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Deus Ex: Human Revolution - Testartikel

Autor
Jana Fischer - Plain old Jane
Erstellt am
22.08.11
Streetdate
26.08.2011
Spielgenre
Rollenspiel
Entwickler/Publisher
EIDOS / Square Enix
Kommentare
13
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Die neue Rollenspielhoffnung von Square Enix im Test

Deus Ex – Human Revolution wurde am 23.08. veröffentlicht und stammt aus den fähigen Händen der Entwickler bei Square Enix. Einige eingeschweißte Deus Ex Fans haben sehr lange auf dieses Spiel gewartet und hoffen, dass es an die Erfolge der anderen beiden Teile anknüpft. Bereits zuvor habt ihr euch als JC Denton oder Alex D. rund um die ganze Welt in Gebäude eingeschlichen und versucht zwischen vielen Übeln das angenehmste auszuwählen oder die Verschwörungen hinter den Kulissen aufzudecken. Ihr habt herausgefunden wer ihr eigentlich seid und wollt nun wissen wie wirklich alles begann, denn Human Revolution spielt vor den anderen beiden Teilen und bietet somit einen Einblick in die Welt vor den Geschehnissen aus Deus Ex und Deus Ex: Invisible War.

Die Erwartungen waren groß und Square Enix hat viel versprochen. Ob sie ihre Versprechungen halten konnten erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Willkommen zurück

Die Welt von Deus Ex – Human Revolution ist gespalten zwischen zwei Philosophien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite stehen Wissenschaftler, als Mitarbeiter von Milliarden-Dollar-Unternehmen, deren Forschung den Menschen mittels technischer Verbesserungen auf die nächste Stufe der Evolution katapultieren sollen. Beine, die verloren wurden können vollständig ersetzt werden. Blinde können wieder sehen und selbst geistige Einschränkungen können mittels sogenannter Augmentierungen behoben werden. Plötzlich scheint absolut alles möglich zu sein und ein Forscherteam von Sarif Industries will sogar soweit gehen und diese Evolution der breiten Masse zur Verfügung stellen. Schattenseite der Medaille ist nur, dass die Empfänger der Verbesserungen regelmäßig ein Medikament zu sich nehmen müssen, damit die Augmentierungen nicht unter Schmerzen abgestoßen werden und der Patient zu Tode kommt.

Außerdem kann diese Technologie zu einer völlig neuen Art von Krieg führen. Verbesserte Soldaten und weiterentwickelte Maschinen stellen eine Gefahr für sich und ihre Umgebung dar.

Auf der anderen Seite stehen die Humanisten. Sie sind der festen Überzeugung diese künstliche Weiterentwicklung des Menschen wäre falsch, wider der Natur, und sollte auf keinen Fall befürwortet werden. Einige der Organisationen versuchen dies nicht nur in den Medien, sondern auf illegale Weise zu erreichen.

Adam Jensen, Sicherheitschef von Sarif Industries, und der Hauptcharakter des Spiels wird euch zu beginn nur langsam vorgestellt. Ihr startet, indem ihr euch eine Nachrichtensendung von Eliza Cassan anschaut, die den momentanen Wirbel um Sarifs Forscherin Megan Reed beschreibt.

Besagte Dame ist zu diesem Zeitpunkt mit euch im Büro und ihr erfahrt, dass ihr ihre sichere Reise nach Washington zur Vorstellungen der neusten Entdeckungen gewährleisten sollt. Ihr unternehmt einen kurzen Spaziergang durch das Gebäude, findet heraus womit Sarif Industries primär sein Geld verdient und verlasst Megan um ein wichtiges Gespräch mit eurem Boss, David Sarif, zu führen.

Dort angekommen kommt die Spannung zum ersten mal ins rollen. Ein Unfall in den Laboratorien, zu denen soeben auch Megan aufgebrochen war, lässt euch zu den Waffen greifen um die Geschehnisse zu untersuchen.

Während ihr euch vorsichtig durch die Korridore bewegt durchlauft ihr einige Tutorials, die euch die Steuerung und das allgemeine Spielverhalten näher bringen. Es kommt zu einigen Schießereien und der einen oder anderen Videosequenz. Ihr findet Megan und werdet von den Angreifern überwältigt. Ihr sterbt. Natürlich ist das keineswegs das Ende der Geschichte. Ihr werdet durch modernste Technologie zu einem Mitglied der höheren Evolutionsstufe gemacht, durch Augmentierungen verbessert und nach sechsmonatiger Pause sofort wieder in den Einsatz geschickt.

