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Fallout New Vegas Old World Blues - Marktplatz - Testartikel

Autor
Daniel Flege - Quentara
Erstellt am
02.08.11
Streetdate
19.07.2011
Spielgenre
Rollenspiel
Entwickler/Publisher
Bethesda Softworks
Kommentare
14
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Die dritte Erweiterung zum Rollenspiel-Hit im Test

Fallout und kein Ende. Auch nach fast einem Jahr nach Release ist New Vegas in aller Munde. Glühende Anhänger des Rollenspiel-Franchise bekamen mit den beiden Erweiterungen Dead Money und Honest Hearts bereits zwei gut geschnürte Überlebenspakete, die den spielerischen Nachschub im Ödland sicherten und noch dazu recht ordentlich umgesetzt waren. Wem von euch dies aber immer noch nicht reicht, der kann seine hart verdienten Microsoft Points nun für einen weiteren Trip in die Mojave Wüste auf den Spieltisch knallen. Und der hat es vom Schwierigkeitsgrad her diesmal in sich. Ob Old World Blues auch in anderen Belangen seine 800 Points wert ist, oder eher als Platzpatrone denn als Kracher daherkommt, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Neulich im Autokino

Benebelt öffnet ihr eure Augen. Was ist passiert? Da war dieses gleißend blaue Licht, die piependen Signaltöne des Satelliten und dieses große Auge. Das Auge, mit seinem kranken, durchdringenden Blick, den zuckenden Augenlidern, das ist alles, woran ihr euch erinnern könnt. Nun schweift euer Blick über das große Meer aus bunten Lichtern, welches ihr nach eurem Erwachen auf diesem mysteriösen Turm erblickt habt. Rohre, Pumpen und Fabrikgebäude füllen den Krater aus, in dessen Mitte ihr euch befindet. Gott, diese Kopfschmerzen! Mit zittrigen Fingern tastet ihr eure Schläfen entlang. Plötzlich zuckt eure Hand zurück. Ihr fühlt Nähte, frische Narben. Jemand hat an euch herumexperimentiert, euch aufgeschnitten wie eine Käfigratte. Aber wer? Und wieso? Mit geballten Fäusten stoßt ihr eine Tür zum Turm auf, fest entschlossen nach Antworten zu suchen.

Willkommen in Old World Blues, der nächsten Erweiterung für Obsidians Rollenspiel Hit Fallout: New Vegas. In der mittlerweile dritten herunterladbaren Episode des Epos verschlägt es euch diesmal in den Big Mountain, eine geheime Forschungseinrichtung aus Vorkriegszeiten. Vor der großen Zerstörung arbeiteten dort die besten Wissenschaftler der Staaten in der sogenannten Denkfabrik an geheimen Waffen und Rüstungen, um den Krieg siegreich zu gestalten. Doch der Stolz und Glanz der großen Kuppel ist nach dem Fall der Bomben längst verblasst und Big Mountain in Vergessenheit geraten. Nun liegt es an euch, die Geheimnisse der Forschungslabore zu erkunden und einen Ausweg aus dem Krater zu finden, der sie umgibt.

Ein Held ohne Herz, Hirn und Rückgrat

Wie bereits in den Vorgängern Dead Money und Honest Hearts macht euch das Spiel durch eine kurze Textmitteilung auf die Installation des neuen Download Contents aufmerksam. So schnappt ihr durch eine Radioübertragung die Ankündigung einer Mitternachtsvorstellung im Autokino von Nipton auf. Im Süden der Wüste angekommen, entdeckt ihr vor der großen Leinwand einen abgestürzten amerikanischen Satelliten, der bei Mitternacht die Projektion eines großen, zuckenden Auges auf die Leinwand zaubert. Bei genauerem Betrachten der Blechbüchse werdet ihr von einem Teleporter erfasst und in den Big Mountain transferiert.

Doch "Big MT", wie er nun genannt wird, ist nicht das, was er einmal war. Die einstigen Wunderfabriken wurden zerstört, ihre geistigen Errungenschaften machen nun das Innere des Kraters unsicher und die Elite der Wissenschaftler hat sich selbst in schwebende Roboter transferiert. Wäre dies nicht schon Chaos genug, tobt zudem noch ein erbitterter Krieg zwischen den Wissenschaftlern der Denkfabrik und ihrem Erzfeind Dr. Möbius, welcher Big MT mit seinen Roboterskorpionen heimsucht.
Nach einem Gespräch mit den Wissenschaftlern bietet ihr im Kampf gegen Dr. Möbius eure Hilfe an und erhaltet von den Blech-Doktoren die ersten Missionen. Nun ist es an euch, in verschiedenen Einrichtungen des Big Mountain nach Vorkriegsartefakten zu suchen, um dem durchgeknallten Wissenschaftler das Handwerk zu legen. Ganz uneigennützig nehmt ihr die Herausforderung gegen das verrückte Superhirn nicht an. Möbius zu besiegen scheint nämlich die einzige Möglichkeit zu sein, wieder nach New Vegas zurückzukehren. Solltet ihr scheitern, werdet ihr wohl oder übel den Rest eures Daseins in der Enge der Denkfabrik verbringen müssen. Hinzu kommen einige körperliche Probleme, denn eure Operationsnarben sind nicht zufälliger Natur. Die virtuellen Doktoren haben euer Herz, euer Hirn und euer Rückgrat entfernt. Während die alte Pumpe und eure Wirbelsäule sich sicher in den Tanks der Denkfabrik befinden, hat sich Möbius eures Gehirns bedient. Ein weiterer Grund dem Wissenschaftler den Garaus zu machen.

Eure Aufträge gestalten sich hierbei nicht immer abwechslungsreich. Vor allem zu Beginn beschränkt sich die Handlung der neuesten Fallout-Episode auf die schon in Honest Hearts bemängelten Botengänge oder das Suchen und Finden von Artefakten. So wollen beispielsweise eine Senderantenne von einer Schüssel oder diverse Speicherchips für wissenschaftliche Geräte geborgen werden. Doch auch wenn eure Missionen nicht die Kreativsten sind, so sind diese in Hülle und Fülle vorhanden, was euch zahlreiche zusätzliche Stunden an Spielspaß bringt. Natürlich wimmelt es bei diesen heiklen Aufgaben ringsherum von Feinden, die euch nach dem virtuellen Leben trachten.
 

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