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Left 4 Dead - Testartikel

Autor
- xd380
Erstellt am
25.11.08
Streetdate
21.11.2008
Spielgenre
Horrorspiel
Entwickler/Publisher
Valve / Electronic Arts
Kommentare
7
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Left 4 Dead Review

Vor wenigen Tagen war es für Zombie-Fans mal wieder Zeit den örtlichen Media Markt zu stürmen, oder wie bekloppt auf den Postboten zu warten: „Left 4 Dead“ heißt der aktuelle Titel, in dem es darum geht Untoten Bleikugeln ins infizierte Gewebe zu pumpen. Nach recht erfolgreichen Titeln desselben Spielprinzips, die teilweise sogar schon indiziert wurden, folgt nun also der nächste Streich. Das Besondere daran ist neben der verwendeten Half Life 2-Enginge, dass das Spiel über keinerlei Skript verfügt. Was das im Detail heißt und was euch sonst noch so erwartet, haben wir für euch getestet.
Story
Zu einem packenden Horrorfilm gehört meistens auch eine packende Story. Zu einem packenden Horrorspiel, so zumindest müssen die Entwickler gedacht haben, nicht. Denn Left 4 Dead (ab jetzt L4F abgekürzt) bietet dem Spieler keinerlei Hintergrundinformationen, geschweige denn überhaupt irgendwelche Informationen. Warum überall Untote umherwandern und warum gerade ihr zu den Überlebenden zählt, wird mit keinem Sterbenswort erwähnt. Euer Ziel ist es immer einen bestimmten Raum auf der Karte zu erreichen. Außer ein paar lockere Sprüche von euren Mitstreitern und ein paar unappetitlichen Geräuschen eurer Widersacher gibt es absolut nichts zu hören.

Horror ohne Story?


An ein paar Informationen kommt man dann in Zusammenarbeit mit dem Handbuch aber doch. Der Spieler tritt einer kleinen Gruppe von Überlebenden bei, die sich aus Francis, einem ehemaligen Junior IT-Systemanalysten, Bill, einem ehemaligen Soldaten, Zoey, einer ehemaligen Studentin und Francis, dessen Berufsbezeichnung nicht herauszufinden ist. Klar ist nur, dass letzterer allmählich Gefallen daran findet, die Zombies mit Blei vollzupumpen. Vergleicht man diese Gruppe von Hauptcharakteren, stellt man schnell fest, dass sie schon als typische Horrorfilmbesetzung zu bezeichnen sein könnten. „Vier Persönlichkeiten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, versuchen sich vor den bösen Zombies zu retten!“- einen Innovationspreis gibt es dafür sicherlich nicht. Das war aber auch nicht das Ziel der Entwickler. Vielmehr wollte man ein Spiel zu einem typischen Horrorfilm entwickeln, bei dem die Story von den Spielern gemeinsam geschrieben wird. Das funktioniert natürlich am besten, wenn man sich mit den anderen Überlebenden auch unterhalten kann.   Die Missionen zu viert via Xbox LIVE oder auch Offline über den Systemlink oder per Splitscreen zu spielen, ist also deutlich unterhaltsamer als sich alleine mit den K.I.-Kameraden in den Kampf zu begeben:
Künstliche Intelligenz
Wie man schon anhand unseres kürzlich veröffentlichten Interviews über L4D erahnen konnte, spielt die künstliche Intelligenz in diesem Spiel eine besondere Rolle. So verfügen hier nicht nur die Gegner und K.I.-Kameraden über einen eigenen Kopf, sondern auch das gesamte Spiel. Merkbar wird das nicht zuletzt daran, dass sich das Spiel immer wieder anders spielt. Man weiß nie so genau, an welcher Stelle viele Gegner auf einen warten und an welcher Stelle man sich kurz von anstrengenden Spielabschnitten erholen darf. Verantwortlich zeichnet sich hierfür der sogenannte „KI Director“, der die Verhaltensweise der Zombies, die Spieleffekte und einige andere Faktoren jedes Mal neu, scheinbar komplett anders und auch logisch festlegt. Es passiert also nicht, dass ihr plötzlich nur noch die Schusstaste eures Controllers gedrückt halten müsst.

Sie sind überall!

Gibt es an der gegnerischen K.I. und dem wunderbaren „KI Director“ kaum etwas auszusetzen, müssen wir uns leider über die computergesteuerten Mitstreiter auslassen. Wer sich alleine, ganz ohne Freunde, an das Spiel wagt, wird teilweise sehr frustriert den Controller um herwerfen. Die K.I. eurer Kameraden erfüllt nur die wichtigsten Funktionen: Sie laufen euch hinterher, schießen auf Gegner und heilen euch, wenn ihr am Boden liegt. Letzteres passiert leider ziemlich oft, da ihr fast immer vorneweg laufen müsst. Es gibt keinerlei Möglichkeiten eure Mitstreiter vorangehen zu lassen. Ein weiteres Problem ist, dass Aussetzer der Intelligenz beinahe an der Tagesordnung stehen. Besonders frustrierend ist dies, wenn sie vergessen euch zu helfen. Egal ob ihr verwundet am Boden liegt oder ein Zombie auf euch Platz genommen hat. Zum Glück passiert dies nicht mehr ganz so häufig, wenn man dank gutem Training nicht mehr in diese unglücklichen Situationen kommt. Außerdem macht das Spiel sowieso erst richtig im Multiplayer Spaß.

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