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Es gibt kaum etwas Langweiligeres zwischen Himmel und Erde als einen Bildschirmschoner. Entweder wird das Auge des Betrachters einfach mit einer grauen Wand gequält, alternativ fliegen Logos eines Softwarekonzerns mit zu viel Geld von rechts nach links. Wer will, dass sein PC beim Schlafen schicker aussieht kann auch in Extra-Programme investieren, damit die Ruhephasen schön bunt aussehen. Am beliebtesten sind simulierte Aquarien mit schönem blauen Wasser und vielen bunten Fischchen. Für wenigstens mittelmäßige Qualität muss man dann aber auch schon mal zehn Euro auf die Ladentheke packen. Für einen ähnlichen Preis, um genau zu sein 800 Microsoft-Points, könnt ihr euch auch ganz bequem Feeding Frenzy 2 herunterladen. Das Arcade-Spiel sieht mindestens genauso schön aus wie ein herkömmlicher Unterwasser-Bildschirmschoner. In unserem ausführlichen Arcade-Test verraten wir euch, ob auch die spielerische Komponente stimmt und ihr euch das Game zulegen solltet. |
Nahrungskette Das Spielprinzip ist mal wieder ebenso simpel wie genial. Als kleiner Fisch durchstreift ihr das Meer in Form von 2D-Levels und futtert dabei alles auf, was sich euch in den Weg stellt. Jedenfalls solange es kleiner ist als ihr selber. Ansonsten werdet ihr selbst bald Bekanntschaft mit dem Inneren eines anderen Fisches machen. So müsst ihr bei eurer Tour durch den großen Ozean immer auf der Hut sein, schließlich dürft ihr keinem größeren Fisch vor die Kiemen schwimmen, müsst aber gleichzeitig dafür sorgen satt zu werden. Der Clou an der Sache: Sobald ihr eine bestimmte Anzahl an kleineren Tierchen verspeist habt, wachst ihr auf einmal. Wenn ihr nun mehr als doppelt so groß wie vorher seid, sieht die Nahrungskette unter Wasser schon ganz anders aus. Fische, die ihr vorher fürchten musstet, könnt ihr jetzt mit einem Happs verschlingen. Noch eine Wachstumsphase und eine Fressorgie später habt ihr das Level dann geschafft, schließlich seid ihr jetzt der größte Fisch weit und breit. |
Fressorgie Dieses grundlegende Prinzip benutzt Feeding Frenzy 2 in fast allen seiner zahlreichen Spielmodi. Der tolle Storymodus führt euch durch insgesamt 60 solcher Abschnitte. Die Geschichte hinter dem Geschehen ist zwar recht seicht, aber das stört im Falle von Feeding Frenzy 2 überhaupt nicht. Nach euren ersten paar Schwimmversuchen, bei denen euch die Steuerung erläutert wird, erblickt ihr plötzlich einen unheimlich großen Fisch, der am Horizont seine Kreise zieht. Näheres könnt ihr allerdings nicht erkennen, denn der fischige Kollos ist in dichte Schatten gehüllt. Damit beginnt eure Reise, denn ihr wollt natürlich ergründen, was sich für ein seltsames Wesen in eurem Ozean befindet. Während dieser Hatz wechselt alle paar Levels der Fisch den ihr kontrolliert und mit ihm auch die unterschiedlichen Spielbedingungen.
In den Tiefen der Meere ist es nämlich teilweise so dunkel, dass ihr überhaupt nichts mehr erkennen könnt. Dann schlägt die Stunde des Anglerfisches. Mit einem kleinen Lämpchen auf dem Kopf kann er die Umgebung erhellen, allerdings nur wenn ihr dafür sorgt, dass er regelmäßig Plankton zwischen die Kiemen kriegt. Mit anderen Fischen dürft ihr sogar zeitweise das Wasser verlassen und versuchen mit geschickten Sprüngen die vielen Käfer über dem Meer zu erwischen. Aber hütet euch vor den Möwen. Wenn diese euch erwischen bekommt ihr ein Leben abgezogen, genauso wie wenn euch ein größerer Fisch verspeist. Aufgelockert wird das Spielgeschehen immer wieder durch schicke Bonusabschnitte, in denen ihr keine Angst vor Fressfeinden haben müsst, sondern euch nach Lust und Laune die Plauze vollfuttern könnt. Zudem gibt es noch Unmengen an Items, Beschützerfische, die euch vor einem Tod bei Feindkontakt bewahren, goldene Heringe, die euch sofort wachsen lassen und Bomben und fiese Tinten- und Kugelfische und… Ihr merkt schon, an Abwechslung mangelt es dem Spiel nicht, ihr werdet die gesamten 60 Levels lang wirklich prima unterhalten.
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