
Autor Henry Lai -
MadD4mon |
Erstellt am 03.02.12 |
Streetdate 02.02.2012 |
Spielgenre
Actionspiel |
Entwickler/Publisher
Rebellion / Konami
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Kommentare
0
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Wenn ihr den Game Over Bildschirm zu sehen bekommt, dann heißt das meistens, dass euch eure Spielfigur gerade weggestorben ist. Ins Gras gebissen hat, abgekratzt ist, den Löffel abgegeben hat. Aber was passiert eigentlich, wenn der Held gar nicht sterben kann? Und zwar nicht in Folge eines Schummelcodes, sondern praktisch ab Werk unsterblich ist. Mit dieser Frage haben sich Rebellion Games (Alien vs. Predator, Rogue Trooper) und Konami beschäftigt. Herausgekommen ist der Action-Shooter NeverDead, der mit seinem eigenwilligen und darüber hinaus unsterblichen Hauptcharakter und einer gehörigen Prise Gliedmaßen-Tango für Furore sorgen soll. Ob sich das Spiel mit der Unsterblichkeit letztendlich lohnt, erfahrt ihr unserem Test. |
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Komm her und kämpfe mit mir! Aber hey, wenigstens ist Bryce ja unsterblich. Das wird im Spiel konsequent durchgesetzt. Schüsse, Klingen, Feuer, Elektrizität oder Bomben kratzen an seiner Vitalität kein Stückchen. Im Gegenteil: Manchmal werdet ihr sogar dazu ermuntert, Bryce in Brand zu setzen. Ein brennender Unsterblicher leuchtet nämlich ganz toll dunkle Kanalisationen aus. An Bryces Verteidigung gibt es also nichts zu meckern. Und wie sieht es mit seiner Offensive aus? Zweierlei Waffen stehen euch zur Auswahl. Entweder ihr bevorzugt den Nahkampf mit einem überdimensionierten Butterfly-Messer oder ihr durchlöchert eure Gegner traditionell mit einem Haufen Blei. Beiden Optionen fehlt leider das gewisse Etwas. Beim Schwertkampf will es nicht so richtig „Klick!“ machen, weil die ungewohnte Steuerung (LT gedrückt halten und den rechten Stick hin- und herschwingen) das Ganze zu einer Art Hack'n'Slash verkommen lässt – Taktik oder Präzision ist nicht gefragt. Den Schusswaffen dagegen fehlt das Gewicht und vor allem der Bumms. Sowohl die Soundeffekte der Schießeisen als auch der Effekt, den die Kugeln auf eure Gegner haben, lassen zu wünschen übrig. Damit das Spiel vor allem in den Kämpfen nicht zu leicht wird, gibt es noch zwei Dinge, auf die ihr aufpassen solltet. Da wäre zum einen Arcadia, die euch immer und überall hin folgt. Sie soll theoretisch eine KI-Hilfe im Kampf gegen die Dämonenhorden sein, praktisch ist sie aber eure ausgelagerte Lebensleiste. Vergreifen sich nämlich zu viele Monster an ihr, fällt sie um und ihr habt eine gewisse Zeitspanne, um ihr per Knopfdruck aus der Patsche zu helfen. Zum anderen gibt es da noch die ziemlich nervigen Grandbabys. Das sind kleine Monsterkugeln, die auf jedem Schlachtfeld rumrollen. Verliert ihr im Eifer des Gefechts irgendwann euren Kopf, sausen sie ganz flink heran und versuchen euch einzusaugen. Und nur ein gut getimter Knopfdruck kann euch vor dem ewigem Leben im Verdauungstrakt eines solchen Wesens bewahren. Schafft ihr das nicht, heißt es Game Over. Diese Methoden euch zu Konzentration zu zwingen sind zwar effektiv, aber wirken aufgesetzt und billig. Vor allem die Grandbabys nerven! |
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Dich habe ich doch schon einmal getötet?! Die Sache mit den Körperteilen findet teilweise auch Anwendung bei den diversen Bossgegnern, die euch im Laufe der Kampagne begegnen. Einmal müsst ihr zum Beispiel euren Arm in den Schlund eines besonders großen Viehs werfen, um es von innen und von außen beschießen zu können! Insgesamt gehören die Bosskämpfeaber zur langweiligen Sorte, viel grübeln müsst ihr bei keinem. Eher viel Geduld haben, weil einmal besiegte Obermacker später wieder auftauchen. Überhaupt wiederholen sich die Monster sehr oft. Die unterschiedlichen Gegnertypen könnt ihr ganz gut an zwei Händen abzählen. Das gilt leider auch für das Leveldesign. Das wird vor allem in ersten Hälfte des Spiels auffällig, weil ihr eigentlich nur von Raum zu Raum wandert, um dort alles und jeden platt zu machen. Denn erst dann öffnet sich eine durch Dämonennetze versperrte Tür, hinter der es noch einmal genauso zugeht. Im Zweifelsfall kämpft ihr noch gegen einen Boss und das war es dann auch schon. Nach einigen Stunden hängt euch das zum Hals raus. Falls ihr trotzdem noch Bock auf das Spiel habt, so könnt ihr euch auch in den Mehrspieler-Modi vergnügen – vorausgesetzt ihr findet Mitspieler. Wenn dem der Fall sein sollte, so könnt ihr euch in vier Disziplinen messen. Kooperativ geht es in „Ansturm“ und „Suche und rette“ zu, die starke Ähnlichkeiten zu Gears of Wars Horde-Modus beziehungsweise Halos Firefight haben. „Eiersuche“ ist im Grunde Capture the Flag und „Zerbrechliche Allianz“ eine Art Checkpointrennen für zwei – nur eben mit Dämonen. |
Fazit Schade, dass aus NeverDead nicht mehr geworden ist. Das Konzept mit den abnehmbaren Gliedmaßen hat ja durchaus etwas Interessantes an sich. Genauso die Geschichte des 500 Jahre alten Dämonenjägers auf der Suche nach der Sterblichkeit. Mit einer besseren Erzählweise und viel tieferen, interessanteren Charakteren hätte aus dem Spiel ein echtes Meisterwerk werden können. Doch dem ist leider nicht so. Rebellion und Konami verschenken mit der eher halbherzigen Umsetzung sehr viel Potenzial. Das überaus repetitive Gameplay, die dumpfen Rätsel und die altbackene Technik werden der netten Idee nicht gerecht. Denn die allein zieht das Spiel nicht aus der Mittelmäßigkeit. Schade drum.
„Rebellion Games hat sich bei NeverDead sicher kein Bein ausgerissen“ |
Pro
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Kontra
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Einzelspieler 6.4 |
Mehrspieler offline
- |
Xbox LIVE Mehrspieler
6.5 |
Steuerung und Gameplay
6.6 |
Grafik und Präsentation
7.0 |
Sound, Musik und Special FX
6.2 |
Sprachausgabe
Englisch |
Bildschirmtexte Deutsch |
Zensur
Nicht notwendig
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Spielzeit ca. in Stunden
+10 |
Geeignet für
Anfänger bis Profis
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Altersfreigabe
Ab 18 Jahren |
Xboxdynasty Gesamtbewertung6.4keine Auszeichnung
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