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Der Pate 2 - Testartikel

Autor
- xd380
Erstellt am
12.04.09
Streetdate
10.04.2009
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
Electronic Arts
Kommentare
1
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Der Pate 2 Review

„Der Pate“ ist heutzutage nahezu jedem ein Begriff. Überzeugte Mario Puzos Roman 1969 bereits unzählige begeisterte Leser, konnte auch die erste Verfilmung aus den Achtzigern mit Al Pacino und Marlon Brando die Massen in  die Kinosäle locken.  Dass der „Pate“-Hype auch heute noch nicht verflogen ist, zeigt die erste Versoftung des Spiels aus dem Jahre 2006. Das von Electronic Arts veröffentlichte Spiel wanderte über 4,5 Millionen Male über die Ladentheke. Grund genug für EA einen zweiten Teil zu veröffentlichen.  Wieso sich ein Kauf trotz erheblicher technischer Mängel lohnen könnte, verraten wir euch in unserem ausführlichen Review.

Die Geschichte
Die Story des Spiels weist zwar einige Parallelen zur Filmvorlage auf, ist aber nicht identisch: Der Spieler schlüpft in die Rolle eines eigens gestalteten Charakters namens Dominic und muss die Familiengeschäfte ab sofort in die Hand nehmen. Als neuer Don gilt es zuerst New York, dann Miami und im letzten Drittel des Spiels Havanna unter die Kontrolle der Familie zu bringen. Das Ziel des Spielers ist es in jeder dieser Metropolen die eigene Familie zu vergrößern, indem neue Mitglieder rekrutiert werden und natürlich das eigene Gebiet zu erweitern und vor feindlichen Angriffen zu schützen. Wie es sich für ein Mafia-Spiel gehört, sind eure besten Werkzeuge dabei Unterdrückung, Erpressung und natürlich Bestechung.

Eure Werkzeuge: Unterdrückung, Erpressung und Bestechung

Doch bevor es ans Eingemachte geht, müsst ihr mit dem MobFace genannten Editor einen Charakter entwerfen: nahezu alles kann geändert werden, außer der Name des Protagonisten. Von der Hautfarbe bis hin zur Schuhfarbe habt ihr eine Reihe an Auswahlmöglichkeiten und die Chance eurem Charakter eure ganz persönlichen Gesichtszüge zu verpassen.

Die Familie
Da es sich bei „Der Pate II“ nicht um einen Ego-Shooter, sondern mehr um eine Mafia-Simulation handelt,  ist es nahezu unmöglich ohne Hilfe die Straßen zu kontrollieren. Es gilt also neue Familienmitglieder zu rekrutieren, die ihr dann unter anderem als Wachen einsetzen könnt, damit die von euch kontrollierten Geschäfte nicht von den Gegnern übernommen werden. Jedes potentielle Familienmitglied kommt mit eigener Vorgeschichte, Persönlichkeit und mit eigenen Talenten daher, welche euch auf Anfrage erläutert werden. Hier ist vom berüchtigten Safeknacker über den berühmten Schläger bis hin zum Sprengstoffexperten alles dabei. Daher gilt es das Team nicht willkürlich, sondern strategisch klug zusammenzustellen, damit es mit dem kleinen Familienunternehmen auch möglichst gut läuft. 
Der Alltag
Der Alltag eines Dons im Spiel sieht so aus, dass ihr hin und wieder ein paar Aufträge bekommt, die dann mit neuen Kontakten oder bestimmten Gegenständen belohnt werden. Mit eurer rekrutierten Familie gilt es illegale Scheinunternehmen (z.B.: Bordell im Keller einer Bäckerei) unter Kontrolle zu bringen. Wobei Kontrolle in diesem Fall heißt, dass ihr ein paar eurer Männer als Wachen im Laden postiert und ein Schutzgeld vom Besitzer verlangt. Sollte dieser nicht einsichtig sein, hilft es manchmal mit der Faust oder der Herdplatte nachzuhelfen. Wird „euer“ Laden wiederum von feindlichen Gruppen erobert kann es neben Umsatzeinbußen auch dazu kommen, dass ihr Goodies wie beispielsweise Kugelsichere Westen verliert.

So wird`s gemacht
Wie auch schon im ersten Teil des Spiels kann das Kampfsystem auch im Nachfolger durch seine Einfachheit überzeugen. Über die Schultertasten werden die Linke (LT), sowie die Rechte (RT) im Nahkampf bedient. Mittels der RB-Taste geht man in die Verteidigung und blockt gegnerische Schläge ab. In der Welt der Mafiosi wird aber auch des Öfteren zu Waffen gegriffen. Hierbei wird mittels der Schultertasten das Ziel anvisiert (LT) und geschossen (RT).  Nachgeladen wird mit der RB-Taste.  Die übrige Steuerung des Spiels geht auch einfach von der Hand:
Mittels der Ministicks steuert ihr euren Charakter und die Kamera. Per Klick auf den jeweiligen Stick geht die Spielfigur in Deckung oder duckt sich. Das Steuerkreuz ist für den Waffenwechsel sehr nützlich und per Druck auf die Start-Taste öffnet ihr die Don-Ansicht (Karte), auf der ihr unter anderem einen Überblick über die aktuelle Situation eurer Familie habt.

Durch die verschiedensten Kampfmöglichkeiten, wie beispielsweise das Würgen des Gegners, das klassische Schießduell oder aber auch den normalen Faustkampf macht es relativ lange Spaß durch die Straßen zu ziehen und der virtuellen Welt zu zeigen wo es langgeht. Die Kollisionsabfrage während der Faustkämpfe funktioniert übrigens hervorragend.

