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Mercenaries 2: World in Flames - Testartikel

Autor
Frank Schmitz - theTank
Erstellt am
07.09.08
Streetdate
04.09.2008
Spielgenre
Actionspiel
Entwickler/Publisher
Pandemic Studios / Electronic Arts
Kommentare
9
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Mercenaries 2: World in Flames Review

Licht und Lärm oder doch Grafik und Sound
Die Grafik könnte sicherlich besser sein und ist nicht wirklich das Highlight des Spiels. Teils wirkt das Setting aber doch stimmig, in den Wellen des Wassers spiegeln sich die Gebäude am Strand und Explosionen lassen Bäume in Brand aufgehen, aber auf der anderen Seite gibt es doch des Häufigeren eine zu simple Textur, Kantenflimmern oder Tearing zu sehen. Man wird eigentlich immer wieder hin- und hergeworfen, was die Meinung dazu angeht. Wenn ihr beispielsweise auf einen Feind zu lauft, der sich hinter Fässern versteckt und diese umwerft, dann krachen diese physikalisch korrekt zu Boden, der Gegner duckt sich hebt schützend die Hände. Super!

Die Figuren hingegen wirken wieder allesamt viel zu hölzern, in ihren Gesichtern aber auch in ihren Animationen der Zwischensequenzen. Da gibt es doch zeitgemäßere Möglichkeiten einen Charakter darzustellen. Der Haken ist, es sieht nicht schlecht aus, aber viele andere Spiele sind einfach schon einen Schritt weiter. Wirklich gestört hat uns das aber eigentlich nie, das Spiel hat mit seinem leicht überdrehten Look und gerade den vielen Explosionen und Zerstörungen einiges sehenswertes zu bieten. So passiert es doch häufig, dass man im Laufe des Spieles immer mehr dazu hingeneigt ist, einen Panzer zu erklimmen, um die Umgebung nicht nur von Feinden zu säubern, sondern sie sprichwörtlich platt zu machen. Fröhliches Zerstören eben.

Dazu passt auch der wummernde Sound der Sprengungen hervorragend. Überhaupt ist der gesamte Sound des Spiels gut gelungen, von den Waffengeräuschen, über die Hintergrund- bis zur Pausenmusik wirkt alles klasse. Die Surround-Anlage kann hier gerne lauter gedreht werden und auch die deutsche Synchronisation stimmt. Einziges Manko der Sprachausgabe ist, dass sich der ein oder andere Satz einfach zu häufig wiederholt und es nach kurzer Zeit doch stark auffällt, dass die Charaktere im Spiel einen eher begrenzten Wortschatz haben. Aber wer will reden, wenn es ums Schießen geht? Der Sound ist auf jeden Fall ein Pluspunkt.
Freie Welt = Grand Theft Auto?
Wollt ihr ein Auto oder Motorrad stellen, erinnert das doch all zu sehr an GTA. Kurz mit der Waffe anvisiert, den Fahrer aus dem Wagen gezogen und weiter geht es. Einen entscheidenden Unterschied gibt es jedoch, fahrt ihr anschließend „aus Versehen“ über den fliehenden Fahrer, kostet euch das Bargeld! Fiona informiert euch umgehend darüber das verletzte Zivilisten einen teuer zu stehen kommen, da man die ortsansässige Polizei schmieren muss, um nicht in die Schlagzeilen zu geraten. Dafür gibt es von uns einen Bonuspunkt. sinnloses Überfahren von Passanten, haben in diesem gute Laune Kracher eher nichts zu suchen. Es gibt schließlich genügend andere Soldaten, die schon mächtig unter eurer Gegenwart leiden müssen.

Den nächsten echten Lacher gab es, als wir in einer Mission den wichtigen „Devastator“ stehlen sollen. Nach einigen durchbrochenen Barrikaden kommen wir endlich am Zielpunkt an und sehen bei der Markierung einen echt coolen Panzer stehen. Wir wollen ihn sofort erklimmen, um die Feinde und die Umgebung in Schutt und Asche zu legen. Aber nein was ist das?
Fiona weißt per Funk darauf hin, dass der Devastator hinter dem Panzer steht und dort steht doch allen Ernstes eine rosa Vespa mit Blumenkorb! Egal es wird geklaut was der Auftrag hergibt und so fährt unser muskel- und waffenbepackter Söldner erst mal quer, auf dem rosa Vehikel, durch die Stadt, während uns andere Soldaten verspotten. Der Fun-Faktor ist auf dem Höhepunkt. Hier zeigt das Spiel seine wahre Qualität, es macht einfach gute Laune mal abseits vom bierernsten Shooter-Alltag, sich durch diese farbenfrohe Kulisse zu kämpfen um dann am Ende noch als Lachnummer durchs Kriegsgebiet fahren zu müssen.

Der häufige Vergleich in letzter Zeit mit GTA hinkt also deutlich. Nur weil es eine freie Welt ist, durch die Ihr laufen und fahren könnt, erinnert das Spiel für uns nicht im geringsten an Nico Belic und Co.

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