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Double Fine Happy Action Theater - Xbox Live Arcade - Testartikel

Autor
Tobias Greiser - HEADCRASH
Erstellt am
04.02.12
Streetdate
01.02.2012
Spielgenre
Spielsammlung
Entwickler/Publisher
Double Fine Productions / Microsoft Game Studios
Kommentare
1
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Ein Spiel wie ein Vollrausch - leider!

Habt ihr euch schon einmal gefragt, warum in eurem Wohnzimmer keine Tauben wohnen? Oder warum es keinen Lavastrom gibt, der sich hinter eurem Sofa durch die Wohnung zieht? Nein? Wir auch nicht, aber das wird uns allen glücklicherweise von Tim Schafer und seinen Kollegen beim Entwicklerstudio Double Fine abgenommen. Die Jungs haben eine 800 Microsoft Points teure Minispielsammlung unter dem Titel Double Fine Happy Action Theater auf den Markt gebracht, die euer Wohnzimmer zusammen mit Kinect in einen Spielplatz des Wahnsinns verwandeln will. Was hinter diesem verrückten Versuch steckt und ob dabei auch der Spaß nicht zu kurz kommt, verrät euch unser Testbericht.

Ein Vulkan namens Wohnzimmer

Da sich der Titel der offiziellen Beschreibung nach an ein Publikum im Alter von 2 bis 102 Jahren richtet, können sich alle vor den Kinect Sensor stellen, die entweder schon oder noch stehen können. Der breiten Zielgruppe entsprechend gibt es bei Double Fine Happy Action Theater auch kein wahres Ziel, sondern bloß den Spaß am Spielen. Wer sich als gerne mit anderen misst und Videospiele als Wettkampfsport und ernsthaftes Unterfangen betrachtet, ist hier an der komplett falschen Adresse.

Double Fine Happy Action Theater liefert euch insgesamt 18 Minispiele, in denen ihr euch nach Herzenslust austoben könnt. Dabei nimmt die Kamera im Kinect Sensor in der Regel euer Zimmer auf, gibt das Bild auf der Mattscheibe wieder und verändert es dann. So wird etwa der anfangs erwähnte Lavastrom an euren Beinen vorbei durch das Zimmer geleitet und ihr könnt euch dann in der kochend heißen Brühe vergnügen. Ihr könnt nach Felsbrocken greifen, in der glühenden Masse umherstapfen oder euch kopfüber hineinstürzen. In einem anderen Spiel schießt Double Fine Happy Action Theater fünfmal hintereinander Fotos von euch, wobei die vorherigen Schnappschüsse stets auf der Mattscheibe bleiben – ihr könnt also quasi ein lustiges Gruppenfoto mit euch selber machen.

Bittere Langeweile

Lustiger wird es allerdings mit mehreren Spielern, bis zu sechs Leute können sich angeblich vor den Fernseher quetschen. Dafür braucht ihr aber massig Platz, bei uns kamen sich schon zwei Spieler zur gleichen Zeit recht häufig in die Quere. Besonders lustig für Kinder ist ein Spiel, das euer gesamtes Zimmer mit Luftballons füllt, die ihr dann nach Herzenslust durch die Gegend werfen und zertreten könnt. Besonders die Erkennung in die Tiefe des Raumes hinein ist dabei beeindruckend. So erkennt Kinect problemlos, ob sich die Ballons hinter oder vor euch befinden müssen und blendet sie entsprechend aus, sobald sie hinter eurer Silhouette verschwinden. Als einzige Motivation dienen die Erfolge des Spiels, die euch ein paar erfüllbare Ziele liefern. Ansonsten müsst ihr euch durch den reinen Spaß an der Freude motivieren, irgendwelche Extras neben den 18 Spielchen gibt es nicht.

Fazit

Eigentlich könnten uns die Jungs von Double Fine Productions mal eine Tüte Bonbons zukommen lassen. Schließlich sind ihre bisherigen Werke wie etwa das ungewöhnliche und innovative Stacking oder das sympathische Costume Quest im internationalen Vergleich bei uns verdammt gut weggekommen. Zu Double Fine Happy Action Theater müssen aber sogar wir sagen: Sorry Leute, da habt ihr Grütze produziert! Die 18 Minispiele habt ihr nach spätestens einer halben Stunde alle einmal gesehen und habt keinerlei Verlangen auf eine zweite Runde. Während die virtuelle Umwandlung der eigenen vier Wände in den ersten paar Minispielen noch cool ist, stellen sich bereits nach 10 Minuten Ermüdungserscheinungen und Langeweile ein. Dass es keinerlei Zusatzmaterial und außer den Erfolgen überhaupt keine Motivation gibt, reißt die Wertung noch weiter in den Keller. Statt Double Fine Happy Action Theater wie die Entwickler von 2 bis 102 Jahren freizugeben, würden wir es ausschließlich nur für Zwei- und Hundertzweijährige empfehlen. Dazwischen lässt sich dieses Spiel – zu einem unverschämt hohen Preis von 800 Microsoft Points – nur ertragen, wenn ihr bereits mehr Promille intus habt als Finger an einer Hand.



„Grottige Minispiele ohne Bonusinhalte, die nur im Vollrausch zu ertragen sind“

Pro
  • Lustige Ideen
  • Gute Kinect Erkennung
  • Abwechslungsreiche Spiele
  • Kindgerecht simpel
Kontra
  • Teils komplett sinnlose Spiele
  • Oftmals furchtbare Grafik
  • Kaum motivierend
  • Extrem langweilig
  • Viel zu teuer mit 800 Microsoft Points
  • Keinerlei Extras
  • Spielzeit von einer halben Stunde
Einzelspieler
3.6
Mehrspieler offline
4.0
Xbox LIVE Mehrspieler
-
Steuerung und Gameplay
4.0
Grafik und Präsentation
3.9
Sound, Musik und Special FX
4.4
Sprachausgabe
Keine
Bildschirmtexte
Deutsch
Zensur
Nicht notwendig
Spielzeit ca. in Stunden
+1
Geeignet für
Kleine Kinder und Einsteiger
Altersfreigabe
Ab 6 Jahren

Xboxdynasty Gesamtbewertung



3.9


keine Auszeichnung


Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

Ecke Ecke schrieb am 25.02.2012 18:20
Ecke Ecke (Hessen) - kann die wertung voll und ganz nachvollziehen hab die demo gespielt und hatte nahezu keinen spaß daran! als app für kinect fun labs (kostenlos) wäre es sicher einen blick wert gewesen aber für 800 MS-points... nääämelden

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