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Golden Axe - Xbox Live Arcade - Testartikel

Autor
Tobias Schulte - Z0RN
Erstellt am
18.08.07
Streetdate
11.07.2007
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
Digital Eclipse / Microsoft
Kommentare
3
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Golden Axe Review

Nachdem sich Segas Softwareperlen aus seligen Master System, Game Gear und Mega Drive Zeiten bereits in einer Neuauflage in Form einer Compilation auf diversen Systemen breit gemacht haben gibt es jetzt nun endlich auch die ersten Titel für Xbox Live Arcade.
Neben Sonic The Hedgehog und dem kürzlich veröffentlichten Ecco the Dolphin erschien als einer der ersten Titel auch der Spielhallenklassiker Golden Axe aus dem Jahre 1989, welcher übrigens lange Zeit auf dem Index stand, was aus heutiger Sicht ob des vergleichsweise harmlosen Spielinhalts sowie dessen Darstellung völlig unverständlich klingen mag.
Von Amazonen, Barbaren, Zwergen und Rachefeldzügen
Die Hintergrundgeschichte von Golden Axe dient, wie so oft bei solchen Titeln, lediglich als Plattform um dem hirnlosen Geprügele wenigstens ansatzweise irgendeinen Sinn zu geben. In diesem Fall weiß das Setting jedoch von Anfang zu begeistern, da es sich in einem Fantasyreich mit riesigen Schildkröten und majestätisch großen Adlern, Drachen, Basilisken und vielem mehr abspielt.

Alle drei Hauptprotagonisten teilen dasselbe Schicksal:
der Oberbösewicht Death Adder hat irgendeine oder mehrere, nahestehende Personen wie Bruder, Mutter oder Freund (oder auch alle drei zusammen) umgelegt und deshalb haben die drei blutige Rache geschworen und nicht eher inne zu halten bis Death Adder in seinem eigenen Blut röchelnd dahin siecht.

Soweit so gut, ihr habt also zu Beginn die Wahl zwischen Amazone, Barbar oder Zwerg. Der Spielverlauf mit allen drei ist absolut identisch, es ändern sich jeweils lediglich die Magie und natürlich das äußere Erscheinungsbild nebst Waffe.
Das Gameplay
Simpel wie man es aus der damaligen Zeit und vor allem von Spielautomaten gewohnt ist benötigt ihr zum Steuern nicht viele Tasten. Mit dem linken Stick respektive D-Pad wird gelaufen, ansonsten benötigt ihr nur drei Buttons die da wären Angriff, Magie und Springen.
 
Das Interface birgt keine Überraschungen, ihr seht am oberen Rand eure Magieleiste und am unteren Rand eure Lebensenergie sowie die verbleibenden Leben.
 
Kommen wir nun zum simplen und genialen Gameplay: ihr lauft einfach von links nach rechts durch wirklich schöne, fantasievoll designte Landschaften und prügelt alles zu Brei was nicht bei Drei im HIPP-Gläschen landen möchte.
Dabei führt ihr Button-Smashing der obersten Liga aus um euren Charakter automatisch diverse Combo-Attacken ausführen zu lassen. Zusätzlich könnt ihr aus dem Sprung angreifen oder per schnellem doppeltem Druck in eine Laufrichtung eine Stoßattacke ausführen, die selbst den guten, alten Madden wie ein kleines Mädchen heulen ließe.
Interessant ist der Einsatz der Magie. Jede der drei Figuren hat einen speziellen Zauber (Blitz, Feuer oder Erde), welcher in verschiedenen Stufen mithilfe von blauen Tränken ausgebaut werden kann, um dann auf der höchsten Stufe richtig auf den Scheibenkleister zu hauen und den Bildschirm leer zu fegen. Cooles Feature!

Ein weiteres geniales Feature und schon damals sehr innovativ: Reittiere.
Ihr habt die Möglichkeit im Spiel diverse berittene Wesen wie einen Basilisken mit spitzem Dreizackschwanz oder zwei verschiedene Sorten feuerspeiender Drachen zu ergattern indem ihr dessen aktuelles Herrchen aus dem Sattel prügelt um euch anschließend selbst darauf zu schwingen. Sehr spaßig und wenn ihr es geschickt anstellt bekommt ihr so erstmal nur Leichen statt Gegnerhorden auf dem Screen zu sehen.

