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Need for Speed: Shift - Testartikel

Autor
Tobias Schulte - Z0RN
Erstellt am
29.09.09
Streetdate
18.09.2009
Spielgenre
Rennspiel
Entwickler/Publisher
Slightly Mad Studios / Electronic Arts
Kommentare
8
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Need for Speed: Shift Review

Electronic Arts konnte in den letzten Jahren nur wenige Need for Speed Fans mit den neuen Titeln der Serie begeistern. Vor allem das Black Box Studio hat mit Need for Speed Undercover alles andere als eine Glanzleistung abgeliefert. Viele Fans rümpften enttäuscht mit der Nase und viele Fans schienen sich langsam in andere Richtungen orientieren zu wollen. Deswegen zog EA nun die Notbremse und kündigte gleich drei neue Need for Speed Teile an. Dabei erhält jede Plattform eine zugeschnitte Version der beliebten Rennspieleserie. In der Version für Xbox 360 steht die wahre Fahrersimulation im Fokus des diesjährigen Rennspiels und soll euch in die Haut eines Profirennfahrers versetzen. Need for Speed Shift wurde von Slightly Mad Studios in Zusammenarbeit mit Black Box und Patrick Soderlund entwickelt. Zum Team von Slightly Mad Studios gehören Entwickler und Designer, die bereits an der Entwicklung der von den Kritikern gefeierten Spiele GT Legends und GTR 2 beteiligt waren. Die lange Durststrecke soll also nun endlich ein Ende haben und mit legalen Rennen erneut versuchen, den Rennfahrer in euch zu wecken.

Vorab geben wir schon einmal Entwarnung: Alle die befürchtet haben, dass Shift einen kompletten Imagewandel hinnehmen musste, liegen zum Glück falsch, denn das neue Need for Speed ist viel mehr Racer als wir alle gedacht haben. Trotzdem merkt man an der einen oder anderen Stelle den Wechsel vom reinrassigen Arcaderacer zu einer Mischung aus Simulation und Arcade. Ob diese beiden Gegensätze zusammen funktionieren könnt ihr in unserem Test lesen.
Need for Speed Live World Tour
Jeder Rennfahrer will einmal hoch hinaus, so auch ihr: Keine Fans, kein Geld, kein eigenes Auto, ein Karrierestart könnte besser aussehen. BMW war jedoch so nett euch einen Wagen zur Verfügung zu stellen, damit ihr ein paar Runden drehen und euer Talent beweisen könnt. Bevor es zum Start des ersten Event geht, steht also erstmal eine Testfahrt im Leihwagen an. Zwar ist diese mit gerade einmal einer Runde nicht wirklich lang, gibt euch aber trotzdem ein erstes kurzes Fahrgefühl. Das eigentliche Ziel dieser Testrunde ist jedoch das Einstellen der Fahrhilfen. Sobald ihr die Runde hinter euch gebracht habt, wird eure Fahrt ausgewertet und die Einstellungen der Fahrhilfen vorgeschlagen. Grundsätzlich wird zwischen den vier Stufen Hobby, Normal, Erfahren und Profi unterschieden. Solltet ihr mit den Vorschlägen nicht einverstanden sein, könnt ihr diese sowohl direkt, als auch im Hauptmenü jederzeit ändern. Die zahlreichen Fahrhilfen ermöglichen vor allem Neulingen im Rennsport einen einfachen Einstieg in den Kampf um jede Position.