Schwammige Fahrzeugsteuerung


Die Fahrzeugsteuerung ist zwar etwas schwammig, dadurch, dass man mit der RB-Taste einen extra Knopf zum Driften hat, jedoch nicht frustrierend.
Der Don
Wie bereits erwähnt, kann man mit der Start-Taste in die so genannte „Don-Ansicht“ wechseln. Hier erhaltet ihr neben einem Blick auf die aktuelle Situation eurer Familie auch Informationen darüber, wie viele Wachen ihr zum Schutz eurer Betriebe aufgestellt habt. Neben gucken darf man hier aber auch selber Hand anlegen und seinen Untergebenen Angriffe auf feindliche Einnahmequellen befehlen. Über das Gelingen solcher Aktionen entscheidet dann in den meisten Fällen die Stärke eures Schlägertrupps.  Man muss allerdings nicht zwangsläufig andere für sich die Hände schmutzig machen lassen, sondern kann auch immer selbst vor Ort sein. Meistens mit weitaus mehr Erfolg als die K.I.-Kollegen.
Technik von Gestern
Macht es inhaltlich noch den Eindruck als ob „Der Pate II“ vor neuen und brillanten Ideen nur so strotzt, zieht die technische Seite die Mafia-Familie leider wieder runter.  Zwar machen die imposant inszenierten Explosionen einen guten Eindruck, die Animationen und vor allem die Texturdetails wirken aber wiederum wie aus der guten alten Xbox-Zeit. Hinzu kommen noch lästige Pop-Ups, hin und wieder Clipping-Fehler und sich bei rasanten Fahrten durch die Stadt sehr langsam aufbauende Texturen.

Auf der einen Seite wollten die Entwickler durch einen GTA-ähnlichen Aufbau des Spiels das Gefühl von Freiheit vermitteln, auf der anderen Seite ist es jedoch ohne Frage, dass „Der Pate II“ vom äußerlichen eindeutig der Verlierer ist.

Oberflächliche Dialoge


Die Dialoge im Spiel sind inhaltlich sehr flach und teilweise überhaupt nicht passend. Bereits bei dem ersten Gespräch fällt auf, dass die Lippenbewegungen der Figuren überhaupt nicht synchron mit den Sprechern sind. Die deutschen Synchronstimmen sind allerdings gut auf die Figuren zugeschnitten.
Wie im Vorfeld ja schon bekannt gegeben, wurde die deutsche Fassung geschnitten. Im Spiel sieht das dann folgendermaßen aus: Passanten können nicht erschossen werden und auch nicht überfahren werden und außerdem hält sich der Blutfluss in Grenzen. Durch die Zensur leidet nicht nur der Realismus, sondern auch der Spielspaß. Es kommt einfach nicht mehr glaubwürdig rüber, wenn man mit 100 Sachen in eine Fußgängerzone brettert und die Passanten dabei nur zur Seite schiebt.

Mafia im Internet
Der Onlinemodus des Spiels soll wahrscheinlich nur als nette Dreingabe dienen. Hier kann man mit bis zu 16 Spielern auf sechs verschiedenen Karten in den verschiedenen Variationen des Spielmodi Team-Deathmatch austoben.  Die Verbindung zu anderen Spielern war während unserer Tests immer hervorragend, sofern welche auffindbar waren. Viel Spaß bringt der Onlinemodus allerdings nicht, da auch er nicht von den technischen Mängeln des Kampagnenmodus verschont bleibt.
Fazit
„Der Pate II“ ist wieder einmal so ein Spiel, das im Vorfeld hohe Erwartungen weckt und dann doch enttäuscht. Man kann den Entwicklern zwar zu Gute halten, inhaltlich gute und abwechslungsreiche Ideen ins Spiel gebracht zu haben, aber an der Umsetzung hat es dann doch gewaltig gehapert. Wie man mit so einer Lizenz ein technisch altbackendes Spiel wie dieses abliefern kann, ist für uns unverständlich. Gefehlt hätte auch noch eine packende Inszenierung der Geschichte um „Der Pate II“ zu einem echten GTA-Konkurrenten, oder zumindest einem guten Spiel zu machen. In dieser Form lässt sich das Spiel nur mit einem „befriedigend“ abstempeln. Für Fans des Paten sicherlich einen Blick wert, wer aber auf der Suche nach einem packenden Mafia-Epos ist, der bleibt dann doch lieber bei der Roman-Vorlage oder bei den Filmen. Abschließend und um dann doch den gefürchteten GTA-Vergleich ins Spiel zu bringen, kann man der Pate II wohl als schlechten GTA-Klon mit guten Ideen bezeichnen. Unserer Meinung nach aber schlechter als der erste Teil des Spiels.

„Der Pate II bringt frische und dazu noch gute Ideen mit sich, es hapert leider an der Umsetzung und Technik!“
Pro
  • Gute Steuerung
  • Große Spielwelt
  • Abwechslungsreiche Umgebungen
  • Gute Ideen
  • Stimmungsvoller Soundtrack
Kontra
  • Technische Mängel
  • Mittelmäßige Grafik
  • Synchronisierung nicht Lippensynchron (deutsche Sprachausgabe)
  • Fahrzeugsteuerung unpräzise
Einzelspieler
7.5
Mehrspieler offline
6.9
Xbox LIVE Mehrspieler
6.9
Steuerung und Gameplay
8.9
Grafik und Präsentation
7.2
Sound, Musik und Special FX
8.3
Sprachausgabe
Deutsch
Bildschirmtexte
Deutsch
Zensur
Zensiert
Spielzeit ca. in Stunden
+5
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Ab 18 Jahren

Xboxdynasty Gesamtbewertung



Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

Beni122 schrieb am 13.04.2009 14:11
Beni122 (Sindelfingen) - UndergroundSchade das nicht mehr draus geworden ist vllt leih ich es trotzdem mal aus^^melden

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