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Duke Nukem Forever - Testartikel

Autor
Anja Schmidt - Alexa Jolie
Erstellt am
19.06.11
Streetdate
10.06.2011
Spielgenre
Ego-Shooter
Entwickler/Publisher
Gearbox Software / 2K Games
Kommentare
18
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Neuestes Abenteuer von Duke Nukem im Test

Er ist einer der gefeierten Spielehelden aller Zeiten: der Duke. Ob als Sidescroller oder pixeliger 3D-Shooter, über die Jahre hat sich der muskuläre Blondschopf mit dem losen Mundwerk und dem Hang zu Zigarren, leicht bekleideten Frauen und dicken Wummen eine große Fangemeinde aufgebaut. Dementsprechend begeistert waren die Anhänger des alienschlachtenden Antihelden, als Entwickler 3D Realms im Jahre 1997 den First-Person Shooter Duke Nukem Forever ankündigte. Wie passend der Titel für dieses Projekt sein würde, wusste das Team damals noch nicht, denn nach vierzehn Jahren Entwicklungszeit schien der Duke für immer auf den Festplatten der Programmierer zu verschwinden. Nun ist es endlich soweit und der Duke steht endlich in den Regalen auf der ganzen Welt. Ob euch wirklich der Messias der Videospiele oder ein in die Jahre gekommener Ego-Shooter erwartet, wollen wir euch in unserem Testartikel näher bringen.

Duke Nukem for Never?
Wir erinnern uns noch gut an das letzte Jahrtausend der Spieleindustrie. Als große Fans von Duke Nukem 3D und dessen schräger Art von Humor saugten wir im Jahre 1997 alles an Informationen auf, was 3D Realms über den offiziellen Nachfolger Duke Nukem Forever über diverse Fachmagazine publizieren lies. Es waren revolutionäre und packende Zeiten für junge Spieler. Die PlayStation hielt seit gerade einmal zwei Jahren Einzug in die heimischen Kinderzimmer und bei Microsoft träumte man noch nicht einmal von der ersten Xbox Generation. Gemessen an der Geschwindigkeit, in der sich die Spieleindustrie seitdem verändert hat, scheint diese Ankündigung Lichtjahre entfernt. Nun, vierzehn Jahre, zwei PlayStation- und Xbox-Konsolen später erblickt Duke Nukem Forever dieses Jahr das Licht der Welt.

Und auch im Spiel selbst ist diese Zeitspanne vergangen. Duke Nukem hat sich, nachdem er im letzten Teil nicht mehr viel von Los Angeles übrig gelassen hat, in Las Vegas zur Ruhe gesetzt und sich ein Imperium aus Kasinos, Fast-Food-Ketten und Sportanlagen aufgebaut. Zusammen mit den heißesten Bräuten der Stadt genießt er die schönen Seiten des Lebens, bis auf einmal ein gewaltiges außerirdisches Schiff über der Skyline auftaucht. Der Präsident der Vereinigten Staaten hofft auf friedliche Absichten der Aliens und trifft sich mit ihrem Anführer zu diplomatischen Gesprächen. Doch die Besucher aus der Galaxis scheinen nur ein Ziel zu haben. Sie attackieren die Stadt und stehlen die Frauen, um sie als Brutstätte zu benutzen und Nachkommen zu züchten. Doch wenn der Duke eines noch weniger leiden kann als Außerirdische, dann sind das Außerirdische, die ihm seine Babes wegnehmen. Mit goldenen Colts, Eiern aus Stahl und einem Sixpack Bier bewaffnet tretet ihr nun in seiner Haut den Invasoren entgegen. Es wird Zeit E.T. endlich in den Arsch zu treten. Ihr seid der Duke. Nach euch kommt lange nichts.

Von Harnproblemen und coolen Sprüchen
Bevor der biersüchtige Blondschopf auf Alienjagd gehen darf, steht ihm zu Beginn des Spiels erst einmal der Kampf mit der eigenen Blase ins Haus. Während andere Spiele mit epischen Renderfilmen beginnen, seht ihr erst einmal ein Urinal vor euch und dürft dem Harndrang eures Helden nachgeben. Nachdem sich der Duke erleichtert hat, wartet direkt ein Bosskampf in einem Footballstadion gegen einen riesigen Zyklopen auf euch. Hier wird bereits klar, dass Duke Nukem Forever eine nonstop Action-Achterbahn wird, die euch kaum Pausen gönnt. Mit dem Devastator schickt ihr den Alien auf den Rasen und befördert das Auge mit einem gezielten Tritt über das Field-Goal. Nun fährt die Kamera langsam zurück. Ein Flachbildfernseher ist zu sehen, danach folgt ein der Xbox 360 nachempfundener Controller. Herzlichen Glückwunsch, ihr habt gerade in Duke Nukem Forever mit dem King persönlich Duke Nukem Forever gespielt. Ein Spiel im Spiel also, mit dem die Entwickler sich selbst und die lange Entwicklungszeit auf die Schippe nehmen. Auf die Frage, ob das Spiel denn gut gewesen sei, antwortet Duke Nukem cool "Ja! Das kann man aber nach scheiß zwölf Jahren auch erwarten!" Hail to the King, baby.

Die Alieninvasion in Las Vegas wird euch von nun an episodenweise serviert. Ihr ballert euch von einer abwechslungsreichen Location in die andere und trefft dort auf zahlreiche Widersacher. Ob in Dukes Lady Killer Kasino, der Duke Höhle, dem Duke Burger Restaurant, dem Duke Dome, einer überdachten Mehrzweckarena oder dem Hoover Damm, überall wollen Warzenschweine oder mit Jetpacks umherfliegende Alien-Kapitäne in ihre Schranken verwiesen werden. Auch wenn sich am Grundprinzip Außerirdische mit einer möglichst effektiven Waffe so viele Körperteile wie möglich wegzuschießen nicht viel ändert, so haben sich die Entwickler doch Einiges einfallen lassen, um euch bei der Stange zu halten.

Exemplarisch hierfür sind verschiedene Rätseleinlagen, durch die euch das Weiterkommen in zahlreichen Episoden erschwert wird. So müsst ihr in Dukes Höhle beispielsweise den Hauptgenerator wieder zum Laufen bringen und benötigt hierfür eine Ersatzbatterie. Diese findet sich allerdings in einem abgesperrten Raum. Wie es der Zufall will, hat der Duke jedoch seinen Mini-Monstertruck in eben diesen vier Wänden vergessen, sodass es eure Aufgabe ist, die Batterie mithilfe des elektrischen Gefährts durch eine Lücke in der Wand zu bugsieren. An anderen Stellen kommt ihr nur durch geschickte Sprungeinlagen weiter, was gerade im Duke Burger Restaurant mit seinen von Wasser durchfluteten und durch Elektrizität aufgeladenen Räumen zur Nervenprobe werden kann. Ein besonderes Schmankerl bietet die Einführung des Schrumpfstrahls, durch die der Duke auf die Größe einer Actionfigur geschrumpft wird. Danach gilt es für euch in der Welt der Riesen zu bestehen und euch durch die Episoden zu ballern, bis euch einer der befreundeten Soldaten wieder auf die richtige Größe bringt. Dies ist taktisch manchmal sogar nötig, da manche Teile eurer Umgebung nur im Miniformat erreichbar sind.

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