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LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4 - Testartikel

Autor
Sandra Friedrichs - anormaldisaster
Erstellt am
05.07.10
Streetdate
25.06.2010
Spielgenre
Adventurespiel
Entwickler/Publisher
Travellers Tales / Warner Bros. Interactive
Kommentare
3
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LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4 Review

Als wir zum ersten Mal LEGO Harry Potter in den Hände hielten, waren wir überaus skeptisch. Die letzten Spiele von Traveller’s Tale wie Indiana Jones 2 oder Batman heimsten immense Kritiken weltweit ein, da sie das Spielprinzip der keineswegs fehlerfreien LEGO-Reihe etwas schlechter umgesetzt haben als ihre Vorgänger. Fast jeder von euch dachte sich, dass die Entwickler etwas ändern müssen, um euch wieder zu überzeugen. Sie scheinen sich die Kritiken zu Herzen genommen zu haben, denn es erwartet euch mit der Inszenierung von Harry Potter das beste LEGO-Spiel aller Zeiten.
Zeit für eine Veränderung
Wie habt ihr auf die Ankündigung reagiert, dass Traveller’s Tales ein neues LEGO-Spiel entwickelt? Wohlmöglich habt ihr die Augen gerollt. Dabei hat die Serie so gut angefangen.

Mit LEGO Star Wars haben die Entwickler bewiesen, dass sie einen Film für Erwachsene in ein lustiges, aber auch intelligentes Kinderspiel transformieren können. Endlich hatten die Eltern auch einmal ihren Spaß, wenn sie mit ihren Kids zu Hause im Co-op Modus spielten, und lachten wie ihre Jüngsten über den niedlichen Humor. Traveller’s Tales bewies viel Liebe zum Detail und so war die Erwartung auch groß, als LEGO Indiana Jones veröffentlicht wurde. Harrison Ford ist wahrscheinlich auf sein altes Ego stolz, schließlich verkaufte sich das Spiel nicht nur wie warme Semmel, sondern war auch überaus unterhaltsam. Doch so langsam schlich sich eine Monotonie in beide Videospiele ein. Das Setting, die Geschichte und Charaktere sind zwar stets unterschiedlich, doch das Spielprinzip blieb gleich. Bei den nächsten LEGO-Ablegern (Batman, Indiana Jones 2, Star Wars 2) wurde das Gameplay aber noch etwas schlechter. Die Spiele strotzen nur so von K.I.-, Steuerungs- und Kameraproblemen, womit nicht nur die Spieltester weltweit unzufrieden waren.
 
Unter dem Druck, die LEGO-Reihe wieder zur alten Stärke zurück zu bringen, stand Traveller’s Tales und suchten sich zum Erschrecken der Spieler und Fans die mit Herr Der Ringe beliebteste Romanreihe aus: Harry Potter. Das hätte schief gehen können, denn die Bücher wie auch Filme sind breit gefächert und beinhalten etliche Szenen, die ein gesamtes Spiel nicht einfangen kann. Und dann wollen die Entwickler es wirklich schaffen, gleich vier Schuljahre unseres Lieblingszauberlehrlings zusammenzufassen?
Das lustige Spiel mit dem Tod
Ja, das haben die Entwickler geschafft und das vor allem sehr gut. Das Spiel nimmt euch mit auf das Abenteuer von Harry Potter. Zu Beginn wird in einer witzigen Filmsequenz die Vorgeschichte des Helden zusammengefasst.

Ein Kind hat den Angriff des dunklen Magiers, Lord Voldemort, als einziger überlebt und ihn damit in die Flucht geschlagen. Als Waise wird er, Harry Potter, zu der Familie seiner Tante gebracht. Diese ist nicht nur konservativ, sondern alle Mitglieder sind darüber hinaus Muggels (Nichtmagier). Bis zu seinem elften Lebensjahr wird Harry Potter dort gepeinigt und muss jede Drecksarbeit für sie erledigen. Doch pünktlich zu seinem Geburtstag öffnet er seinen Schicksalsbrief: Eine Einladung nach Hogwarts. Natürlich akzeptiert er diese und ohne es zu wissen, stürzt er sich in ein riesiges Abenteuer bei dem er öfter als ihm lieb ist dem Tod in die Augen blicken muss.

Da wir euch nicht allzu viel verraten möchten, belassen wir es bei dieser kleinen Zusammenfassung. Das Spiel beinhaltet die wichtigsten Momente des Schullebens von Harry Potter aus den Büchern „Stein der Weisen“, „Kammer des Schreckens“, „Der Gefangene von Askaban“ und „Der Feuerkelch“. Ihr trefft beispielsweise sehr oft auf euren größten Feind, dem dunklen Lord und müsst euch nebenher noch auf eure Quidditch-Kämpfe und akademische Karriere vorbereiten. Kein Wunder, dass ihr viele Stunden allein mit der Haupthandlung beschäftigt seid.
Natürlich gibt es auch immer wieder kleine und größere Zwischensequenzen in denen der typische LEGO-Witz zur Geltung kommt. Beispielsweise geht ihr durch die Bank Gringotts. Ein Kobold soll für euch einen Tresor öffnen in dem ein wichtiger Gegenstand liegt. Jedoch schließt er für euch eine falsche Tür auf und beweist unfreiwillig, dass auch seine Artgenossen feiern möchten. In dem Raum hört ihr laute Musik, seht tanzende Kobolde und es herrscht eine ausgelassene Stimmung, mitten während der Arbeitszeit! Da soll noch wer sagen, dass Kobolde grimmig sind und keinen Spaß verstehen.

Leider werdet ihr das gesamte Spiel nicht verstehen, wenn ihr die Bücher nicht gelesen oder keinen Film gesehen habt. Daher ist das neue LEGO Videospiel nur etwas für Harry Potter Fans beziehungsweise Kenner der Romanreihen.

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