
Autor Daniel Flege -
Quentara |
Erstellt am 02.02.12 |
Streetdate 03.02.2012 |
Spielgenre
Rollenspiel |
Entwickler/Publisher
Square Enix
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Kommentare
3
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Seit Jahren steht Squares Final Fantasy Reihe für Rollenspiele in Hochgenuss. Egal ob die Klassiker auf der PlayStation One oder die ab Final Fantasy X beginnenden nächste Generation; das Konzept aus modernen Märchen, rundenbasierten Kämpfen und beeindruckenden Zwischensequenzen fesselt Genrefans auf der ganzen Welt stundenlang vor die Konsolen. Trotz des wirtschaftlichen Erfolges sahen sich die Japaner mit Final Fantasy XIII jedoch erstmals mit massiver Kritik konfrontiert. Die schlauchartigen Level, fehlende Städte und ein zu linearer Spielverlauf lies die Serie bei vielen eingefleischten Anhängern in Ungnade fallen. Zudem sorgten die Entwickler mit der Aussage, Städte wären ihnen zu viel Arbeit gewesen, für Diskussionsstoff. Für Final Fantasy XIII-2 möchte Square nun Wiedergutmachung betreiben und mit einem abwechslungsreichen Spielverlauf und weitläufigeren Welten alte Fans zurückgewinnen. Ob dies gelingt, erfahrt ihr in unserem Test. |
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Überarbeitetes Kampfsystem Werdet ihr in den Gebieten von den nun wieder aus dem Nichts auftauchenden Feinden überrascht, stehen euch zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder, ihr flieht aus dem durch einen Kreis angezeigten Angriffsbereich eines Monsters, oder ihr stellt euch und kämpft. Durch einen euch an die Seite gestellten Mogry steht euch hierbei das Mogronometer zur Verfügung, welches euch die Folgen eines Angriffs zeigt. Ist das Mogronometer grün, könnt ihr durch das Drücken von A einen Präventivschlag ausführen und dem Feind somit zu Beginn massig Schaden zufügen. Zeigt der Indikator die Farbe gelb, so geht es mit neutralen Voraussetzungen in das Duell, während ihr bei rotem Mogronometer einem sich im Vorteil befindenden Feind gegenüberstehen werdet. Leider ist hier auch die Entfernung zum Gegner entscheidend, denn wenn ihr euch von diesem nicht weit genug entfernt aufhaltet, schlagen eure Helden gerne einmal durch diesen hindurch und der Vorteil ist dahin. Das traditionelle Active Time Battle System der Final Fantasy Reihe wurde im neuesten Teil einer kleinen Auffrischung unterzogen. Ihr dürft einen Anführer für eure Gruppe bestimmen und dessen Geschicke im Duell mit Monstern und Menschen messen. Eure Rolle und die eurer Gefährten richten sich wie im Vorgänger nach dem ausgewählten Paradigma, welches sich mit Druck auf LB wechseln lässt. So könnt ihr eure Strategie auf geballte Offensive umstellen, eure Angriffe mit der Extermination auf einen Gegner fokussieren, um schnellstmöglich eure Komboleiste zu füllen, oder euren Mitstreitern die Rolle des Heilers zuteilen, während ihr euch voll und ganz auf den Ansturm konzentriert. Neu ist, dass sich von euch besiegte Monster kontrollieren lassen und in eure Partie integriert werden können. Bis zu drei Kreaturen lassen sich in eure Paradigmen einbinden, wobei diese mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet sind. Das katzenartige Vieh Caith Sith mit seinen heilerischen Kräften lässt sich so beispielsweise in eure Defensive eingliedern, um euch nach massigen Attacken schnellstens wieder zu heilen. Natürlich können sich eure kontrollierten Wesen ebenso weiterentwickeln, wie eure Charaktere selbst. Dies geschieht mit Hilfe des Kristariums, in dem ihr im Kampf gesammelte Kristalle in die drei Fähigkeiten Brecher, Verheerer oder Verteidiger investieren könnt. Je höher euer Level in diesen Aspekten, desto höher sind eure Chancen auf neue Angriffsmuster oder Magieangriffe. Füllt ihr ein Kristarium komplett, könnt ihr euch sogar in zusätzlichen Rollen wie der des Augumentors oder der Heilerin ausbilden lassen. Der Schwierigkeitsgrad richtet sich sowohl an Einsteiger, als auch an echte Veteranen. Habt ihr euch erst einmal in das Wechselspiel der Paradigmen eingearbeitet und verbringt ihr eure Zeit regelmäßig im Kristarium, werdet ihr durchgängig gute Sterneberwertungen nach den Kämpfen serviert bekommen. Obwohl sich der Titel für einen Final Fantasy-Teil recht zügig durchspielen lässt, solange ihr euch auf die Hauptquests konzentriert, legen wir euch doch die zahlreichen Nebenmissionen und Kontra-Artefakte ans Herz. Nicht nur, weil die zusätzlichen Abenteuer und alternative Handlungen wirklich Spaß machen, sondern auch, weil der Schwierigkeitsgrad auf der Zielgeraden drastisch ansteigt. Habt ihr euch von Boss zu Boss stets gerade so durchgemogelt, wird es euch in den letzten Zügen regelrecht zerlegen. Ein regelmäßiges Aufleveln ist daher Pflicht. |
