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Dystopische Geschichten über Konflikte, Krieg und das Ende der Zivilisation ziehen auf der ganzen Welt Millionen von Zockern in ihren Bann. Wenn diese noch dazu in einem real existierenden Szenario spielen, ist dies meist schon ein sicherer Verkaufsschlager. Kein Vertreter der Spielezunft konnte diese Elemente bislang so fesselnd und erfolgreich inszenieren wie Fallout 3. Das mehrfach als Spiel des Jahres 2008 ausgezeichnete RPG versetzt euch in ein apokalyptisches Washington DC, in welchem ihr frei erkundbar zahlreiche Aufgaben erfüllen müsst, um die Menschheit zu retten oder sie noch tiefer ins Chaos zu stürzen. Fünf Xbox LIVE Erweiterungen später steht mit Fallout: New Vegas endlich ein Nachfolger in den Regalen, welcher euch in die Wüste Nevadas entführt. Mit einer Handvoll Neuerungen und einem riesigen zu entdeckenden Areal im Gepäck, versucht der Publisher Bethesda Serienliebhaber und Rollenspielfans gleichermaßen zu überzeugen. Ob das neu verantwortliche Entwicklerstudio Obsidian Entertainment die hoch gesteckten Erwartungen erfüllen kann? Wir haben uns für euch in die Stadt gewagt, die nie schläft und uns mit allerhand Schurken eingelassen, um das für euch herauszufinden. Was in Vegas passiert, bleibt eben nicht immer in Vegas. |
Krieg, Krieg bleibt immer gleich... Wir befinden uns in der Zukunft. Ein nuklearer Krieg hat ganz Amerika in Schutt und Asche gelegt. Die Zivilisten in den Schutzbunkern, den sogenannten Vaults, trauen sich nun langsam an die Oberfläche. Im Ödland umherziehende Überlebende vereinen sich unter neuen Bannern zu wachsenden Fraktionen, die Ordnung in das Chaos bringen und die Städte wieder errichten sollen. Doch in der Mojave Wüste, so munkelt man, existiert noch eine Stadt, unberührt von Bomben und atomarem Niederschlag. Ein Meer aus Lichtern, welches von mächtigen Männern rund um den geheimnisvollen Mr. House beherrscht wird: New Vegas. Ihr seid ein Kurier des Mojave Express und sollt einen geheimnisvollen Pokerchip aus Platin zum Vegas Strip überführen. Der Deal schlägt jedoch fehl. Eine Gruppe von Großkhanen überfällt euch und zerrt euch in die Wüste. Das Scharren von Schaufeln bringt euch langsam wieder zu Bewusstsein. Völlig benommen richtet ihr euren Blick wieder auf. Zwei Schergen graben ein tiefes Loch in die trockene Erde des Ödlandes. Es ist ein Grab, euer Grab. Mit triumphalem Lächeln auf dem Gesicht nährt sich euch ein fein gekleideter Mann in einem karierten Sakko. Zwischen zwei Fingern dreht er das Objekt seiner Begierde, den Platinchip. Seine Hand richtet einen Revolver auf euch. „Das muss für dich nach einer verdammten Pechsträhne aussehen“, spricht er zu euch. „In Wahrheit war es von Anfang an ein abgekartetes Spiel.“ Ein Schuss durchschneidet die Stille der Nacht, dann wird es schwarz um euch herum. |
Einmal Wüste und zurück Zu Beginn eures Abenteuers findet ihr euch in der kleinen Wüstenstadt Goodsprings wieder. Ein Arzt Namens Doc Mitchell hat euch nach eurer Begegnung mit dem Tod nahezu perfekt wieder zusammengeflickt und versucht euch nun auf die Gefahren des Ödlandes vorzubereiten. Um zu überprüfen, ob die Arbeit des Docs auch euren Vorstellungen entspricht, lässt sich das Aussehen eures Helden in einem integrierten Charaktereditor vom Haaransatz bis zum Kinn anpassen. Mitchell fragt euch nun noch höflichst nach eurem Namen, den ihr übrigens völlig frei wählen dürft, und bittet euch einen Charaktertest zu durchlaufen. Ihr dürft eine bestimmte Anzahl an Fähigkeitspunkten auf die verschiedenen Charakteristika wie Sprache, Wissenschaft, Kampf oder Charisma verteilen, wobei sich jede Eigenschaft anders auf eure Hauptfigur auswirkt. Mit der Fähigkeit Sprache wird es euch im Verlaufe des Spiels möglich sein, Personen durch Redegewandtheit von euren Ansichten zu überzeugen, während das Attribut Kraft eher darauf ausgelegt ist, Konflikte mit Waffengewalt zu lösen. Schnell rüstet euch der freundliche Landarzt noch mit einem Satz Klamotten aus und entlässt euch mit dem Verweis auf eine gewissen Sunny Smiles in die Weiten der Mojawe Wüste.
Ab diesem Punkt beginnt die vollkommene Freiheit, die die Fallout-Serie auf der Xbox 360 so besonders macht. Nun ist es euch überlassen, ob ihr auf gut Glück durch die Wüste reist, oder mit Hilfe der Bewohner von Goodsprings die Jagd auf die Männer aufnehmt, die euch töten wollten. Sunny führt euch in diesem Falle durch ein kleines Tutorial, in dem ihr die Feinheiten des Kampfes und die weiterentwickelte Möglichkeit des Craftings erklärt bekommt. In New Vegas ist es euch nämlich möglich, euch mit dem nötigen Wissen und dem richtigen Material Waffen, Ausrüstung und Medizin selbst zur Verfügung zu stellen. Habt ihr einen guten Wert in der Fähigkeit "Reparieren", so könnt ihr beschädigte Ausrüstungsgegenstände leicht in ihre Einzelteile zerlegen und mit diesen kaputte Waffen in Schuss bringen. Die Charakteristika "Wissenschaft sorgt dafür, dass ihr an Werkbänken aus gesammeltem Material wie Altmetall, Energiespulen, Rohren oder sonstigem Schrott mächtige Rüstungen und Laserpistolen erschaffen könnt. Seid ihr eher auf den Spuren eines Naturburschen unterwegs, so lässt sich mit der Fertigkeit "Überleben" an jeder Feuerstelle nach speziellen Rezepten Heilmittel oder Verpflegung brauen. Mit diesen Überlebenskünsten und einem Hinweis auf den letzten Verbleib eurer Peiniger zieht ihr in Richtung Süden, um euch den Platinchip zurückzuholen.
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