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Driver San Francisco - Testartikel

Autor
Tobias Greiser - HEADCRASH
Erstellt am
02.09.11
Streetdate
01.09.2011
Spielgenre
Rennspiel
Entwickler/Publisher
Ubisoft
Kommentare
9
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Driver ist zurück - und wie!

Driver ist eine Serie mit einer großen Historie. Wenn auch nicht unbedingt der besten. Der legendäre Erstling erschien im Jahr 2000 und löste neben Begeisterungsstürmen dank des heftigen Schwierigkeitsgrades auch etliche Wutausbrüche aus. In den folgenden Teilen wart ihr dann sogar zu Fuß unterwegs und mit Bleispritzen ausgerüstet, wirklich gepasst hat das zur Serie aber nie. Den absoluten Tiefpunkt bildet das enttäuschende DRIV3R, der letzte für die großen Konsolen erschiene Part. Trotz allem war die Jahrtausendwende die Geburtszeit einer großen Rennspielserie, die nun mit Driver San Francisco an die alten Erfolge anknüpfen will. Wir von Xboxdynasty sind bereits einige Zeit lang über die Straßen der US-Metropole gebrettert und verraten euch im ausführlichen Testbericht, ob ihr John Tanner und seinen Fahrkünsten wieder eine Chance geben solltet.

Jericho ist wieder da

Die Story von Driver San Francisco beginnt ein gutes halbes Jahr nach den Geschehnissen aus DRIV3R. Ihr schlüpft erneut in die virtuelle Haut des John Tanner, seines Zeichens Undercover-Cop und Meister am Lenkrad. Wobei ihr während des Spiels noch in die Haut von ungefähr 2000 anderen Leuten schlüpft – aber dazu später mehr. Immer mit dabei habt ihr auf dem Beifahrersitz euren Partner und besten Kumpel Tobias Jones. Euer Gegner ist auch ein alter Bekannter, nämlich euer Erzfeind Jericho, das Oberhaupt der Unterwelt von San Francisco. Den hattet ihr eigentlich gerade erst mit aller Mühe und Not unter Einsatz eures Lebens in den Knast befördert, aber als waschechter Superschurke gelingt ihm natürlich eine spektakuläre Flucht. Fortan seid ihr ihm auf den Fersen, versucht möglichst viel über die mysteriöse Frau zu erfahren, die ihm mittels Bazooka von einem Hubschrauber aus die Flucht erst ermöglicht hat, und setzt nach und nach die Puzzleteile einer spannenden Kriminalstory zusammen. Die Geschichte wird in einer Mischung aus Gameplayszenen und erstklassigen Zwischensequenzen packend vorangetrieben und motiviert euch dank spannender Missionen stets aufs Neue.

Erst seltsam, später genial

Doch wie sollt ihr einen solchen Bilderbuchschurken zu fassen bekommen? Das ist doch für einen normalen Menschen gar nicht möglich, oder? Hier bedient sich Driver San Francisco einem auf den ersten Blick extrem ungewöhnlichen Kniff. Während einer Verfolgungsjagd mit Jericho werdet ihr schwer verletzt und fallt ins Koma. Fortan seid ihr ans Krankenbett gefesselt und ohne Bewusstsein. Damit ihr die komplette Spielzeit aber nicht bewegungsunfähig  im Hospital verbringen müsst, geht das Spiel in Tanners Gedanken sozusagen in einer Parallelwelt weiter. Dort hat er durch den Unfall nun die Fähigkeit gewonnen nach Belieben in einen anderen Körper zu shiften und damit auch das Auto der jeweiligen Person zu übernehmen. Ihr schwebt quasi über der Stadt und könnt aus luftiger Höhe bis zu einem Auto herunterzoomen, einmal kurz auf die A-Taste drücken und euch damit hinter das Lenkrad der gewählten Karre klemmen.

 

Auf Konfrontationskurs

Das klingt erst einmal reichlich bescheuert und gewöhnungsbedürftig und genau das ist es in den ersten Minuten auch. Glücklicherweise erklärt euch Driver San Francisco das wichtigste Spielfeature ausführlich und führt euch behutsam an diese innovative Spielmechanik heran. In der Praxis sieht es dann beispielsweise so aus, dass ihr von der Übersichtskarte aus einen Polizeiwagen übernehmt, der gerade Teilnehmern eines illegalen Straßenrennens hinterherjagt. Ihr übernehmt die Rolle des Polizisten und wetzt den Rowdys hinterher – lustige Unterhaltung mit der Kollegin auf dem Beifahrersitz inklusive. Solltet ihr die Raser von eurem Polizeiauto aus einfach nicht in den Griff bekommen, lässt sich dank des Shift-Features schnell Abhilfe schaffen. Noch während ihr den bösen Buben an den Fersen hängt, wechselt ihr per Knopfdruck schnell in einen Sattelschlepper auf der gegenüberliegenden Straßenseite und fahrt volles Rohr frontal in die Raser hinein. Nun könnt ihr flott wieder in den Polizeiwagen wechseln und weitermachen oder irgendein anderes Auto irgendwo in den Straßen von San Francisco auswählen und damit weiteren Schabernack anstellen.

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