Habt ihr den Boliden gut unter Kontrolle, ergibt sich daraus der vorgeschlagene Schwierigkeitsgrad und danach geht es dann auch endlich auf die Strecke in euer erstes Rennen. Doch die Sache hat einen Haken! Nach diesem Rennen will der bayrische Autobauer sein Schmuckstück zurück haben. Jetzt heißt es schnell Fahren, um auf das Podium zu kommen und ordentlich Prämie zu kassieren, sonst habt ihr anschließend nicht genug Geld für einen vernünftigen Serienwagen. Doch das Siegerpodest ist ein Leichtes und somit könnt ihr euer erstes hart verdientes Geld gleich in einen Startwagen investieren.
Das Starterfeld schmeißt die Motoren an
Need for Speed Shift bietet euch 18 authentische, real existierende und speziell entworfene Rennkurse. Ihr könnt auf weltbekannten Strecken wie der 20 km langen, aufreibenden Nordschleife, der Strecke von Willow Springs oder dem Mazda Raceway Laguna Seca euer Bestes geben oder auf liebevoll gestalteten fiktiven Strecken, wie zum Beispiel dem Glendale Circuit mit seinen steilen Abfahrten, Haarnadelkurven und Kuppen, mehr als 65 detailgetreue Wagen ans Limit führen. Darunter einen einzigartigen BMW M3 GT2, der auch das Cover ziert. Der spektakuläre Cover-Star von Shift ist einer der schnellsten und leistungsfähigsten Wagen, die je in einem Need for Speed-Spiel enthalten waren. Aber das Spiel bietet euch noch deutlich mehr. Neben Klassikern, wie dem 1972er Nissan Skyline 2000GT-R, erwarten euch weltberühmte Karossen, wie der 1995er Mazda RX-7, Dodge Challenger, Ford Shelby GT500, Audi R8 LMS, und ultra-exklusive Exoten, wie der 2007 Lamborghini Reventón, McLaren F1, Mercedes-Benz SLR McLaren 722 Edition und den Porsche Cayman S. Einfach eine gut gepflegte Auswahl von legendären Wagen der letzten 35 Jahre. Diese könnt ihr mit weiteren Dollars reichlich aufmotzen, umtunen, umstylen und nach euren Wünschen in bestimmten Bereichen verändern.

Eine bodenlose Frechheit hingegen ist aber der folgende Fall: Falls ihr in Need for Speed: Shift einfach kein Bock habt in der Karriere durch Rennen fleißig virtuelle Dollars zu erspielen, dann könnt ihr sämtliche Boliden auch mit Microsoft Points bezahlen! Eine Unverschämtheit wie wir finden und langsam nimmt dieses Microsoft Points Gedöns erschreckende Formen an. Schön hingegen ist, dass ihr mit eurer Anmeldung bei Xbox LIVE und EA-Nation direkt per E-Mail mit einem Freischaltcode für einen Porsche belohnt werdet.

Für diejenigen unter euch, die für eine schicke Lackierung nicht viel Zeit übrig haben, haben sich die Entwickler etwas nettes Einfallen lassen. Zu jedem Wagen stehen vier vorgefertigte Lackierungen bereit, von denen ihr lediglich eine auswählen müsst, damit auch von außen richtiges Rennsport-Feeling aufkeimt. Wer etwas Zeit mitbringt, verändert die Farben nach belieben, stellt die Lackwahl auf "metallic", "chrome" oder zum Beispiel "matt".

Ein Auto lebt und stirbt mit der Felge! Da wundert es sicher niemanden von euch, dass ihr eine Vielzahl von Autofelgen freischalten und an euren Boliden montieren könnt. Doch das ist längst nicht alles! Alle Fahrzeuge wurden samt Armaturenbrett detailliert modelliert, um euch ein atemberaubendes Geschwindigkeitsgefühl und maximalen Realismus zu vermitteln. Baut ihr zum Beispiel eine Lachgas Einspritzung ein, spiegelt sich das nicht nur in eurer Bestzeit, sondern auch in eurem Armaturenbrett wieder. Neue Armaturen zeigen den Ladedruck und die fülle der Gasflasche. Das Schadensmodell ist ebenfalls sehr gut geworden. Zwar ist ein Totalschaden an sich nicht möglich, dafür könnt ihr aber, dank fehlender Motorhaube nach einem Crash, direkt in den Motorblock schauen.

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