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Destroy All Humans! Der Weg des Furons - Testartikel

Autor
Tobias Schulte - Z0RN
Erstellt am
18.02.09
Streetdate
13.02.2009
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
THQ
Kommentare
4
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Destroy All Humans! Der Weg des Furons Review

Mit der äußerst abgedrehten Franchise Destroy All Humans hat uns Pandemic, Macher hinter erfolgreichen Namen wie Star Wars Battlefront oder Mercenaries, vor ein paar Jahren auf der guten, alten Xbox einen wahren Überraschungshit beschert. In der grauen Haut von Crypto-137 war es eure Aufgabe die Menschheit zu unterjochen und möglichst alles dem Erdboden gleich zu machen, dass euch in die Quere kam. Nach einem ersten Sequel rund ein Jahr nach dem Original präsentiert uns THQ nun den vierten Teil (Nummer drei erschien für NDS und PSP) des skurrilen, offensichtlich an Tim Burtons „Mars Attacks!“ angelehnten Alien-Spektakels, welches dieses mal allerdings THQ-intern entwickelt wird und somit nicht mehr aus der Feder der renommierten Pandemic Studios stammt. Damit aber auch beim vierten Teil der noch recht Jungen Serie nichts schief gehen kann, hat sich THQ die Rechte an der Unreal Engine gesichert und will euch somit die funkigen 70er in voller Grafikpracht darstellen. Wir haben uns auf die wilde abgefahrene Reise von Crypte begeben und berichten euch nun, ob das Spiel ein ähnlicher Überraschungshit, wie damals für Xbox, geworden ist.

Außerirdische Reise der Vernichtung
Die Entwickler schicken euch im neuen Abenteuer von Crypto-137 in die 1970er Jahre. Crypto ist nach wie vor mit seiner Aufgabe beschäftigt menschliche Hirnwindungen und –knoten zu sammeln, doch nach all den Jahren beginnt er langsam sein Ziel aus den Augen zu verlieren. Nachdem er sich also mehr oder weniger auf unserem wunderschönen Planeten Erde „eingelebt“ hat eröffnet er ein Casino, welches jedoch nur sekundär als Spielhölle dient. Primär möchte er damit nämlich ein konstantes DNA-Einkommen sichern. Zunehmend öfter hört er jedoch eine mysteriöse Stimme in seinem Kopf, welche ihm befiehlt in die Stadt Shen Long zu reisen. All diese Ereignisse werden von einer plötzlich auftretenden Gefahr überschattet, welche direkt von Cryptos Heimatwelt kommt: Gorta.

Daraus ergibt sich ein interessanter Mix aus einer neuen, das Furon-Imperium bedrohenden Gefahr, welche Crypto letztendlich auf einen neuen Pfad der Erleuchtung führt, um dem Titel des Spiels alle Ehre machen zu können: die Vernichtung der Menschheit! Dies alles geschieht natürlich wieder auf sehr humoristische Art und Weise und häufig mit einem Augenzwinkern. Zahlreiche Filme der frühen 1970er Ära, wie zum Beispiel Unheimliche Begegnungen der dritten Art, Star Wars oder Earthquake werden dabei aufs Korn genommen.
Orgie der Zerstörung
Kein Außerirdischer mit einem Funken Selbstachtung macht sich auf den Weg, die Menschheit zu vernichten, ohne bis an die Zähne mit der richtigen Ausrüstung bewaffnet zu sein. Auf dieser Reise der Vernichtung und Erleuchtung in den funky 70ern ist Crypto mit einigen verbesserten Klassikern unterwegs, wie etwa der Analsonde. Außerdem nennt er auch einige neue Waffen sein Eigen, mit denen ihr die Menschheit und ihre Umgebung auf Arten vernichten könnt, die vorher nicht möglich waren.Destroy All Humans: Der Weg des Furons spielt sich auf unterschiedliche Weise. Zum einen gibt es das bodenbasierte Spiel mit dem Alien Crypto, bei dem der Fokus eher auf dem Humor und der Vernichtung von Menschen liegt. Und zum anderen gibt es das Spiel mit dem UFO aus der Luft heraus, bei dem es eher um den Luftkampf und die massive Vernichtung ganzer Städte geht. Ihr könnt im Spiel alles beschädigen oder zerstören: Leute, Autos, Panzer, Helikopter, Garten-Flamingos aus Plastik ... einfach alles halt!

Aber die echte Herausforderung für die Entwickler war es, eine Stadt mit 100 Gebäuden und mehr zu erstellen, die nicht ausgeblendet werden oder einfach aus dem Nichts auftauchen, ganz gleich, ob zu Fuß oder in der Luft und die darüber hinaus dann auch noch vollständig zerstört werden können. Und die Orgie der Zerstörung macht einfach tierisch Spaß. Stellt euch mal die Frage: Wäre ich ein Alien und zum Äußersten entschlossen eine Stadt mit meiner Untertasse zu zerstören, welche Werkzeuge hätte ich dann gerne an Bord? Was sollten die Waffen der Welt für Schaden zufügen? Welche UFO-Waffen aus den bisherigen Spielen sollten umgestaltet werden, was für neue Waffen wären sinnvoll?

