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Hitman Absolution

Autor
Tobias Greiser - HEADCRASH
Erstellt am
22.01.12
Streetdate
20.11.2012
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
Square Enix
Kommentare
1
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Die Glatze vergibt und verlernt nicht

Einmal die Nummer 47 mit roter Soße, bitte. Was beim ersten Lesen nach einer Bestellung beim Chinesen um die Ecke klingt, erkennen Fans des Hitman ohne Probleme als kleinen Gag. Der wahnsinnige Spielewinter 2011 hat sein Ende gefunden und nun wird es Zeit auf die spannendsten Titel des aktuellen Jahres zu blicken. Hitman Absolution zählt fraglos mit dazu, mussten Anhänger der Serie doch fünf Jahre lang ohne ihren geliebten Helden auskommen. Nun kommt er wieder, ebenso kahl geschoren wie immer, aber mit ein paar neuen Features im Gepäck. Unser Vorschaubericht gibt euch einen kleinen Ausblick darauf, was ihr von dem Schleichtitel erwarten könnt.

Viele Wege führen zur Exekution

Beim generellen Spielablauf ändert sich natürlich auch im fünften Serienteil kaum etwas. Ihr sollt bestimmten Personen die Lichter ausknipsen, solltet dabei aber tunlichst unauffällig agieren. Und Hitman Absolution liefert euch dazu mehr Möglichkeiten und unterschiedliche Lösungsansätze als je zuvor. Möglichst heimlich vorzugehen ist natürlich immer noch die beste Methode. So werden andere Wachen nicht auf euch aufmerksam und ihr handelt euch zumindest theoretisch deutlich weniger Probleme ein, als bei einer rabiaten Vorgehensweise. Dafür habt ihr aber mit einem verdammt hohen Puls zu kämpfen, da euch an jeder Ecke der Spielwelt Probleme erwarten. Wie kommt ihr an einem Wachposten vorbei, der sich am einzigen Durchgangspunkt postiert hat? Glücklicherweise wartet die Spielwelt nicht nur mit Problemen auf, sondern bietet auch Mittel zur Lösung. Ein hässlicher Briefbeschwerer etwa, den ihr über das kontextsensitive Menü an euch nehmen könnt, wird in den Händen von Nummer 47 schnell zur tödlichen Wurfwaffe. Von solchen nützlichen Gegenständen könnt ihr viele finden, ihr müsst bloß die Augen offen halten.

Realistische Reaktionen

Die Umgebung nach hilfreichen Objekten abzusuchen, ist in Hitman Absolution lebenswichtig. So lassen sich Gegner etwa mit einem kurzgeschlossenen Stromkasten anlocken, damit ihr sie dann hinterrücks ins Reich der Träume schicken könnt. Da dann aber die Elektrik versagt, wird den anderen Wachen schnell klar, dass da irgendetwas nicht stimmen kann und ihr in der Nähe sein müsst. Flugs laufen ein paar Kollegen zum Stromkasten, um den Vorfall zu untersuchen. Ihr solltet also schnellstmöglich die Leichen verschwinden lassen – beispielsweise in einen Wandschrank oder in einer finsteren Ecke – und euch dann selber aus dem Staub machen. Es ist stets wichtig, den Gesprächen eurer Feinde aufmerksam zu lauschen. Damit lassen sich nicht nur alternative Routen entdecken, sondern auch Vorgehensweisen genauestens durchplanen. Sollte sich der von euch gerade heimlich erdrosselte Typ als Polizeichef herausstellen, habt ihr flugs seinen gesamten Mitarbeiterstab an den Hacken hängen. Diese realistischen Reaktionen der KI sollen die Spielwelt zu einem einmaligen authentischen Erlebnis machen und für ordentlich Spannung sorgen.

Kraft der Instinkte

Bedachtes und unauffälliges Vorgehen wird mit einem Anstieg der neuen Instinct-Leiste belohnt. In diesem Modus werden ähnlich wie in der Detektivsicht von Batman: Arkham City eure Gegner und deren Laufwege farblich hervorgehoben. Zudem gibt es optionale Hinweise auf mögliche Routen durch das Level, um es Anfängern in der ansonsten knallharten Welt des Agenten mit der Glatze einfacher zu machen. Die ganz harten Hunde unter euch, denen Hitman Absolution aufgrund der lineareren Level als in den Vorgängern sowieso schon zu simpel erscheint, können sich natürlich auch ohne Hilfestellung durchschlagen.


Wer keinen Bock auf Heimlichtuerei hat, kann sich auch eine dicke Wumme schnappen und versuchen einen Abschnitt auf brutale Weise zu meistern. Dabei solltet ihr allerdings mit reichlich Gegenwehr rechnen, schließlich steht ihr alleine gegen alle. Unterstützung erhaltet ihr durch das neue Point-Shooting-System. Wie im Westernhit Red Dead Redemption visiert ihr dabei in Zeitlupe mehrere Gegner an und knallt sie dann alle hintereinander ab. Trotzdem solltet ihr nicht zu oft die offene Konfrontation suchen. Wer auf pures Geballer aus ist, sollte sich lieber auf den Weltkriegsschauplätzen der großen Ego-Shooter vergnügen – dem Hitman gefällt es in dunklen Ecken viel besser.

Der Geigenschleicher

Optisch macht Hitman Absolution einiges her. Besonders die Atmosphäre ist zum Schneiden dick. Wenn in einer dunklen Bücherhalle das Mondlicht durch die Fenster fällt, könnt ihr euch kaum noch auf euren Auftrag konzentrieren. Die Animationen sind fast durchweg sehr flüssig, vor allem der Wechsel zwischen einzelnen Deckungsmöglichkeiten sieht klasse aus. Und wenn plötzlich der Lichtkegel einer Taschenlampe auf euer Versteck zukommt, schießt der Puls erst einmal in ungesunde Höhen. Noch viel besser als die Grafik ist allerdings die akustische Untermalung. Feine Geigenklänge zerreißen beim Schleichen euer Nervenkostüm und sobald ihr entdeckt werdet, wird ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse abgebrannt. Schweißnasse Hände sind beim neusten Abenteuer mit Nummer 47 garantiert.

Erster Eindruck

Der Hitman ist wieder da, wenn auch vielleicht ein bisschen anders als zuvor. Die Levels werden linearer ablaufen, als noch in früheren Teilen der Serie. Dafür wird auf kinoreife Inszenierung gesetzt, die jede eurer Aktionen in ein cooles Licht rückt. Doch bevor Veteranen aufgrund der lineareren Levels zu mosern anfangen, lasst euch gesagt sein, dass es immer noch zahlreiche Routen durch die toll designten Abschnitte gibt. Und die extrem dichte Atmosphäre wollen wir nicht mehr missen, epischen Soundtrack inklusive. Auf uns macht der neuste Ausflug des Agenten mit dem Strichcode bereits einen tollen Eindruck, hoffentlich gesellt sich zu dem packenden Spielablauf noch eine intelligente Geschichte. Dann erwartet uns in diesem Jahr ein echter – Achtung, schlechtes Wortspiel – Hit, man!

Avatarius schrieb am 31.01.2012 19:23
Avatarius (Hamburg) - Also ich freue mich schon sehr auf das Spiel. Hoffentlich kommt vorher noch eine Demo raus! :Dmelden

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