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Dead Rising 2: Off the Record - Testartikel

Autor
Daniel Flege - Quentara
Erstellt am
02.11.11
Streetdate
14.10.2011
Spielgenre
Horrorspiel
Entwickler/Publisher
Capcom
Kommentare
3
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Frank West kehrt in Capcoms Zombiespektakel zurück

Die Untoten wandeln wieder. Nach eurem Erlebnisurlaub auf Dead Island geht es prompt weiter in die nächste Zombiehochburg. Capcom veröffentlicht mit Dead Rising 2: Off the Record einen weiteren Teil seines erfolgreichen Franchise und zeigt gleichzeitig, wie viel Macht die Fangemeinde der Serie besitzt. Denn nachdem der erste Teil vor allem wegen seines coolen Hauptcharakters Frank West Berühmtheit erlangte, hagelte es im Nachfolger Kritik für die größtenteils blasse Figur des Chuck Greene. "Nichts leichter als das", sagten sich die Entwickler und bringen nicht einmal ein Jahr später West auf die Mattscheibe zurück. Was Off the Record bis auf einen neuen Hauptdarsteller noch an Neuerungen zu bieten hat und ob der Titel seine knapp 40€ wert ist, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Déjà-vu des Todes

Fortune City, die Stadt, die niemals schläft. Inmitten von Kasinos, großen Shoppingzentren und Freizeitparks sitzt ihr in eurem Appartment. Im Fernseher verfolgt ihr gerade die gute alte Zeit, als ihr noch Erfolg hattet und als der „Zombiekiller“ Frank West in aller Munde wart. Doch was ist nur aus euch geworden? Die eigene TV-Show? Abgesetzt. Das Geld? Verprasst. Nicht einmal euer gutes Aussehen ist euch geblieben. Mit Waschbärbauch und Geheimratsecken wirkt ihr in eurem Anzug eher wie ein gealterter Gigolo, denn wie ein waschechter Womanizer. Doch nun scheint eure Zeit gekommen, die große Bühne des Showbiz wieder zu betreten. Die Show Terror is Reality, in der Wagemutige in brutalen Wettkämpfen gegen eingefangene Zombies antreten, soll eure große Chance auf ein Comeback werden.

Es kommt jedoch alles anders, als ihr es euch vorgestellt habt. Nach der Sendung erschüttert eine Explosion das Gebäude. Die zuvor unter Kontrolle gehaltenen Untoten bewegen sich auf einmal frei in den Hallen umher, töten alles, was sich bewegt und vermehren das mutierende Virus in der gesamten Stadt. Eure Zeit ist gekommen, endlich wieder Geschichte zu schreiben. Mit eurer Kamera und eurem journalistischen Spürsinn ausgestattet, verfolgt ihr nur zwei Ziele: Den Ausbruch zu überleben und die Hintergründe der Seuche aufzudecken, um endlich wieder im Rampenlicht zu stehen.

Schnitzeljagd durch Fortune City

Bevor ihr euch in die mit Zombies überfluteten Straßen von Fortune City aufmacht, dürft ihr mit Frank West, dem Antihelden des ersten Teils, erst einmal ein paar Infizierte in der TIR-Gameshow abschlachten. Dort führt euch das Spiel an die Steuerung und die unterschiedliche Anwendung von Waffen heran. Nach dieser kleinen Einleitung kommt es auch schon zum Ausbruch der nach Fleisch hungernden Meute, sodass sich Frank mit anderen Überlebenden gerade noch so in einen Schutzbunker retten kann. Hier trefft ihr auf Stacy, eine Aktivistin für Zombierechte, die mit euch den Ausbruch der lebenden Toten untersuchen möchte. Ihr erfahrt zudem, dass das Militär in drei Tagen in der Stadt eintreffen und die gesamte Horde ausradieren wird. Bis dahin braucht ihr Antworten, um Stacys und eurer Karriere willen.

Dead Rising 2: Off the Record gliedert sich wie die beiden Vorgänger in sogenannte Cases, die ihr in der frei erkundbaren Stadt Fortune City innerhalb eines 72-Stunden Zeitfensters lösen müsst. So bekommt ihr von den Charakteren des Titels zu bestimmten Zeitpunkten Missionen vorgegeben, die es in vorgegebenen Minutenlimits zu absolvieren gilt. Da West selbst das Virus in sich trägt, benötigt er alle 24 Stunden das Serum Zombrex, um sich nicht selbst in ein Monster zu verwandeln. So besteht beispielsweise eure erste Aufgabe darin, euch dieses Pharmazeutikum zu beschaffen. Fall um Fall klärt ihr so die Umstände des mysteriösen Ausbruchs auf und müsst hierbei eine Reporterin um Hilfe ersuchen, belastende Beweise finden oder Überlebende retten. Der Weg, den ihr dabei in der offenen Welt einschlagt, ist euch vollkommen selbst überlassen. Macht ihr euch auf dem kürzesten Wege auf zum Fortune City Hotel oder leistet ihr euch noch einen kurzen Abstecher in das Americana Kasino, um eine volltrunkene Tänzerin vor dem sicheren Tode zu bewahren?

Trotz der bewegungstechnischen Freiheit laufen alle eure Aufgaben nach dem gleichen Schema ab. Wartet darauf, dass ihr einen Job aufs Auge gedrückt bekommt, metzelt euch durch Horden von Zombies durch die halbe Stadt, sammelt Gegenstände ein oder sprecht mit Charakteren und kehrt dann wieder zum Bunker zurück. Die gut gemachte Story wird in den eingestreuten Zwischensequenzen zwar spannend erzählt, deren Ablauf gestaltet sich allerdings weniger abwechslungsreich. Denn mehr als euch von A nach B durch Zombies zu prügeln hat auch der neueste Serienableger nicht zu bieten. 

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