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Langzeitmotivation pur Damit es euch trotz der zahlreichen Quests und abwechslungsreichen Welten nicht an Motivation mangelt, haben sich die Entwickler ein paar weitere Gameplayelemente einfallen lassen, um euch an den Controller zu fesseln. Mit Items und Waffen steht euch die durchgeknallte Chocobolina zur Seite, eine heiße Frau in einem bunten Chocobo-Kostüm. Sie wartet wie durch Zauberhand überall im Spiel auf euch, um überflüssige Gegenstände aufzukaufen und euch dafür Accessoires, Schwerter und Heilmittel bieten zu können. Natürlich dürfen in einem richtigen Final Fantasy die wahren Chocobos nicht fehlen. Ab einem gewissen Erkundungsgrad tauchen die flinken Viecher auf und lassen sich mit einem speziellen Kraut zähmen. So könnt ihr euch nicht nur schneller fortbewegen, sondern seid auch zusätzlich vor Angriffen durch Monster geschützt. Der euch begleitende Mogry verfügt über einen magischen Bommel, mit dem er unsichtbare Gegenstände aufspüren und sichtbar machen kann. So findet ihr nicht nur wertvolle Schätze, sondern womöglich auch eines von insgesamt 160 Fragmenten. Diese Splitter enthalten Erinnerungen oder Aufzeichnungen über andere Zeitepochen. Interessante Hintergrundinfos sind so garantiert. Zusätzlich entstehen im Spielverlauf sogenannte Zeitspalten, in denen Vergangenheit und Zukunft im Nichts zusammenfließen. Um diese zu lösen, bekommt ihr kleine Minispiele vorgesetzt. Es gilt, Kristalle auf wegbrechenden Platten so einzusammeln, dass ihr mit den Schätzen heil zum nächsten Portal gelangt. Ein weiteres Rätsel setzt euch ein Zeitlimit, um farblich wechselnde Kristalle schnell zu einem vorgegebenen Sternzeichen zu verbinden. Dies lockert den Mix aus Kampf- und Questaufgaben ungemein auf. Zusätzlicher Spielspaß ist so garantiert. |
Für viele Fans der Reihe war der letzte Teil eine herbe Enttäuschung. Die Entwickler haben jedoch aus den kritischen Stimmen der Spieler gelernt. Vorbei sind die Zeiten von einseitigen Schlauchleveln, linearen Handlungsabläufen und oberflächlichen Geschichten, die mit viel Pomp aufgebohrt wurden. Final Fantasy XIII-2 macht viel von dem richtig, was am Vorgänger bemängelt wurde. Endlich gibt es wieder Interaktionen und Quests mit anderen NPC's. Die unterschiedlichen Welten bieten euch weitläufige und verzweigte Wege, um das Areal zu erkunden. Dank der Möglichkeiten von Zeitreisen und Chronosphären schafft Square zudem einen nichtlinearen Spielverlauf, den ihr nach eurem eigenen Ermessen durchlaufen und beeinflussen könnt. Dass auf eine offene Welt wie in anderen Rollenspielen verzichtet wurde, fällt dadurch kaum ins Gewicht. Die dynamischen Kämpfe machen Spaß, eure eigenen Monster zu züchten sorgt für Langzeitmotivation und auch die Tiefe, die den Helden in der Geschichte gegeben wird, knüpft endlich wieder an alte Zeiten der Reihe an. Da stört es auch weniger, dass die Landschaften nicht immer so detailliert ausfallen, wie im Vorgänger und auch von der Belebtheit nicht mit der harten Konkurrenz mithalten können. Den Olymp der Rollenspiele verpasst Final Fantasy leider durch die technischen Schwächen, die teils willkürlich wirkende Geschichte und die zumindest für westliche Ohren gewöhnungsbedürftige Soundauswahl. All dies kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass allen Genrefans ein opulentes Märchen mit ordentlich Spielzeit, Liebe zum Detail und jeder Menge Spannung ins Haus steht. Final Fantasy XIII-2 ist mehr, als nur ein direkter Nachfolger. So und nicht anders muss ein Final Fantasy-Teil sein. Für Serienfans ein Pflichtkauf! „Final Fantasy XIII-2 wird Serienfans versöhnen und Neueinsteiger begeistern.“ |
Pro
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Kontra
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Einzelspieler 8.8 |
Mehrspieler offline
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Xbox LIVE Mehrspieler
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Steuerung und Gameplay
8.5 |
Grafik und Präsentation
8.6 |
Sound, Musik und Special FX
8.4 |
Sprachausgabe
Englisch |
Bildschirmtexte Deutsch |
Zensur
Nicht notwendig
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Spielzeit ca. in Stunden
+30 |
Geeignet für
Anfänger bis Profis
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Altersfreigabe
Ab 16 Jahren |
Xboxdynasty Gesamtbewertung
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