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Over G Fighters - Testartikel

Autor
- xd380
Erstellt am
09.07.06
Streetdate
30.06.2006
Spielgenre
Simulation
Entwickler/Publisher
Ubisoft
Kommentare
6
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Over G Fighters Review

Over G Fighters Review

Ihr habt als kleines Kind schon davon geträumt im Cockpit eines modernen Düsenjägers zu sitzen? Wenn ja, dann habt ihr jetzt, falls ihr im Besitz der Xbox 360 seid, allen Grund zur Freude: Over G Fighters ist vor kurzem für Microsofts zweite Konsole erschienen und bietet euch die Möglichkeit in über 30 der modernsten Militärflugzeuge Platz zu nehmen.

Ob sich die Ausbildung zum Piloten noch lohnt oder ob ihr lieber in Over G Fighters die Lüfte unsicher machen solltet, das lest ihr in unserem ausführlichen Testbericht zum Spiel.



Das Spiel


Over G Fighters spielt, anders als die aufflammenden Engel (Blazing Angels), im 21. Jahrhundert. Die Story ist wie bei so vielen Spielen nicht grade sehr einfallsreich:

Auf der Welt herrscht Frieden und der Terror scheint aus der Welt verbannt worden zu sein. Doch als die Welt kurz davor steht komplett vereinigt zu werden, versuchen kleine militärische Gruppen dies noch mal mit allen Mitteln zu verhindern.

Der Globale Förderationsrat sieht sich nun gezwungen einzuschreiten, was er auch tut. Und zwar mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen. Und nun kommt ihr ins Spiel: Als Mitglied der Special Peace Corps gilt es den Rebellen den gar auszumachen.

Anders als in den meisten Actionspielen schlüpft ihr hierbei nicht in die Rolle eines einzigen Charakters. Vor jedem Einsatz werdet ihr vor die Qual der Wahl gesetzt und müsst euch zwischen verschiedenen Charakteren mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Vorlieben entscheiden. Gilt es zum Beispiel viele Bodenziele zu zerstören, solltet ihr Linda Roberts wählen. Empfiehlt es sich hingegen eine Mission mit einer russischen oder europäischen Maschine zu bestreiten, bietet sich Michael Pogodin als Pilot an.
Karriere

Einführung

Wer die Karriere des Spiels bestreiten möchte, der muss im Hauptmenü den Modus „Szenario“ auswählen. Das Spiel startet dann mit einer Trainingsmission in Nordamerika.

In dieser ersten Mission findet ihr euch auf einem Flugzeugträger wieder. Habt ihr zu Beginn des Spiels den niedrigeren der beiden Schwierigkeitsstufen gewählt, bekommt ihr erklärt, wie ihr startet und landet, die Räder einfahrt und wie ihr einen Feind abschießt.

Allein mit diesen Infos werdet ihr es jedoch in den Folgemissionen nicht einfach haben. Denn wie ihr beispielsweise ein Flugzeug abschüttelt oder feindlichem Beschuss entgeht, wird nicht erklärt. Hierbei empfiehlt es sich den Start-Button zu klicken und sich durch die schriftliche „Einweisung“ zu lesen.

Auch im weiteren Spielverlauf macht sich das Fehlen einer vernünftigen Einweisung ins Spiel bemerkbar. Erst im späteren Spielverlauf stellt man fest, dass nicht jedes Flugzeug über Leuchtkörper verfügt, mit denen es die feindlichen Raketen abschütteln kann. Zudem bleibt verschwiegen, dass es je nach Flugzeug eine andere Startposition in der Mission gibt. So startet man mit einem Flugzeug auf einem Flugzeugträger und mit dem anderen auf einem herkömmlichen Militärflugplatz – zur Startbahn rollen mit inbegriffen.