Das Spiel bietet euch insgesamt neun Stages, welche allesamt recht kurz gehalten sind und euch zwischendrin immer wieder mit besonders harten Brocken wie Hammerschwingenden Riesen oder Panzern in Form von metallbehafteten Rittern aufhalten.
Ab und an gelangt ihr außerdem an Rastplätze, in welchen ihr zunächst von kleinen Kobolden zwei eurer magischen Tränke beraubt werdet um euch diese sowie zwei weitere mit etwas Geschick wieder zurück zu holen. Die kleinen Hansel tauchen übrigens auch sonst hin und wieder in den Stages auf, beklauen euch dann allerdings nicht, sondern teilen kräftig Bonustränke aus nachdem ihr ihnen mit ein paar ordentlichen Hieben, einer Handkante sowie einem angezogenen Knie die Kauleiste wieder zurecht gerückt habt.
Die Präsentation
Keine Rede, das Game ist von 1989 und sieht auch so aus, aber selbst für damalige Verhältnisse kann es wirklich beeindrucken!
Ihr bekommt detaillierte Charaktere, gelungene Animationen, wunderschöne und fantasievolle Landschaften, Reisen auf dem Rücken einer Riesenschildkröte und einem Adler sowie den Einsatz von Parallax Scrolling zu sehen (damals ein Novum!).
Desweiteren verdienen die Zauber, vor allem auf der höchsten Ausbaustufe, wirklich eine Erwähnung, denn diese sind einfach nur spektakulär in Szene gesetzt (vor allem der Amazonenzauber!).

Was mich jedoch dazu bewegt hat mich nachts in den Schlaf zu weinen und mittendrin schweißgebadet aufzuwachen waren die teilweise wirklich grauenhaften, dudeligen Hintergrundsounds, die so wohl auch ein zweijähriges Kind auf dem Synthesizer zusammen gebracht hätte. Nur die Melodie im Endkampf weiß zu gefallen. Ach ja, die Soundeffekte gehen ebenfalls in Ordnung.
Xbox Live
Der Multiplayer Koop-Modus lokal oder über Xbox Live lässt sich mit maximal zwei Spielern zocken und ist ebenfalls sehr spaßig, denn zu zweit gehts immer leichter, gerade in solchen Beat ´em ups. Allerdings solltet ihr euch schon gut absprechen was Items und Reittiere betrifft, denn schneller prügelt ihr euch Gegenseitig in die Beratungsstelle für Zahnersatz als euch lieb ist, statt den Feind, welcher es ob der verfaulten Visage viel nötiger hätte.

Der Ablauf ist Live-üblich, ihr landet in der Lobby, legt als Host Spieleinstellungen fest und setzt euren Status auf Bereit. Fertig, auf Spielpartner warten, los legen!

Im Koop ist das Game natürlich ungeschlagen, denn da kommt immer im wahrsten Sinne des Wortes doppelt Spielspaß auf.
Fazit
Golden Axe ist meines Erachtens eine wahre Perle des Genres, trotz des Alters und der wirklich enorm kurzen Spielzeit von gerade einmal knapp 30 Minuten. Die genialen Features wie Magie, Reittiere, drei verschiedene Charaktere, Koop-Gameplay, die fantasievollen Stages sowie natürlich die Jagd nach dem AAA++-Ranking sorgen für enorm Motivation. Meines Erachtens gibt es auf XBLA bis zur Veröffentlichung von Streets of Rage 2 keinen Sidescroller, der mit diesem Titel mithalten kann. Zugreifen!
Pro
  • Liebevolle Präsentation
  • Innovative Features wie Magie und Reittiere
  • Drei spielbare Charaktere
  • Koop-Gameplay
Kontra
  • Grauenhafte Hintergrundmusik
  • Extrem kurze Spielzeit
Einzelspieler
8.3
Mehrspieler offline
8.5
Xbox LIVE Mehrspieler
8.5
Steuerung und Gameplay
8.0
Grafik und Präsentation
8.0
Sound, Musik und Special FX
4.5
Sprachausgabe
englisch
Bildschirmtexte
englisch
Zensur
Nicht notwendig
Spielzeit ca. in Stunden
+5
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Ab 6 Jahren

Xboxdynasty Gesamtbewertung



Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

SLF Schumi schrieb am 20.08.2007 15:02
SLF Schumi () - --mann muss es halt im arcade maßstab sehen, track and field hat auch nur 4.9 grafik gekriegt, da es schönere arcade games gibtmelden
xd102 schrieb am 19.08.2007 19:08
xd102 (Freising) - RecreationWenn du nach heutigem Standpunkt ausgehst dürften 90% der Arcadegame in Sachen Grafik 1.0 bekommen :Pmelden
SLF Schumi schrieb am 19.08.2007 09:37
SLF Schumi () - --grafik 8.0 guter witz^^melden

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