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Need for Speed the Run - Testartikel

Autor
Henry Lai - MadD4mon
Erstellt am
28.11.11
Streetdate
17.11.2011
Spielgenre
Rennspiel
Entwickler/Publisher
Black Box / Electronic Arts
Kommentare
11
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Die Mischung aus Film und Rennspiel im Test

Wenn es um Need for Speed geht, braucht ihr euch eigentlich nur drei Namen zu merken: Criterion Games, Slightly Mad Studios und EA Black Box. Criterion Games haben der Spielewelt die Burnout-Serie sowie das arcadelastige, aber dennoch großartige Need for Speed Hot Pursuit gebracht. Slightly Mad Studios produzieren die Shift-Reihe, die sich eher für Simulationsfans eignet. Und dann wäre da noch EA Black Box, die sich im Laufe der Jahre einen eher zweifelhaften Ruf zugelegt haben. Pro Street, Undercover und nicht zuletzt auch das eher durchschnittliche Need for Speed World stehen in starkem Kontrast zur renommierten Underground-Serie oder gar dem legendären Most Wanted. Mit Need for Speed The Run schlagen die Kanadier neue Pfade ein. Mit einem Mix aus Actionstreifen und Rennspiel wollen sie ihre Fans wieder von sich überzeugen. Ob das klappt, verrät euch unser Test.

Die erste halbe Stunde

Zunächst ist alles schwarz. Dann blendet das Bild auf, silbrig glitzernde Alufelgen schweben andächtig und großformatig ins Bild. Schnitt auf die blutrote Motorhaube, den Kühlergrill und das ikonische Ross, das die Gallionsfigur der Stuttgarter Autofirma Porsche darstellt. Die geschwungenen Linien der Karosserie und die Eleganz des Sportwagens, der im Scheinwerferlicht glitzert, lassen Autoliebhaberherzen höher schlagen. Der Motorensound dröhnt euch bereits in den Ohren und der Rausch der Geschwindigkeit kribbelt in den Fingern. Wieder Schnitt. Zu sehen ist jetzt ein Männergesicht, es ist Gesicht von Jack. Die Haare sind kurz rasiert, die Augen geschlossen. Unter dem rechten verheilt eine kleine Schnittwunde. The Run lässt euch viel Zeit, euren Hauptcharakter eingängig zu studieren. Bei den Gesichtern hat sich EA Black Box offenbar viel Mühe gegeben, so dass auch die kleinsten Poren zu sehen sind. Dann fährt die Kamera hin zu Jacks Händen. Sie ruhen auf dem Lenkrad des Wagens, mit einem Klebeband festgemacht. Von außen dröhnt es und nur langsam realisiert Jack, in welcher Gefahr er sich befindet. Die Innenwände der Müllpresse rücken immer näher, zerdrücken den Porsche Zentimeter für Zentimeter. Jack rüttelt sich los, zerschlägt die Dachscheibe und klettert unbeholfen aus der Todesfalle. Dabei unterstützt ihr ihn, indem ihr alle paar Sekunden einen Knopf drückt. Ansonsten sitzt ihr nur vor dem Bildschirm und schaut ihm bei seinem Todeskampf zu.

Oder vielleicht schweben über eurem Kopf auch drei große Fragezeichen. Wer ist Jack eigentlich? Wie ist er in der Müllpresse gelandet? Und wer sind die grimmigen Gestalten mit den Waffen und den schwarzen Vans? Egal, sagt ihr euch als ihr das Steuer des weißen Audi übernehmt, in den Jack flüchtet. Das Gaspedal wird durchgedrückt, der Analogstick nach links und rechts gerissen, um den Wagen um die Kurven driften zu lassen und dem Kugelhagel auszuweichen. Hier fällt euch das erste Mal auf, dass die Steuerung ziemlich schwammig zu sein scheint. Das Auto rutscht eher über die Straße, spürbare Bodenhaftung scheint es nicht zu geben. Doch das stört euch zunächst nicht. Die Lichtreflexe auf der nassen Straße und dem Metalliclack des Audis können sich jedenfalls schon einmal sehen lassen. Und auch ansonsten handelt es sich bei The Run um ein recht ansehnliches Spiel. Mit diesen Gedanken rast ihr also in die Nacht hinein, verfolgt von bleifeuernden Handlangern.

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