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Homefront - Testartikel

Autor
Tobias Schulte - Z0RN
Erstellt am
15.03.11
Streetdate
15.03.2011
Spielgenre
Ego-Shooter
Entwickler/Publisher
THQ
Kommentare
14
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Der beklemmende Ego-Shooter von THQ und KAOS Studios im ausführlichen Test

Mit Homefront starten THQ und KAOS Studios einen Frontalangriff auf Call of Duty, Battlefield und alle weiteren Vertreter militärischer Action-Shooter. Dabei soll vor allem eine beklemmende Geschichte im Singleplayer und ein Multiplayermodus mit bis zu 32 Spielern gleichzeitig überzeugen. Homefront kommt dank Unreal Technologie mit einer detailliert ausgearbeiteten Spielumgebung, filmreifer Shooteraction und einer dramatischen Story, in der ihr euch quer durch die militärisch besetzten Vereinigten Staaten kämpft, daher. Im Spiel setzt ihr gefährliche Guerilla-Taktiken ein, steuert Armeefahrzeuge und hoch entwickelte Drohnen, um eure Gegner zu besiegen. Doch wie gut schlägt sich Homefront wirklich? In unserem Test haben wir den neuen Ego-Shooter ins Visier genommen.

Beklemmende und zugleich hollywoodreife Geschichte

Wir schreiben das Jahr 2027. Die einst so stolzen Vereinigten Staaten von Amerika sind längst gefallen. Infrastruktur und Streitkräfte wurden zerstört oder befinden sich im Chaos. Durch einen heimtückischen Angriff mit einer elektromagnetischen Pulswaffe (EMP) wurden die Strom- und Datennetzwerke des Landes überraschend lahmgelegt, sodass die USA der brutalen Invasion ihres Landes durch die zur Atommacht aufgestiegenen Großkoreanischen Republik nichts entgegensetzen können. Ohne Unterstützung durch die einstigen Verbündeten sind die Vereinigten Staaten nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die Städte werden umkämpft und die Vororte sind menschenleer. Ein Polizeistaat hat Sportstadien zu Gefangenenlagern umfunktioniert, und große Einkaufszentren in Panzerdepots verwandelt. Die ehemals freien Menschen wurden zu Gefangenen, Verrätern oder Revolutionären.

In Homefront schließt ihr euch dem Widerstand an! Ihr kämpft für Freiheit und gegen eine erdrückende militärische Besatzungsmacht.

Nach nur wenigen Spielminuten hat euch Homefront bereits in seinen Bann gezogen. Die Geschichte ist wirklich hollywoodreif und könnte aus einem Blockbuster Film stammen. Die Atmosphäre ist dank des möglichen Echtzeitszenarios überaus beklemmend. Kein Wunder, denn die packende Hintergrundstory der Kampagne wurde von John Milius entworfen, der schon die Drehbücher zu Apocalypse Now und Red Dawn geschrieben hat. Er versetzt euch mitten in eine erschreckend glaubwürdige Zukunftsvision und lässt euch Seite an Seite mit furchtlosen Charakteren kämpfen.

Auf in die Schlacht

Die Welt in Homefront leidet unter den Folgen einer seit 15 Jahren andauernden Energie- und Wirtschaftskrise. Die globalen Märkte sind schon lange zusammengebrochen, und um die schwindenden Rohstoffreserven toben erbittert geführte Kämpfe. Zu Beginn werdet ihr mit einem erschreckenden Nachrichtenrückblick von 2011 bis in das Jahr 2027 befördert und auf das Spiel eingestimmt. Koreanische Kampftruppen besetzen die USA. Sie übernehmen eine Stadt nach der anderen, erobern San Francisco und den Mittleren Westen. Veranschaulicht wird dies mit echten und leicht verzerrten Ausschnitten aus diversen Kriegsgebieten. Die Durchsagen und Überschriften, die die Zeitungen zieren, werden alle in Englisch dargestellt. Als ihr in eurem Quartier unsanft von einem koreanischen Suchtrupp geweckt werdet, schallen euch Hasstiraden in deutscher Sprachausgabe entgegen. Eine exakte Lippensynchronisation wird zwar nicht geboten, dafür hat jeder Charakter seine eigenen besonderen Merkmale und Stimmbänder spendiert bekommen.

Auf den ersten Metern macht ihr euch mit der Ego-Shooter typischen Steuerung vertraut. Wie es sich für einen Soldaten gehört, könnt ihr kriechen, euch ducken, in Luft- oder Bodenfahrzeuge einsteigen, sprinten und zum Beispiel die Waffe nachladen. Ihr setzt Sprengstoffe ein, zückt die Hauptwaffe oder greift zum Nahkampfangriff über. Geübte Spieler in diesem Spielgenre und Einsteiger haben keinerlei Probleme mit der Spielmechanik und somit verschafft ihr euch einen ersten Überblick über die brenzlige Situation.

Auf eurer kleinen Stadtrundfahrt zum Gefangenenlager seht ihr wie unschuldige Menschen von den Besatzungstruppen geschlagen und verhaftet werden. Frauen schreien, kleine Babys weinen und Eltern werden vor ihren eigenen Söhnen mit einem gezielten Schuss in den Kopf kaltblütige hingerichtet. Riesige Fußgängerzonen wurden zu Menschenschleusen umfunktioniert und es scheint so, als ob alle US-Bürger eingesammelt und in Arbeitslager umgesiedelt werden würden. Hunderte, wenn nicht sogar Tausende Zivilisten werden registriert und gefangen gehalten. Die, die sich gewehrt haben, wurden erschossen und füllen fortan riesige Massengräber Mitten in der Stadt. Diese dramatischen Zwischensequenzen aus der Spielerperspektive begegnen euch in Homefront immer wieder und fesseln euch gekonnt vor den Fernseher.

Plötzlich rammt ein LKW den Gefangenentransporter und ihr kommt frei. Ihr seid Teil einer Rettungsaktion, die ihr selbst nur mit Glück überlebt habt. Von nun an kämpft ihr euch durch eine knallharte Welt, mit einer dynamischen Mischung aus Infanterie- und Fahrzeuggefechten durch die Missionen.

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