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Nachdem der renommierte Final Fantasy-Schöpfer Hironobu Sakaguchi mit seinem Studio Mistwalker bereits erste Erfolge mit Blue Dragon und Lost Odyssey auf der Xbox 360 feiern konnte versucht sich nun sein ehemaliger Arbeitgeber Square Enix erstmals mit einem J-RPG auf Microsofts Konsole. Entwickelt von tri-Ace, welche hinter so namhaften Titeln wie Valkyrie Profile und Star Ocean stehen, erwartet Rollenspielfans nun Infinite Undiscovery. Bei solch Entwicklerprominenz darf man zurecht einen Blockbuster erwarten – oder etwa doch nicht? Im folgenden Review erfahrt ihr es! |
Der Wächter der Nacht liegt in Ketten Infinite Undiscovery spielt in einer mystischen Welt im Stile des europäischen Mittelalters, gepaart mit den üblichen Fabelwesen, Magiern und Zaubereien. Der Mond wurde mit monströsen Ketten an die Erde gekettet und überall dort, wo diese befestigt wurden, strömen Monster und damit einhergehende Unruhe in die friedlichen Lande und verwandeln diese zunehmend in eine öde, leblose Wüste. Dadurch verursachte Naturkatastrophen tragen ihr übriges dazu bei. Verantwortlich hierfür zeichnet eine okkulte Organisation, der Orden der Ketten. Machtgierig und eingenommen von der Obsession des Mondes versucht die fragwürdige Vereinigung so dem Mond all seine heiligen Kräfte zu rauben. Die Hoffnung der Menschen neigt sich dem Gefrierpunkt entgegen.
Natürlich lassen ein paar wackere Recken dies nicht auf sich sitzen und so wurde die Liberation Force, eine Befreiungsbewegung, organisiert, welche es sich zum Ziel gesetzt hat sämtliche Ketten zu zerstören und somit die Welt von ihrem Leid zu befreien. Angeführt von Lord Sigmund walten sie ihres Amtes und sind zunächst auch erfolgreich.
Ihr schlüpft in die Rolle des schüchternen, ängstlichen Flötenspielers Capell – unangenehm beginnt euer Abenteuer in einer Gefängniszelle, denn ihr werdet vom Orden der Ketten festgehalten – warum, das wisst ihr erst nachdem ihr von der wunderschönen Aya aus eurem rostigen Käfig befreit wurdet: ihr seht dem Helden Lord Sigmund wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich - und eben dieser wird mit allen Mitteln vom gemeinen Kettenorden gesucht. Nun seid ihr jedoch auf der Flucht mit Aya und stürzt euch unmittelbar in das mit ca. 25 bis 30 Stunden für Rollenspiele verhältnismäßig kurze Abenteuer. |
Das Gameplay Grundsätzlich seid ihr mit drei Elementen beschäftigt – dem Ansehen von Zwischensequenzen, dem Herumwandern zwischen den Locations sowie dem Kämpfen.
Extrem linear gestaltet sich der allgemeine Spielablauf – selten habt ihr die Möglichkeit zwischen mehreren Alternativen, meist geht es sehr direkt in eine Richtung. Ungünstig dabei ist, dass die vorhandene Minimap nur in einem sehr schmalen Radius den Fortschritt im aktuellen Gebiet aufzeichnet. So habt ihr nie eine vollständige Karte des aktuellen Gebiets, es sei denn ihr verschwendet minutenlange Laufarbeiten damit, den Nebel auf eurer Übersichtskarte zu vertreiben. Daher ist die Minimap nur sehr bedingt zu gebrauchen. Ebenfalls negativ zur Orientierung trägt bei, dass der nächste Zielort nie markiert wird. Nur in Gesprächen oder Kommentaren eurer Mitstreiter, welche übrigens durch die Bank ausschließlich in Englisch sind, fällt ein Name wie z.B. die Wüstenstadt Sapran. Wie ihr dahin kommt, trotz recht linearen Aufbaus der Spielwelt, ist erstmal euer Problem. Auch gibt es kein Questlogbuch, nur lapidare Hinweise im Pause-Bildschirm sowie bei den Quest-Items.
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