Souls ist dabei nicht nur eine Fortsetzung, sondern ein komplett eigenständiges Spiel ohne Bezüge zur Geschichte des PS3-Hits. Ob es From Software gelingt die beinharte Rollenspielkonkurrenz à la Dragon Age, Divinity oder Dungeon Siege auch auf der Xbox 360 vernichtend zu schlagen? Wir sind für euch aus der Unterwelt aufgestiegen, haben uns durch Massen von Untoten geschnetzelt und sind zahlreiche grausame Tode gestorben, um dies für euch herauszufinden. Zu den Waffen!

Ein Königreich für eine Seele

Die große Flamme der Welt ist fast erloschen. Vor euch hinsiechend sitzt ihr in einer feuchten und verrotteten Zelle im Asylum der Untoten. Ein Ort, an dem alle zu Hause sind, die ihr Leben und ihre Seelen verloren. Ein Ort, an dem sie für den Rest ihres Daseins Buße tun müssen. Doch euer Schicksal scheint sich zu wenden. Ihr spürt, wie sich ein grelles Licht von oben den Weg in eure Augen bahnt. Die Falltür über eurem Verlies wurde geöffnet. Etwas stürzt hinein, leblos, vermodert, tot. Doch das Funkeln eines Gegenstandes erlangt eure Aufmerksamkeit. Kann es tatsächlich sein? Ja, der Schlüssel zu eurer Zelle beschert euch die Freiheit. Nur mit einem abgebrochenen Schwertknauf bahnt ihr euch den Weg durch den Zellentrakt, vorbei an den Seelenlosen, die euer Schicksal teilen. Da liegt sie vor euch, die große, zweiflügelige Holztür in die Freiheit. Mit all eurer Kraft stemmt ihr sie auf und bleibt plötzlich ruckartig stehen. Schmerz ist das Einzige, was ihr spürt, das Rauschen des Morgensterns das Einzige was ihr wahrnehmt. Schwer getroffen bäumt ihr euch auf, um eurem Angreifer in die Augen sehen zu können. Langsam hebt ihr euren Kopf, um den vier Meter hohen Dämon erfassen zu können, der den letzten Außenposten zwischen euch und der Flucht bildet. Mit einem Schrei auf den Lippen springt ihr auf den Riesen zu, bereit für eure Freiheit zu sterben.

Dark Souls versetzt euch in das längst vergangene Königreich Lordran. Als Untoter ist es eure Aufgabe, euch durch diese dunkle Welt zu kämpfen, ihre Geheimnisse zu entdecken und eure Seele wieder zurück zu erlangen, um in das Reich der Lebenden zurückzukehren. Könnt ihr es schaffen, den Fängen des Todes zu entkommen?

Kinderparadies für Erwachsene

Wenn ihr zum ersten Mal in der Welt von Dark Souls landet, werdet ihr als Fan moderner Rollenspiele sichtlich geschockt sein. Frage- und Ausrufezeichen über NPC’s werdet ihr hier ebenso wenig vorfinden, wie minütlich erscheinende Zwischensequenzen oder ellenlange Dialoge. Ja, ihr habt richtig gelesen, es gibt weder Quests noch Tagebücher in Dark Souls. Aufgaben der Marke „Sammle zehn Wolfsfelle“ oder „Erschlage den Fürsten im Banditenlager“ gehören hier der Vergangenheit an. Vielmehr bewegt ihr euch in einer komplett offenen Welt, die es ohne jegliche Vorgaben zu erkunden gilt. Es ist also euch überlassen, ob ihr zunächst die sich am Horizont auftürmende Stadt der Untoten erforscht, euch in die Tiefen einer Schlucht zur versunkenen Metropole vorwagt, oder einen nahegelegenen Friedhof besucht, in dem sich sicherlich der eine oder andere Schatz verstecken wird. Ganz von den bekannten Rollenspieltugenden entfernt sich das Spektakel aber nicht. So könnt ihr zu Beginn eurer Reise aus zahlreichen Charakterklassen die für euch passende auswählen. Wollt ihr lieber als Krieger gegen die zahlreichen Untoten antreten und sie mit Manneskraft zur Strecke bringen? Oder gebt ihr lieber dem Dieb mit seinen tödlichen Dolchangriffen und einem alles knackenden Generalschlüssel den Vorzug? Wer seine Feinde lieber mit Zauberei malträtiert, der sollte auf den Zauberer oder den Kleriker zurückgreifen. Jede Klasse hat seine Vorzüge, Nachteile und entscheidet sich auch aussehenstechnisch voneinander.

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