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Halo Reach: Defiant Map Pack - Marktplatz - Testartikel

Autor
B. Simon - SiebenProfiler
Erstellt am
18.03.11
Streetdate
15.03.2011
Spielgenre
Ego-Shooter
Entwickler/Publisher
Bungie / Microsoft
Kommentare
5
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Halo Reach: Defiant Map Pack

Zwar hat sich Bungie mittlerweile von der Halo Serie getrennt und entwickelt nun für Activision ein mutmaßliches MMORPG im Weltraum, nichtsdestotrotz wird Halo: Reach wie versprochen weiterhin mit neuen Inhalten versorgt. Etwas mehr als vier Monate ist es jetzt her, dass das lange erwartete Noble Map Pack drei neue Karten für Microsofts Ego-Shooter Nummer eins lieferte. Mit dem Defiant DLC erscheinen nun weitere drei Maps, dieses Mal aus der Feder des Entwicklerstudios 343 Industries und Certain Affinty, zum kostenpflichtigen Download und erweitern die Spielwiese von Reach auf jetzt insgesamt 15 Schlachtfelder. Für die mittlerweile obligatorischen 800 Microsoft Points erhaltet ihr die Karten Condemned, Highlands und Unearthed, zu deutsch Verurteilt, Hochland und Ausgegraben.  In unserem Testbericht erfahrt ihr jetzt ob das Defiant Map Pack auch ohne Bungies Zutun das Multiplayer Erlebnis in Halo: Reach um einige Stunden Spielspaß erweitert hat oder ob hier lieblos ein neuer DLC auf den Marktplatz geworfen wurden.

Immer das Kleingedruckte lesen
Um das Kartenpaket auf eurer Konsole zu speichern, müsst ihr lediglich die Halo: Reach Spieldisc einlegen, den Anweisungen in Bungies Community Message folgen und schon leitet euch das Spiel direkt zum Download. Bevor ihr diesen aber startet, solltet ihr euch die Informationen zum Defiant Map Pack zu Gemüte führen. So empfehlen 343 Industries und Certain Affinity euch mindestens 1 GB freien Speicherplatz auf der Festplatte für eure neue Errungenschaft zu reservieren, damit alle Online Funktionen ausgeführt werden können. Außerdem kann der DLC bei vorhandener Festplatte nicht auf externe Speichermedien installiert werden. Habt ihr den Download trotz aller Widrigkeiten beendet, könnt ihr auch schon in neue Online Multiplayerschlachten ziehen. In der Arena Spielliste hat Bungie wie bereits beim vorherigen Map Pack eine extra Spielliste für alle Besitzer der drei neuen Levels angelegt, so dass ihr euch gleich ausgiebig den neuen Karten widmen könnt. Lange vorbei sind auch die Zeiten in denen ihr versteckte Oddballs suchen musstet um ein paar Achievements freizuschalten. So wurden die 150 Gamerscore des neue Kartenpakets auf drei Erfolge aufgeteilt, die alle durchaus machbar sind. Die einzige Schwierigkeit besteht darin, den entsprechenden Spielmodi zu erwischen. 

Der Weltraum, unendliche Weiten...
Aber kommen wir zum Wichtigsten, den neuen Karten. In unserem ersten Multiplayer Spiel in der neuen Spielliste starteten wir mit einem Team Slayer auf Condemned – Verurteilt. Den Namen hat die Map eindeutig zu Recht bekommen: Ihr befindet euch in einer UNSC Kommunikationsanlage über Reach die von der Allianz bereits übel zugerichtet wurde. Einzelne Teile der ursprünglich zusammenhängenden und in einem Ring angeordneten Station drehen sich im Weltraum langsam um ihre eigene Achse und drohen in die Atmosphäre des Planeten einzutreten. Eine vereinzelte UNSC Fregatte liefert sich noch einen Kampf mit einem Allianz Schiff, der Krieg jedoch ist längst verloren. Denn unter euch seht ihr wie Reach bereits von der Allianz verglast und zu einem glühenden von glutheißem Plasma versengten Planeten wird. Als Kämpfer auf dieser Station seid ihr dazu verurteilt dem Treiben unter euch machtlos zuzusehen. Allzu melancholisch solltet ihr aber trotzdem nicht werden, denn in den Multiplayer Gefechten auf Condemned müsst ihr stets auf der Hut sein.

Auf den ersten Blick ist Verurteilt recht verwirrend, viele Gänge und Treppen mit unzähligen Möglichkeiten für einen Hinterhalt, lassen euch die erste Zeit etwas planlos umherstreifen. Einen Orientierungspunkt bietet euch jedoch der Reaktorraum, der von den Kämpfen um die Station bereits heftig in Mitleidenschaft gezogen wurde und keine Atmosphäre mehr enthält. Die Kämpfe finden in diesem Bereich also im Weltraum statt, wobei die geringe Gravitation euch wie ein Känguru durch die Gegend hüpfen lässt und der luftleere Raum die Lautstärke von Schüssen und Explosionen dämpft. Nichtsdestotrotz dürft ihr euch hier nicht in Sicherheit wiegen, denn besonders auf der unteren Ebene verstecken sich gerne Gegner unter dem Reaktor. Grafisch macht Condemned einen soliden Eindruck, auch wenn die Station selber farbig sehr eintönig gestaltet ist. Dafür fallen die liebevoll gestalteten Details umso mehr ins Auge. Da strömt in unregelmäßigen Abständen aus haarfeinen Löchern an der Wand Dampf, Glassplitter und andere Bruchstücke schweben im Weltraum, Hologramme zeigen die beschädigten Elemente der Kommunikationsstation in rot und Computerbildschirme zerfallen bei Beschuss in ihre Einzelteile. Verurteilt eignet sich besonders für schnelle, intensive Mehrspielergefechte und bietet abwechslungsreiche Kämpfe im luftleeren Raum.

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