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Pro Evolution Soccer 2011 - Testartikel

Autor
Daniel Flege - Quentara
Erstellt am
25.10.10
Streetdate
30.09.2010
Spielgenre
Sportspiel
Entwickler/Publisher
Konami
Kommentare
4
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Pro Evolution Soccer 2011 - Review

Es ist Herbst 2010 und die Fußball Bundesliga ist wieder in vollem Gange. Doch der große Favorit Bayern München strauchelt bislang. Dafür liefern die vermeidlichen Underdogs aus Dortmund und Mainz Wochenende für Wochenende Fußball der Spitzenklasse. Auch auf dem virtuellen Rasen beginnt wieder der jährliche Kampf zwischen den Genregrößen FIFA von EA Sports und Pro Evolution Soccer aus dem Hause Konami. In der traditionellen und fast schon religiös anmutenden Schlacht um den Titel als beste Simulation des runden Leders hatten die Entwickler aus Vancouver in den vergangenen Jahren die Nase dank innovativer Verbesserungen im Gameplay und zahlreicher Lizenzen vorne. Auch in dieser Saison legte FIFA 11 mit unserer Bewertung von 8,9 ein ordentliches Ergebnis vor. Konami hingegen verspricht unter dem Motto "Engineered for Freedom" völlige Handlungsfreiheit und damit nicht weniger als die beste Fußballsimulation aller Zeiten. Kann sich PES 2011 dieses Jahr endlich wieder den Titel sichern oder muss man sich in Japan langsam mit der Bezeichnung des "Leverkusens der Sportsimulation" abfinden? Wir haben uns für euch auf den Polygonplatz gewagt, um das herauszufinden.
Qual der Wahl bei den Spielmodi
Bevor es auf das saftige Grün der Arenen geht, wartet erst einmal die Auswahl des richtigen Wettbewerbs auf euch. Neben dem traditionellen Freundschaftsspiel ist auch die UEFA Champions League wieder am Start, in der ihr dieses Jahr mit dem FC Bayern München und dem SV Werder Bremen sogar zwei deutsche Teams auf Europas Thron führen könnt. Ebenfalls integriert wurde die südamerikanische Variante, die Copa Libertadores mit allen teilnehmenden Vereinsmannschaften, sowie das Finale des Super Cups, in dem der Champions League Gewinner gegen den Sieger der UEFA Europaliga antritt. Im neuesten Ableger der Pro Evolution Soccer Reihe dafür natürlich die Meister Liga nicht fehlen. Im Vergleich zur Vorjahresversion hat sich nicht allzu viel verändert. Ihr übernehmt wieder einen Verein eurer Wahl und habt die Möglichkeit mit dem realen Kader, oder mit den fiktiven Meister Liga Spielern Ordaz, Iouga, Stremer und Co. an den Start zu gehen. Euer Ziel ist es, durch geschickte Transfers eine starke Mannschaft zusammenzustellen, um euch aus den Niederungen der zweiten Division, bis zum Tripel aus Champions League, Meisterschaft und Pokalsieg zu kämpfen. Dieser Modus spielt sich hervorragend und ist spannend wie eh und je. Neue Spieler müssen integriert und Schwachstellen punktuell verstärkt werden, was unglaublich motiviert und stundenlangen Spielspaß verspricht. Großartige Umbrüche dürft ihr dort allerdings nicht erwarten.
Überarbeiteter Karrieremodus
Ihr wolltet schon immer einmal Fußballprofi werden und an der Seite von Özil und Khedira für Furore bei Real Madrid sorgen? Dann ist „Become a Legend“ genau das Richtige für euch. Übernehmt die Geschicke eines 17-jährigen Talentes, welches ihr von den Fähigkeitsschwerpunkten und dem Aussehen nach euren eigenen Vorstellungen kreieren könnt. Zu Beginn eurer Karriere stehen euch nur Engagements bei den kleineren Klubs in der Fußballszene zur Verfügung. Dennoch solltet ihr eure Entscheidung, für welchen Verein ihr an den Start geht, gut überlegen. Hierbei helfen euch detaillierte Teaminformationen, die euch den letzten Tabellenstand, die Teilnahme an internationalen Wettbewerben und eure Chancen auf Einsatzzeit anzeigen. Denn das Fußballgeschäft ist hart. Wer keine Leistung zeigt, der schmort auf der Bank. Das mag zwar mitunter recht langweilig sein, lässt sich aber zum Glück per Knopfdruck zeitlich vorspulen. Vor dem Spiel weist euch euer Trainer auf die taktischen Besonderheiten des Spiels hin und teilt euch seine Erwartungen an eure Spielweise mit. Eure Aufgabe könnte es beispielsweise sein, einen bestimmten Spieler aus dem Spiel zu nehmen, Pässe auf den Außenstürmer zu schlagen oder einfach nur aus jeder Lage aufs Tor zu schießen. Setzt ihr Dies nicht adäquat um, sinkt euer Ansehen und eure Mitspieler bekommen eine Chance es besser zu machen. Doch, was wäre, wenn diese noch unglücklicher sind als euer Charakter in diesem Moment? Daran haben die Entwickler ebenfalls gedacht und der virtuellen Vereinsführung ein realistisches Transferverhalten eingeimpft. Bringen eure Kollegen und ihr nicht die gewünschte Leistung, werden einfach Spieler auf der jeweiligen Position nachverpflichtet. Diese schmerzlichen Erfahrungen musste auch unser Jungspund machen und bekam direkt zwei starke Konkurrenten vor die Nase gesetzt. In der nächsten Partie standen wir somit nicht einmal mehr im Kader. Läuft es bei euch besser, klopfen innerhalb der Transferperiode bessere Teams an, um euch unter ihre Fittiche zu nehmen. So steigt ihr langsam aber sicher zur Fußballlegende auf und bekommt bei guten Leistungen die Möglichkeit für euer Land in der Nationalmannschaft anzutreten. Und wer weiß, vielleicht schießt ihr eure Farben dann auch zum nächsten Weltmeisterschaftstitel. So realistisch konnte man auf einer Konsole noch nie zum Starspieler werden.

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