Ein Schritt nach dem anderen
Ihr werdet sehr langsam an das Geschehen herangeführt und baut erst nach und nach eure Fähigkeiten aus. Zuerst lauft ihr ein wenig herum, sprecht jemanden an, testet euer Blickfeld aus und erfahrt was im Moment für euch möglich ist. Ein recht eingeschränkter Blick in die momentanen Ereignisse sorgt dafür, dass ihr euch auf das wichtigste konzentrieren könnt und selbst eure Beziehung mit der schönen Megan Reed wird nur angeschnitten. Nachdem ihr von dem Feuer im Labor erfahren habt nimmt das Spiel sehr schnell fahrt auf. Ihr zieht das erste mal eure Waffe und könnt euch auf dem noch sehr eingeschränkten Gebiet bewegen. Erreicht ihr bestimmte Checkpoints werden euch Tutorials angeboten, die den Umgang mit Waffen oder der Bewegung erläutern. Ihr duckt euch, zielt aus einer versteckten Position, bewegt kleinere Kisten oder schleicht durch Lüftungsschächte
Nachdem ersten und nicht zufriedenstellenden Showdown, der zu eurem plötzlichen Tod führte, werdet ihr wieder zusammen geflickt und quasi sofort in den Einsatz geschickt.
Auf eurem Flug zum ersten Einsatzort, einer Fabrik die zu Sarif Industries gehört, dürft ihr euch dann zwischen Nah- und Fernwaffen entscheiden und müsst beschließen, ob ihr das Spiel tödlich oder nicht tödlich beschreiten wollt. Eure Entscheidung bildet sich anhand der Waffen ab, die ihr für diesen und alle folgenden Einsätze als Grundausstattung erhaltet. Obwohl ihr im Laufe des Spiels auf viele verschiedene Waffen Zugriff erhaltet, solltet ihr diese Wahl mit bedacht treffen.
Tödlich impliziert, dass ihr ein Standardgewehr oder einen Revolver erhaltet, während ihr bei der nicht tödlichen Variante mit einem Betäubungsgewehr oder einer Armbrust vorlieb nehmen müsst.
Von jetzt an verläuft das Spiel in relativ geregelten Bahnen und das Spannungsbarometer schwankt zwischen stark und eher gesittet. Ihr bewegt euch von Auftrag zu Auftrag und dabei auch noch von Stadt zu Stadt, ganz in alter Deus Ex Manier.
In den Ortschaften selbst könnt ihr euch sehr frei bewegen, auf Dächer klettern oder in Gebäude einsteigen. Es besteht die Möglichkeit verschiedene Apartments oder Lager zu hacken, wodurch ihr an zusätzliche Munition oder Credits gelangt. Obwohl die Schauplätze sehr stark variieren gewöhnt ihr euch doch recht schnell an das Prozedere. Die Spannung wird von einigen Informationen wieder angeheizt, es kommt zu Bosskämpfen und einigen hübsch gestalteten Videosequenzen, doch es ist nicht leicht sich in die Welt von Deus Ex – Human Reolution einzufinden. Zwar kommen einige persönliche Erfahrungen von Adam Jensen ans Tageslicht und ihr erfahrt mehr über sein Leben, doch es bleibt schwer sich mit ihm zu identifizieren.
Das ganze Spiel hindurch fragt ihr euch wer ihr eigentlich seid und als sich das Puzzle endlich zusammensetzt wird ein großer Spannungsbogen geschlossen, von dem ihr nicht einmal wirklich wusstet, das er da war.
Deus Ex arbeitet sehr viel mit unbewussten Emotionen und einer eher unterschwelligen Anspannung, die das Spiel auf ein ganz neues Level hebt. Ihr habt sehr lange das Gefühl einfach durch das Spiel zu laufen, bis ihr richtig realisiert, dass ihr darin versunken seid. Die Aufträge könnten interessanter gestaltet sein, aber trotzdem bildet Deus Ex am Ende ein großes Ganzes, das es sich zu erfahren lohnt.
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