Aufbau

Der Aufbau der einzelnen Missionen ist recht simpel gehalten. Pro Kontinent gibt es eine große Mission, welche in viele Nebenmissionen eingeteilt ist. Nachdem ihr alle Nebenmissionen abgeschlossen habt, dürft ihr die schwierigste Mission, die Hauptmission, auf jedem Kontinent in Angriff nehmen. Die einzelnen Nebenmissionen und die Hauptmission sind, wie aus so manchem Team-Shooter bekannt, in Primär und Sekundärziele eingeteilt. Habt ihr alle Primärziele erledigt, so bricht die Mission abrupt ab und es bleibt keine Zeit die Sekundärziele zu erledigen. Will man also unbedingt die Sekundärziele der Mission erledigen, so sollte man dies am Anfang der Mission tun.

Bevor ihr euch in die einzelnen Missionen stürzt, bekommt ihr eine Einweisung eures Chefs. Doch anstatt liebevoll gestalteter Minifilmchen wartet der 2D Chef auf euch. Per Audio und Untertiteln bekommt ihr ein mehr oder weniger langweiliges Briefing. Denn die Missionen laufen im Endeffekt aufs selbe hinaus. So gilt es immer nur ein paar Flugzeuge oder Bodenziele zu zerstören. Häufig werden die Gegner nur als kleines Viereck auf dem Bildschirm dargestellt. Sobald dann Shoot über dem Viereck steht, müsst ihr nur noch die Rakete abfeuern. Der Rest erledigt sich dann von selbst.

Schwierigkeitsgrad

Zu Beginn des Spiels habt ihr die Wahl zwischen zwei Schwierigkeitsstufen. Dabei unterscheiden sich die beiden Stufen nicht in der Stärke der Gegner oder der Schwierigkeit der Missionen in der Kampagne, sondern einzig und allein in der Steuerung und in den Trainingsmissionen. Bekommt ihr auf der leichteren der beiden Stufen noch Anweisungen, was ihr genau zu tun habt um das Flugzeug zu landen oder zu starten, seid ihr auf der schwierigeren Stufe ganz auf euch allein gestellt. Aber auch die Unterschiede in der Steuerung machen was her. Denn richtig simulationslastig wird das Spiel erst, wenn ihr das Spiel auf dem schwierigsten Grad steuert. Hier habt ihr dann auch mehr Freiheiten und könnt scharfe Kurven oder Loopings fliegen, was ihr auf der leichten Stufe nicht könnt.

Langzeitmotivation

Trotz der eher langweiligen Briefings und der sich gleichenden Missionen macht Over G Fighters eine menge Spaß. Doch dieser Spaß hört auch schnell wieder auf. Schon nach den ersten fünf Missionen verlässt einen die Lust und man spielt eigentlich nur noch um neue Flugzeuge freizuschalten oder um Gamerscore zu kassieren. Das Flugzeuge freischalten ist hierbei für Onlinespieler besonders wichtig, da sie nur die im Singleplayer erspielten Flieger online benutzen können.

Die Missionen sind, wie bereits erwähnt, beinahe identisch. Bis auf die Umgebung und die Art wie ihr die Mission startet (in der Luft oder auf der Startbahn) ändert sich fast gar nichts.
Die Durchschnittsmission läuft wie folgt ab:

Starten, Feinde suchen, Anvisieren, Feuern, Fertig.
Spielmodi

Neben dem Szenario, hinter dem sich die eigentliche Kampagne des Spiels verbirgt, stehen auch noch die Spielmodi Challange und Multiplayer zur Verfügung. Dabei könnte man die Challange auch unter der Rubrik Multiplayer integrieren. Denn hier kann man entweder in der Arena oder im Angriff gegen Computergesteuerte Gegner antreten. Wählt man die Arena, so Startet man auf einem Flugplatz und muss alle Gegner, die auf der Karte herumfliegen vernichten.

