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Happy Feet 2: Das Videospiel - Testartikel

Autor
Tobias Greiser - HEADCRASH
Erstellt am
04.12.11
Streetdate
11.11.2011
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
- - - - / Warner Bros. Interactive
Kommentare
5
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Im ewigen Eis herrscht gähnende Langeweile

Wer trägt stets einen Frack, kann nicht fliegen aber tanzen und erobert gerade zum zweiten Mal die Kinoleinwand? Klare Sache, dabei kann es sich nur um die lustigen Pinguine aus dem Film Happy Feet 2 handeln. Und da mit fast jedem ambitionierten Streifen auch ein entsprechendes Spiel einhergeht, tanzen die flauschigen Flattermänner ab sofort auch auf der Xbox 360. Wir haben uns für euch in die virtuelle Kälte aufgemacht und gemeinsam mit den Pinguinen eine heiße Sohle aufs eisige Parkett gelegt. Ob die Umsetzung Spaß macht und sich für euren Nachwuchs als Weihnachtsgeschenk eignet, erfahrt ihr ab sofort in unserem Testbericht.

Auf der eisigen Suche nach Erik

Die Handlung des Spiel orientiert sich an der des Kinofilms. Pinguin Mumble ist ein Meister des Tanzens, bekommt seinen süßen Sohn Erik aber nicht dazu ebenfalls rhythmisch die Flossen zu schütteln. Der hat nämlich ganz andere Dinge im Kopf, nachdem er einen Pinguin gesehen hat, der tatsächlich fliegen kann. Kurzerhand reißt der kleine Racker aus und ihr müsst euch gemeinsam mit eurem besten Kumpel Ramon auf die Suche nach eurem Nachwuchs begeben. Dazu schickt euch das Spiel durch zahlreiche Level, die Story wird aber jeweils nur in zwei Zeilen wie „Oh, wo könnte Erik nur sein? Wir müssen ihn finden.“ am Anfang eines Abschnitts präsentiert. Eine Dynamik oder gar Dramatik mag aufgrund dieser simplen Präsentation der Rahmenhandlung nicht aufkommen, aber schließlich ist es ja auch wichtiger, dass Happy Feet 2: Das Videospiel spielerisch überzeugen kann.

 

Eure Aufgabe ist es in den ziemlich linearen und kleinen Abschnitten möglichst viele Noten und Pinguine einzusammeln. Mit den Noten schaltet ihr neue Songs frei, die ihr als Hintergrundmusik laufen lassen könnt. Die Pinguine benötigt ihr, um das Level erfolgreich abschließen zu können, da dafür eine spezielle Tanzchoreografie mit einer gewissen Anzahl an Kollegen vonnöten ist. So hüpft ihr mit euren gefiederten Freunden über Eisschollen, haltet Ausschau nach versteckten Noten und stampft gemeinsam eisige Hindernisse aus dem Weg, um schließlich irgendwann Erik wiederzufinden.

Gähnende Langeweile

Das mag sich in Schriftform alles noch ganz unterhaltsam anhören, verkommt im Spiel aber zur total langweiligen Fleißarbeit. Die Pinguine bewegen sich verdammt langsam durch die Level, in denen es außer den sammelbaren Noten und einigen Rätseln, die man kaum als solche bezeichnen kann, kaum etwas zu sehen gibt. Quälend langsam schleicht ihr durch die Eiswelt und habt schon so ziemlich das Höchstmaß an Spannung erreicht, wenn ihr viermal hintereinander die X-Taste im Takt drücken müsst, um einen Pinguinkumpanen zum Mitkommen zu bewegen. Auch Gegner laufen euch kaum über den Weg, eure Lebensanzeige wird meistens nur von eisigen Stacheln am Wegesrand ansatzweise in Bedrängnis gebracht. Da hilft es dann auch nicht mehr, dass Musikstücke aus der Feder des Grammy-Gewinners Ozomatli im Hintergrund dudeln oder jederzeit ein Freund zum kooperativen Spielen einsteigen kann. Die Präsentation ist mit den hübschen Gebieten und süß animierten Pinguinen zwar gut gelungen, kann aber auch nicht mehr großartig überzeugen, wenn ihr erst einmal vor lauter Langeweile vor dem Fernseher eingeschlafen seid.

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