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Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden - Testartikel

Autor
Daniel Flege - Quentara
Erstellt am
01.12.11
Streetdate
09.11.2011
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
Warner Bros. Interactive
Kommentare
4
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Snowblinds Action-Rollenspiel im Tolkien-Universum

Herr der Ring und kein Ende. Auch Jahre nach dem furiosen Finale der Kino-Trilogie sind die Abenteuer von Frodo, Aragorn und Gandalf noch in aller Munde. Vor allem jedoch, wenn man wie Warner Brothers eine teure Filmlizenz besitzt, die man zu Geld machen kann. Also beauftragten die Studios kurzerhand die Entwickler von Snowblind mit der Programmierung eines Action-Rollenspiels im Tolkien-Universum. Das Ergebnis, Der Krieg im Norden, ist nun diesen Monat für die Xbox 360 erschienen. Doch kann der Titel auch überzeugen oder erwartet euch wieder einmal ein durchschnittlicher Lizenztitel? Wir haben reichlich Orks in Mittelerde niedergemetzelt, um es für euch herauszufinden.

Eine neue Gemeinschaft entsteht

Es brechen düstere Zeiten über Mittelerde herein. Ein Schatten regt sich in Mordor und der dunkle Herrscher Sauron ist zurückgekehrt, um Menschen, Elben und Zwerge zu versklaven. Allein der bislang verloren geglaubte Ring der Macht steht noch zwischen Sauron und dem totalen Triumph. Auf ihrer Reise durch den Norden Mittelerdes entdecken der Waldläufer Eldaran, die Elbin Andriel und der Zwerg Farin, dass sich der Hexenmeister von Angmar persönlich in das Auenland aufgemacht hat, um dort den einen Ring zu finden und eine Allianz mit bösen Mächten zu schmieden. Gemeinsam beschließen die drei Gefährten, als Speerspitze des Nordens zu agieren und den dunklen Kreaturen Einhalt zu gebieten, um Saurons Pläne zu durchkreuzen und sein allsehendes Auge vom Auenland abzulenken. Nun ist es eure Aufgabe, das Schicksal der neu geschmiedeten Gemeinschaft zu übernehmen und euch Orks, Goblins und schwarzen Reitern in den Weg zu stellen. Die freien Völker Mittelerdes zählen auf euch.

Tanzende Ponys und klirrende Schwerter

Euer Abenteuer mit den drei Gefährten startet im beschaulichen Bree, genauer gesagt im bekannten Gasthaus zum tänzelnden Pony. Dort könnt ihr nicht nur zu eurem ersten Abenteuer aufbrechen, sondern auch mit einigen wenigen anwesenden Charakteren sprechen, um zusätzliche Aufträge anzunehmen. Nicht nur die Gespräche, sondern auch die Sidequests können nicht motivieren und enttäuschen durch banale Standardmissionen. So sollt ihr in Bree beispielsweise einem über beide Ohren verknallten Jungen bei seinem Liebeskummer helfen. Angesichts der langatmigen Dialoge und dem drohenden Schatten Mordors werdet ihr schnell die „Ich habe für sowas keine Zeit!“-Option aus dem Sprachmenü auswählen.

Zusammen mit Farin, Andriel und Eldaran stürmt ihr danach von einer Ruine Mittelerdes in die nächste, um die Aufmerksamkeit des dunklen Herrschers auf eure Gemeinschaft zu lenken. Zu dritt arbeitet ihr euch von Abschnitt zu Abschnitt vor und trefft auf massig Gegnerhorden, durch die ihr euch hindurchschnetzeln müsst. Habt ihr einen Bereich von den anstürmenden Biestern befreit, sammelt ihr eure Freunde, um zum nächsten Teil des Gebiets vorzurücken. Dort warten, ihr habt es erraten, wieder Welle um Welle an Feinden auf euch. Mehr als bloßes Abschlachten von Orks, Goblins und sonstigen fiesen Kreaturen hat Der Krieg im Norden nicht zu bieten. Hier und dort dürft ihr einmal einen Schalter umlegen oder eine große Kriegsmaschinerie außer Kraft setzen. Ansonsten unterscheiden sich die jeweiligen Gebiete nur dadurch, dass ihr auf wenige Gegner, viele Bösewichter, große Widersacher oder viele große Fieslinge trefft. Auf viel Abwechslung im Spielverlauf werdet ihr nicht stoßen.

Nicht einmal die Geschichte kann motivieren. Zwar trefft ihr bekannte Charaktere aus den Büchern und Filmen, die euch viel Wissenswertes über Mittelerde berichten können. Diese wirken aber ansonsten blass und haben keinen aktiven Part in der Story. Gerade mit einer Filmlizenz im Rücken werdet ihr euch die Frage stellen, warum Aragorn und Co. weder den realen Darstellern nachempfunden, noch von ihnen synchronisiert wurden. So ist das Einzige, was euch an die Filme erinnern wird, der Schriftzug auf der Verpackung. Episches Flair mag da nicht aufkommen.

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