Der Spielmodus „Angriff“ unterscheidet sich im Großen und Ganzen kaum von der Arena. Nur die Einstellungsmöglichkeiten bieten mehr Auswahl. So kann man wählen, in welcher Höhe man starten möchte und in welcher Höhe der Gegenspieler startet. Auch die Entfernung zum Feind und das Können des Feindes können vom Spieler bestimmt werden.

Nebst diesen Einstellungen gilt es auch den Flugzeugtyp und eine von drei Umgebungen auszuwählen. Hierbei stehen eine Stadt am Meer, eine verlassene, grüne Landschaft und eine bewölkte Stadt zur Auswahl.
Multiplayer

Wie bereits angedeutet, unterscheidet sich der Multiplayermodus nur geringfügig vom Arenakampf. Nachdem ihr euch entschieden habt, ob euer Spiel gewertet werden soll oder ob ihr lieber an einem ungewerteten Match teilnehmen wollt, dürft ihr nach einem Spiel suchen oder selbst eins anlegen.

Und nun werdet ihr vor eine weitere Entscheidung gestellt. Wollt ihr ein „alle gegen alle“ Spiel spielen oder doch in Teams gegeneinander antreten? Entscheidet ihr euch für Ersteres, so gilt es einfach so viele Gegner zu vernichten, wie möglich. Gewonnen hat der, der die meisten Flieger aus der Luft geschossen hat. Bei letzterem Modus müsst ihr euren Flughafen verteidigen und versuchen die Ziele der Gegner zu vernichten.

In jedem Fall startet ihr auf eurem Heimatflughafen, auf welchem ihr auch landet falls ihr auftanken oder eure Waffen nachladen wollt.

Insgesamt kann man sagen, dass der Multiplayermodus genauso langweilig ist, wie der Singleplayermodus. Zu Beginn ist es noch spaßig im Team oder Alleine weitläufige Areale unsicher zu machen. Doch nach einer Zeit hängt einem das Spiel einfach nur noch zum Hals heraus. Wer also kein Flugzeugfreak ist, der wird auch im online Modus des Spiels nicht befriedigt werden. Zumindest nicht auf die Dauer.
Gameplay, Sound und Atmosphäre

Nach einer Eingewöhnungszeit von etwa 10 Minuten geht das Spiel recht leicht von der Hand. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Spielablauf, wie bereits erwähnt, fast immer derselbe ist. Nur das Ausweichen von feindlichen Raketen scheint mehr mit Glück als mit Können zu tun haben. Denn egal was man tut, es kann immer sein, dass die Rakete einen noch einholt.
Dafür ist die Flucht vor der Rakete spannend in Szene gesetzt:

Hat der Gegner eine Rakete abgefeuert, so beginnt es erstmal wie wild zu piepen. Nachdem der HUD sich rot gefärbt habt, gilt es dann vor der Rakete, welche man je nach Ansicht im Rückspiegel sehen kann, zu fliehen. Doch leider ist dies das einzig spannende an den Missionen.

Der Soundtrack passt zu einem Flugzeugspiel. Doch leider gibt es im Spiel nur drei verschiedene Titel, welche sich nicht großartig voneinander unterscheiden. Die Umgebungsounds konnten uns auch nicht auf ganzer Linie überzeugen. Beim Start der Maschine und bei Explosionen hätten wir uns einen knackigeren und voluminöseren Sound gewünscht. Die sonstigen Flug und Raketen Sounds lassen jedoch keine Wünsche offen und machen besonders in den Wiederholungen einiges her.

Zusammenfassend kann man hier sagen, dass Over G Fighters auch in diesem Wertungsabschnitt durchschnittlich abschneidet. Im Vergleich mit anderen Flug Simulationen spielt Over G sicher nicht ganz vorne mit. Trotzdem macht es für Zwischendurch Spaß. Eine spannendere Story und ein besserer Sound hätten das Spiel sicherlich um einige Punkte nach oben gebracht.
Grafik

Kommen wir nun zum letzten Punkt unseres Tests, bevor wir diesen mit einem abschließenden Fazit beenden.