Wie wäre es mit Schnellfeuer-Plasmakanonen, die sich an realen militärischen Waffen orientieren, allerdings wesentlich mächtiger sind. Zielsuchende Feuerbälle, die in einer Seite eines Gebäudes einschlagen und auf der anderen Seite rausgeschossen kommen, um ein Ziel zu treffen. Ein Massenentführungsstrahl, der eine ganze Menge Menschen auf einmal aus Gebäuden heraussaugen und in Herden zusammentreiben kann. Ein Schwarzes Loch, das alles in seiner Umgebung in eine andere Dimension saugt. Die Erschaffung eines riesigen Tornados, dessen Pfad der Verwüstung von euch gesteuert oder sich selbst überlassen werden kann. Eine weitere neue Attacke ist die Venus Menschenfalle, welche direkt aus dem Untergrund empor wächst, dabei alles rund um sich zerstört und Menschen mit ihren Tentakeln greift und anschließend verschlingt.

Das schwarze Loch macht genau das, was man von ihm erwartet: es saugt alles in sich hinein, das nicht Niet- und Nagelfest ist. Bäume, Tiere, Mülleimer, Menschen, Straßenlaternen, Fahrzeuge und so weiter. Wirklich spektakulär in Szene gesetzt wurde jedoch die ebenfalls neue Tornado-Attacke. Unter lautem Getöse manifestiert sich vom dunklen Himmel eine Windhose, begleitet von heftigen, markerschütternden Blitzen um schließlich eine Schneide der Verwüstung durch die Stadt zu ziehen!
Abgefahrene Waffen ooooooooohne Ende
Was wäre schon ein "Destroy All Humans!"-Spiel ohne die gefürchtete Analsonde? Sie erfüllt zwei wichtige Funktionen: Zum einen können Furons damit erforschen, was den Mensch im Innersten zusammenhält. Und zum anderen ist es einfach ein Brüller, wenn Menschen sich an den Hintern packen und lauthals Einspruch erheben. Die Analsonde ist jetzt einfacher zu benutzen und im Kampf effektiver, da sie mehrere Wärme suchende Geschosse abfeuern kann, denen ihr nach dem Abfeuern einfach die Arbeit überlasst. Ihr könnt auf mehrere Menschen gleichzeitig schießen, indem ihr die entsprechende Taste einfach gedrückt haltet und mit dem Fadenkreuz durch Menschenmengen wandert. Ebenso könnt ihr die Taste halten, um mehrere Geschosse in einen Menschen zu schieben. Das beschleunigt das Kopfplatzen ungemein. Sobald ein Ziel erfasst und die Taste von euch losgelassen wurde, ist kein Hinterteil mehr sicher. Man muss den Gegner halt in- und auswendig kennen oder?

Zap-O-Matik: Diese treue Kanone ist Cryptos grundlegendste Waffe. Es gibt wenige Sachen, die für einen Furon befriedigender sind als die Geräuschmischung knisternder Energie und schreiender Menschen am anderen Ende der Zap-O-Matik. Wenn mal die Munition für andere Waffen ausgeht, könnt ihr euch immer noch auf diese Kanone verlassen, da sie sich selbst zwischen zwei Salven wieder auflädt. Die Zap-O-Matik kann darüber hinaus von euch verbessert werden, um mehrere Ziele miteinander zu verbinden.

Desintegrator-Strahl: Der Desintegrator-Strahl ist Cryptos Rundum-Sorglos-Waffe. Dieses ehrwürdige Stück Furon-Bewaffnung kann Ziele in einer feurigen Explosion heißer Energie einschließen und zu einem Haufen Asche reduzieren. Ein direkter Treffer und Schluss. Diese Waffe kann ebenfalls von euch verbessert werden, um wie eine Lava-Flinte mehrere Salven in einem verheerenden Muster zu verschießen. Wenn sich ein Gegner als schwieriges Ziel erweist, könnt ihr ihn einfach mit PK in die Luft heben und dann mit dem Desintegrator-Strahl vernichtet werden.

Ionenfetzer: Dieser alte Favorit ist im Prinzip Cryptos Granatwerfer und mittlerweile seine vielseitigste Waffe. Ihr könnt diese abfeuern und auf die Explosion warten. Ebenso gut kann die Detonation von euch aber auch manuell ausgelöst werden. In beiden Fällen wird alles und jeder verdampft, der das Pech hat, innerhalb des Explosionsradius zu stehen. Wie schon in den früheren Teilen der Serie fliegt auch hier die Granate weiter, je länger man die Taste hält.

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