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Dig Dug - Xbox Live Arcade - Testartikel

Autor
Alexander Carius - Baxxter85
Erstellt am
09.02.08
Streetdate
11.10.2006
Spielgenre
2D
Entwickler/Publisher
NAMCO Bandai / Microsoft
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Dig Dug Review

Wir wollen euch erneut auf eine kleine Expedition in die Vergangenheit mitnehmen, diesmal geht es in das Jahr 1982. Damals machte Namco mit einem Spiel auf sich aufmerksam, dass den unverwechselbaren Namen Dig Dug trägt und die Spielhallen zum überlaufen brachte. Über 25 Jahre später ist die Videospielwelt jedoch nicht mehr dieselbe, ob Dig Dug dennoch auch heute noch überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem Review.
Buddelspaß

Bei Dig Dug übernehmt ihr die Kontrolle über die gleichnamige Spielfigur, die sich ihren Weg durch den Erdboden schaufelt und dabei auf so manchen ungebetenen Gast trifft. Denn böse Monster treiben unter der Erde ihr Unwesen, und ihr habt es euch zur Lebensaufgabe gemacht, diese Plagen zu beseitigen. Die Spieloberfläche ist typisch für alte Automatenspiele, sie zeigt euch eure Punkte und euren Highscore im oberen Bereich des Bilschirms. Außerdem wird euch in der rechten unteren Ecke angezeigt, in welchem Level ihr euch gerade befindet und in der linken unteren Ecke seht ihr die Anzahl eurer Leben. Da damals noch andere Bildschirmformate gängig waren, nimmt das Spiel nur etwas mehr als ein drittel des Bildschirms ein, die restliche Fläche wird von einem schrillen Comichintergrund bedeckt.
Eure Spielfigur steuert ihr entweder mit dem Analogstick, oder mit dem Steuerkreuz durch die unterirdische Spielwelt. Aus unserer Erfahrung heraus, raten wir euch jedoch das Steuerkreuz zu benutzen, da der Analogstick etwas träge reagiert und so in späteren Leveln schnell euren Tod besiegeln kann. Ihr dürft euch nach Belieben durch die Erden buddeln und müsst immer wieder  Monster aus ihren Höhlen vertreiben. Zwei verschiedene Monstertypen machen euch das Leben schwer: die Pooka und die Fygar. Die Pooka sind rot- gelbe Wesen, die aussehen wie Gummibälle mit Taucherbrillen auf und versuchen euch durch direkten Körperkontakt zu töten. Die Fygar hingegen sind rote Drachen und können euch zusätzlich noch mit ihrem Feuer verbrennen.
Sterben und sterben lassen

Im Kampf solltet ihr also stets darauf achten, ob ihr es mit einem Pooka oder mit einem Fygar zutun habt, damit ihr entsprechend reagieren könnt. Aber auch auf eure Umwelt müsst ihr Acht geben, denn neben Körperkontakt und Feuer sind auch auf euch fallende Steine tödlich für euch. Diese wiederum lassen sich jedoch auch gegen eure Gegner einsetzen, schafft ihr es einen Gegner mit einem Stein zu töten, bekommt ihr Bonuspunkte. Weniger Punkte bekommt ihr dafür, dass ihr den Monstern auf herkömmliche Art und Weise beikommt, hierzu steht euch eine Luftpumpe zur Verfügung, mit der ihr euren Feind aufpumpen müsst, bis er platzt. Solltet ihr eure Gegner nicht bis zum Platzen aufpumpen, werden sie lediglich betäubt und sind nach ein paar Sekunden wieder voll da. Das Betäuben stellt sich aber dennoch im Laufe des Spiels als wichtiges Element, da man so besser flüchten oder leichter Steine als Waffe einsetzen kann. Das Spielfeld besteht aus mehreren Erdschichten, je weiter unten ihr eure Gegner beseitigt, desto mehr Punkte bekommt ihr dafür. Schafft ihr es mehrere Gegner auf einmal zu treffen, winken euch nochmals dicke Kombopunkte zu.
Ist der letzte Gegner auf dem Bildschirm besiegt, steigt ihr in das nächste Level auf. Dort warten meiste mehr Gegner auf euch, als in der vorangegangenen Spielstufe. Als wäre das nicht genug, sind diese unter Umständen auch noch schneller und mehr Steine warten in der Erde auf ihre Opfer. Habt ihr einige Gegner erfolgreich mit Steinen ausgeschaltet erscheinen in der Mitte des Bildschirms Früchte, die euren Highscore weiter in die Höhen treiben. Ihr müsst euch jedoch beeilen, da ihr nur 15 Sekunden habt, um sie einzusammeln.
Angestaubte Technik

Die grafische Leistung war für damalige Verhältnisse sicher gut, aber heute wird sie vermutlich noch nicht einmal Fans von Retrospielen wirklich gefallen. Besonders auf HD fähigen Fernsehern, sieht das Spiel sehr dürftig aus, da ihr wirklich jeden einzelnen Pixel genau sehen könnt. Fans des Originals wird das nicht stören, vermutlich freuen sie sich sogar darüber, aber bei einer solchen Grafik wäre für alle anderen Spieler eine überarbeite Grafik, die sich optional aktivieren lässt, Pflicht gewesen. Auch beim Sound kann Dig Dug nicht wirklich überzeugen, billige Soundeffekte rauschen schrill durch eure Boxen und beleidigen fast schon euren Gehörgang. Die Melodien klingen auch nicht viel besser, sind aber wenigstens einigermaßen eingängig. Namco hat also kurz gesagt technisch alles beim Alten belassen und sicher keinerlei Gedanken an neue Features verschwendet.

Multiplayer fehlt

Lustigerweise nimmt es Namco beim Multiplayer nicht so genau und hat ihn deshalb kurzerhand  einfach mal gestrichen. Dies ist sehr schade, denn zu zweit hätte das Spiel sicherlich seinen ganz eigenen Charme gehabt. Wieso ein Multiplayer 1982 möglich war und heute in Zeiten von Xbox Live nicht möglich ist, weiß wohl nur Namco allein.
Fazit:

Dig Dug ist mit 400 MS Points preislich einer der günstigeren Titel auf dem Xbox Live Marktplatz, dennoch solltet ihr euch gut überlegen, ob euch das Spiel den Preis Wert ist, denn besonders viel geboten bekommt ihr für euer Geld nicht. Fans des Originals dürfen zugreifen, solange sie der fehlende Multiplayer nicht stört. Alle Andern lassen besser die Finger davon und sparen ihre Punkte für wesentlich bessere Titel.
Pro
  • Kult
  • Fans bekommen das Original
  • Günstiger Preis
Kontra
  • Miese Technik
  • Keine Verbesserungen vorgenommen
  • Altbackenes Gameplay
  • Multiplayer wurde gestrichen
  • Langweilig ohne Ende
  • Analogstick ist sehr ungenau
Einzelspieler
4.3
Mehrspieler offline
-
Xbox LIVE Mehrspieler
-
Steuerung und Gameplay
3.7
Grafik und Präsentation
3.0
Sound, Musik und Special FX
4.0
Sprachausgabe
keine
Bildschirmtexte
englisch
Zensur
Nicht notwendig
Spielzeit ca. in Stunden
+5
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Keine Altersbeschränkung

Xboxdynasty Gesamtbewertung



4.2


keine Auszeichnung


Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.


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