Die Grafik des Spiels teilt sich in zwei unterschiedliche Hälften. Da wäre einmal die Darstellung der Flugzeuge, welche den Entwicklern ohne zu übertreiben sehr gut gelungen ist. Kaum ein anderes Spiel bietet so detaillierte Flugzeuge. Sowohl von innen als auch von außen. Schaltet ihr beispielsweise in die Cockpitsicht über, so seht ihr vor euch alle Anzeigen und Knöpfe, die auch im Original des jeweiligen Fliegers vorhanden sind. Auch die frei schwenkbare Kamera macht das Spiel um einiges realistischer. Man fühlt sich, als säße man tatsächlich in einem Flugzeug.

Die andere Hälfte stellt die Umgebung samt Explosionen dar. Und hier haben sich die Entwickler alles andere als viel Mühe gegeben. Es macht den Eindruck als hätten sie ein einfaches Satellitenbild aus Google Earth genommen und dieses als Boden verwendet. Selbst Flüsse, die durch die Städte fließen bestehen nur aus Satellitenbildern. Auf die Flache Stadt, die ja immerhin nur aus flachen Bildern besteht wurden dann einige wenige dreidimensionale Häuser gesetzt. Auch die Explosionen und die Wolken lassen zu wünschen übrig. So hätten die Wolken das Vielfache an Pixeln verdient und die Explosionen hätten auch liebevoller gestaltet werden können.
Fazit

Nimmt man wirklich alles, was das Spiel bietet zusammen, so kommt man auf 3 Spielmodi, 75 Missionen, mehr als 30 Flugzeuge, eine durchschnittliche Grafik, wenig Langzeitmotivation, einen langweiligen Online Modus, ein gradliniges Gameplay und einen eintönigen Sound. Und trotzdem macht das Spiel für Zwischendurch richtigen Spaß. Ob das nun daran liegt, dass die Spielewelt nicht gerade so vor Flugsimulationen platzt oder das Over G die erste gute Flugsimulation für Konsolen ist, das sei dahingestellt.

Obwohl das Spiel nicht ganz überzeugen kann, hat es mir eine Menge Spaß gemacht. Wer sich nicht entscheiden kann, ob er ein durchwachsendes Spiel kaufen soll, dem kann ich folgende Formel ans Herz legen:

Blazing Angels – Story – Action + modern + schöne Flugzeuge = Over G Fighters. 
Pro
  • Guter Flugsimulator
  • Macht auf kurze Zeit Spaß
  • Detaillierte Flugzeugmodelle
  • Schöne Innenansicht
Kontra
  • Langweilige Story
  • Eintöniges Gameplay
  • Eintöniger Sound
  • Schlechte Umgebungsgrafik
  • Langweiliger Multiplayer
Einzelspieler
7.0
Mehrspieler offline
-
Xbox LIVE Mehrspieler
7.5
Steuerung und Gameplay
8.0
Grafik und Präsentation
7.8
Sound, Musik und Special FX
6.5
Sprachausgabe
englisch
Bildschirmtexte
deutsch
Zensur
Unzensiert
Spielzeit ca. in Stunden
+10
Geeignet für
Anfänger bis Profis
Altersfreigabe
Ab 12 Jahren

Xboxdynasty Gesamtbewertung



Die Wertung ist keine Durchschnittswertung aus den einzelnen Wertungskriterien, sondern eine Gesamtbewertung des Titels.

Furious Taz schrieb am 10.03.2010 19:23
Furious Taz () - UndergroundBrrr...was für ein Müll.melden
commander11 schrieb am 16.02.2007 13:13
commander11 (Büttstedt) - NoneNichts für michmelden
fLx Tomeo schrieb am 26.08.2006 00:23
fLx Tomeo (Düsseldorf) - Recreationmal ne frage.. hat das game eine.. wenn ja wie is es???melden

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