Was ist wirklich bei Sarif Industries vorgefallen? Wer waren die Angreifer? Was ist mit Megan und ihrem Team geschehen und wie entscheidet sich die Welt? Wird die Entwicklung zurückgefahren oder geht der technische Fortschritt in eine völlig neue Runde?

All das und noch viel mehr erfahrt in Deus Ex – Human Revolution. Spielern der vorherigen Teile können sich wieder auf schier unendliche Verschwörungstheorien und eine Reise rund um die Welt freuen könnt.

Ein Schritt nach dem anderen

Ihr werdet sehr langsam an das Geschehen herangeführt und baut erst nach und nach eure Fähigkeiten aus. Zuerst lauft ihr ein wenig herum, sprecht jemanden an, testet euer Blickfeld aus und erfahrt was im Moment für euch möglich ist. Ein recht eingeschränkter Blick in die momentanen Ereignisse sorgt dafür, dass ihr euch auf das wichtigste konzentrieren könnt und selbst eure Beziehung mit der schönen Megan Reed wird nur angeschnitten. Nachdem ihr von dem Feuer im Labor erfahren habt nimmt das Spiel sehr schnell fahrt auf. Ihr zieht das erste mal eure Waffe und könnt euch auf dem noch sehr eingeschränkten Gebiet bewegen. Erreicht ihr bestimmte Checkpoints werden euch Tutorials angeboten, die den Umgang mit Waffen oder der Bewegung erläutern. Ihr duckt euch, zielt aus einer versteckten Position, bewegt kleinere Kisten oder schleicht durch Lüftungsschächte

Nachdem ersten und nicht zufriedenstellenden Showdown, der zu eurem plötzlichen Tod führte, werdet ihr wieder zusammen geflickt und quasi sofort in den Einsatz geschickt.

Auf eurem Flug zum ersten Einsatzort, einer Fabrik die zu Sarif Industries gehört, dürft ihr euch dann zwischen Nah- und Fernwaffen entscheiden und müsst beschließen, ob ihr das Spiel tödlich oder nicht tödlich beschreiten wollt. Eure Entscheidung bildet sich anhand der Waffen ab, die ihr für diesen und alle folgenden Einsätze als Grundausstattung erhaltet. Obwohl ihr im Laufe des Spiels auf viele verschiedene Waffen Zugriff erhaltet, solltet ihr diese Wahl mit bedacht treffen.

Tödlich impliziert, dass ihr ein Standardgewehr oder einen Revolver erhaltet, während ihr bei der nicht tödlichen Variante mit einem Betäubungsgewehr oder einer Armbrust vorlieb nehmen müsst.

Von jetzt an verläuft das Spiel in relativ geregelten Bahnen und das Spannungsbarometer schwankt zwischen stark und eher gesittet. Ihr bewegt euch von Auftrag zu Auftrag und dabei auch noch von Stadt zu Stadt, ganz in alter Deus Ex Manier.

In den Ortschaften selbst könnt ihr euch sehr frei bewegen, auf Dächer klettern oder in Gebäude einsteigen. Es besteht die Möglichkeit verschiedene Apartments oder Lager zu hacken, wodurch ihr an zusätzliche Munition oder Credits gelangt. Obwohl die Schauplätze sehr stark variieren gewöhnt ihr euch doch recht schnell an das Prozedere. Die Spannung wird von einigen Informationen wieder angeheizt, es kommt zu Bosskämpfen und einigen hübsch gestalteten Videosequenzen, doch es ist nicht leicht sich in die Welt von Deus Ex – Human Reolution einzufinden. Zwar kommen einige persönliche Erfahrungen von Adam Jensen ans Tageslicht und ihr erfahrt mehr über sein Leben, doch es bleibt schwer sich mit ihm zu identifizieren.

Das ganze Spiel hindurch fragt ihr euch wer ihr eigentlich seid und als sich das Puzzle endlich zusammensetzt wird ein großer Spannungsbogen geschlossen, von dem ihr nicht einmal wirklich wusstet, das er da war.

Deus Ex arbeitet sehr viel mit unbewussten Emotionen und einer eher unterschwelligen Anspannung, die das Spiel auf ein ganz neues Level hebt. Ihr habt sehr lange das Gefühl einfach durch das Spiel zu laufen, bis ihr richtig realisiert, dass ihr darin versunken seid. Die Aufträge könnten interessanter gestaltet sein, aber trotzdem bildet Deus Ex am Ende ein großes Ganzes, das es sich zu erfahren lohnt.

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