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Prey - Testartikel

Autor
- xd380
Erstellt am
22.09.06
Streetdate
14.07.2006
Spielgenre
Ego-Shooter
Entwickler/Publisher
2K Games
Kommentare
7
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Prey Review

Bereits seid 1999 warten einige ältere PC-Spieler auf das Spiel „Prey“. Damals wurde das Spiel angekündigt und dann vor dem Release wieder eingestampft. Der einfache Grund dafür war, dass kein handelsüblicher Computer die Grafik des Spiels darstellen konnte. Doch mittlerweile schreiben wir das Jahr 2006 und „Prey“ ist bereits seid einiger Zeit erhältlich. Sogar ein Nachfolger des Spiels, welcher die Story fort spinnt, befindet sich in Arbeit. Beschäftigen wir uns jedoch erstmal mit dem ersten, bereits erschienenden Teil. In unserem, zugegebenermaßen etwas verspäteten, aber dennoch informativen Test, wollen wir euch über alle guten und schlechten Seiten des Spiels aufklären.

Ob sich die lange Arbeit von 3D Realms gelohnt hat und ob sich ein Kauf auch lohnt, lest ihr im Folgenden:
„Wir sind gekommen um dich zu holen“

In Prey schlüpft ihr in die Rolle von Tommy: Einem Indianer, der mit fast allem unzufrieden ist. Das Spiel startet in einer Toilette. Tommy wäscht sich grade die Hände und führt Selbstgespräche. Nachdem er von einer weiblichen Stimme unterbrochen wird, übernehmt ihr die Kontrolle. Hat man sich im stillen Örtchen umgesehen und sich ein wenig an die Steuerung gewöhnt, geht`s auch schon in den Flur in Richtung einer Bar. Doch vorher trefft ihr noch auf Tommys Großvater, welchem er erzählt, dass er nichts von seiner Herkunft hält. Wenig später landet ihr im Salon. Hinter dem Tresen steht Tommys Freundin, welche zwei Gäste bedient.

Nach einigen kläglichen Versuchen die Freundin davon zu überzeugen, gemeinsam das Reservat zu verlassen, beginnt die erste heiße Phase: Die beiden betrunkenen Gäste machen Tommy`s Freundin an. Ein wenig gereizt geht Tommy dazwischen und greift zum Schraubschlüssel. Wie die Situation endet, kann sich jeder selbst ausmalen. Falls nicht: Tommy schlägt beide Tot.  

Zeit zum Krankenwagen rufen bleibt jedoch nicht. Stattdessen werden alle drei Überlebenden ins innere eines außerirdischen Schlachtschiffs gebeamt. Und mit ihnen auch die ganze Einrichtung. Bevor die gut ausgewählte Musik einsetzt hört man im Hintergrund noch einen Nachrichtensprecher aus dem Radio, der von mysteriösen Vorfällen berichtet.    

Das hört sich nicht nur nach einer Story aus der Dose an, ist es auch. Doch die Geschichte des Spiels und vor allem der Hauptcharakter Tommy werden tadellos präsentiert. Eine gut gewählte Begleitmusik und viele nette Details machen das Spiel schon jetzt zu einem wahren Erlebnis. Obwohl`s noch gar nicht richtig angefangen hat:

Nachdem eine kurze Ladezeit vorübergegangen ist, werden die drei Charaktere gefesselt durch das Schiff gefahren. Hierbei bekommt der Spieler schon mal einen guten Eindruck davon, was ihn im späteren Spielverlauf erwartet. Während Freundin und Großvater ins ungewisse transportiert werden, wird Tommy von einem unbekannten befreit. Ab jetzt heißt es: Tommy killt sie alle und will nebenbei noch die Welt retten.
Innovation!

Wenn wir mal ehrlich sind: So innovativ ist die Story des Spiels gar nicht. Schwindel erregend ist hingegen das Leveldesign. Fangen wir mit den so genanten Portalen an: Lauft ihr mit dem Gewehr durch die Gegend und schießt ein paar Gegner K.O., so kann es passieren, dass sich auf einmal ein Fenster in eine andere Umgebung vor euch öffnet. Meistens schließen sich diese Fenster wieder, nachdem die Gegner raus gekommen sind. Manchmal aber auch nicht. Dann könnt ihr mittels eines Portals von der einen Umgebung in die andere schreiten und sogar hindurch schießen. Und das war nur die einfache Variante dieser Portale, hier ein Beispiel für etwas komplizierter gestaltete Räume:

Vor euch steht ein kleiner Kasten, in dem sich eine Art Kugel befindet. Betretet ihr ein Portal in der nähe, so befindet ihr euch in diesem Kasten und lauft auf der Kugel herum. Natürlich ist alles zehnmal größer und wenn draußen ein Alien herumläuft, dann kann man dieses mit Godzilla vergleichen.

Ein weiteres Beispiel für ein tolles Leveldesign sind die Gravitationsbahnen. Hierbei handelt es sich um fest vorgegebene Wege, auf denen ihr die Wand hoch laufen könnt. Nachdem Tommy das erste Erlebnis mit einer solchen Gravitationsbahn hat, bekommt er sogar das Kotzen. Witzig, nech?

Das letzte Schwerkraft ändernde „Gerät“ ist das Schwerkraftmodul. Schießt ihr auf ein solches Teil, ändert ihr die Schwerkraft und ihr gelangt an Stellen, an die ihr sonst nicht kommen könntet.
 
Neben dem Abschießen von Gegnern, die übrigens erst zum Ende des Spiels richtig schwer werden, bilden Schwerkrafträtsel den Hauptteil des Spiels. Bei fast jedem dieser Rätsel wird der „Spirit Walk“ benötigt:

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