Die Guitar Hero Reihe ist, trotz ihres jungen Alters, längst in die Videospielgeschichte eingegangen. Seinen Anfang nahm dies in Europa am 7. April 2006 auf der Playstation 2. Damals konnte Guitar Hero mit einem ganz neuen Spielgefühl begeistern und trat damit eine Welle von Musikspielen los, die wir nicht mehr missen möchten. Sein Debüt auf der Xbox 360 feierte die Serie etwa ein Jahr später mit Guitar Hero 2, das durch eine verbesserte Gitarre und größere Songauswahl punkten konnte. Im dritten Teil der Serie seid ihr auf Rocklegenden getroffen und konntet euch mit diesen messen, auch hier wurde wieder eine Schippe drauf gelegt und erstmals durftet ihr mit einer Wireless- Gitarre spielen. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Spin Offs Guitar Hero: Rocks The 80s und Aerosmith, wobei nur letzteres für die Xbox 360 erschienen ist. All diese Spiele erlaubten euch jedoch nur Gitarre und Bass zu spielen, dies sollte sich mit Guitar Hero: World Tour grundlegend ändern. Denn von da an konntet ihr als komplette Band euer Wohnzimmer zu Kleinholz rocken. Die bis dato neuste Veröffentlichung ist Guitar Hero: Metallica auch hier dürft ihr als Band rocken und bei Metallica Tracks sogar als Metallica selbst zeigen, was ihr könnt.
Dafür, dass die Reihe gerade einmal etwas mehr als 3 Jahre auf dem Buckel hat, ist die Anzahl der Veröffentlichungen beachtlich, da die Spiele aber kontinuierlich verbessert wurden und die Tracks immer frisch waren, konnte bisher nie wirklich von Abzocke oder ähnlichem die Rede sein. Nun steht jedoch Guitar Hero: Greatest Hits in den Startlöchern und bereits lange vor Veröffentlichung waren die Schreie groß, dass nun der Ausverkauf der Serie starten würde. Denn zum Ärgernis der Fans bietet dieser Ableger, wie der Name auch schon vermuten lässt, keinerlei neue Songs. Stattdessen wurden 48 Songs aus älteren Guitar Hero Teilen ausgewählt und in die heutige Guitar Hero Welt übertragen, das heißt natürlich auch, dass ihr die Songs nun alle als komplette Band spielen könnt. Ob Guitar Hero: Greatest Hits seinem Namen gerecht wird oder doch eher Guitar Hero: We Need More Money heißen sollte, erfahrt ihr in unserem Textartikel. |
Bewährtes Gameplay Für alle unter euch, die wider Erwarten noch nie etwas mit einem der Guitar Hero Titel zutun hatten, möchten wir noch einmal kurz auf das Gameplay des Titels eingehen. Guitar Hero Veteranen werden schnell feststellen, dass sich nicht allzu viel im Vergleich zu Guitar Hero: World Tour und Metallica geändert hat, vielmehr hat man die Stärken dieser Titel auf die älteren Tracks übertragen ohne das Rad neu zu erfinden, aber wozu auch?! Denn das aktuelle Gameplay ist als nahezu perfekt zu bezeichnen und bedarf keinerlei Änderungen.
Während der Songs habt ihr eure Abfolge von Noten, die ihr spielen müsst, während im Hintergrund mit euren eigenen Charakteren auf der Bühne eine furiose Rockshow hinlegt. Am Gameplay der Gitarre hat sich nichts geändert, die Noten fliegen noch immer vom Horizont zu euch heran und ihr müsst sie im richtigen Moment treffen. Erfreulicherweise wurden jedoch die markierten Abschnitte, in denen ihr das Touchpad der Gitarre nutzen könnt, super integriert und spielen sich sehr intuitiv, hier hat man sich glücklicherweise an Guitar Hero: Metallica orientiert. Nun macht es auch richtig Spaß auf die Slidebar zu wechseln, während es in World Tour oft einfach nur nervig und unnötig war. Alle Songs profitieren übrigens zum ersten Mal von der Slide Bar, da diese erst mit Guitar Hero: World Tour eingeführt wurde.
Während ihr bei der Gitarre nur 5 Tasten bedienen müsst, sind es beim Schlagzeug schon sechs „Tasten“, denn neben die beiden Hi- Hats und den 3 Drums gibt es noch die Kickdrum, die per Fußpedal bedient wird. Die Kickdrum wird durch eine Leiste dargestellt, die quer zum Notenhorizont steht. Für einige Songs steht für das Schlagzeug der Schwierigkeitsgrad Profi+ zur Verfügung, der den absoluten Profis unter euch einiges abverlangt. Um diesen Schwierigkeitsgrad zu bestehen, müsst ihr euch jedoch ein zweites Fußpedal zulegen, da die schnellen Kickdrumläufe schlichtweg mit einem Pedal nicht machbar sind. So kommt hier also sogar streng genommen „Taste 7“ hinzu, wobei wir ganz klar betonen müssen, dass Profi+ nur für verdammt gute Drummer geeignet ist und dass die meisten von uns wohl nie ein zweites Fußpedal brauchen werden.
Beim Bass gibt es keine Neuerungen, auch hier habt ihr es mit einer sechsten „Taste“ zutun, die ebenso wie die Kickdrum auf dem Screen dargestellt wird, diesen Ton spielt ihr, indem ihr anschlagt, ohne eine farbige Taste zu drücken, der Rest läuft wie bei der Gitarre. Das Mikrophon funktioniert so, wie ihr es aus den Vorgängern kennt, der Text wird eingeblendet und ihr müsst die richtige Tonhöhe mit eurer Stimme treffen. |
Gestalte deinen Rockstar Lange fehlte dieses Feature, aber seit Guitar Hero: World Tour gehört es zum festen Bestand des Spiels und so könnt ihr euch auch diesmal wieder einen kompletten Rockstar erstellen und ihn nach Belieben designen. Zusätzlich sind natürlich die bekannten Charaktere aus Guitar Hero Spielen enthalten und auswählbar. Kommen wir aber nun noch einmal kurz zum Erstellen eines eigenen Charakters: Natürlich sind die einfachen Merkmale wie Geschlecht oder das Musikgenre enthalten, ihr könnt euch zum Beispiel einen Punker, einen Goth oder einen prolligen Rockstar erstellen.
Wem dies noch nicht reicht, kann hier noch wesentlich tiefer in die Materie gehen und die einzelnen Elemente des Gesichts haargenau anpassen. Auch die Klamotten sind frei wählbar und ihr habt eine große Auswahl, wie ihr euren Rockstar einkleiden wollt. Diese können aber teilweise erst nach Erfolgen in der Karriere gekauft und somit auch getragen werden. Den krönenden Abschluss der Erstellung eines Charakters bildet die Funktion, die es euch erlaubt, Animationen zuzuordnen, die beim Abschluss oder bei einem Abbruch eines Songs ausgeführt werden. Doch die Möglichkeiten eurer Kreativität freien Lauf zu lassen hören bei der Erstellung des Charakters glücklicherweise nicht auf. Denn zusätzlich erlaubt es euch Guitar Hero: World Tour auch Gitarren, Schlagzeuge und Mikrophone frei zu gestalten und anschließend auch während der Konzerte zu verwenden.
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