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RTL Winter Sports 2010 - The Great Tournament - Testartikel

Autor
Alexander Carius - Baxxter85
Erstellt am
30.11.09
Streetdate
12.11.2009
Spielgenre
Sportspiel
Entwickler/Publisher
49Games GmbH / RTL Interactive
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RTL Winter Sports 2010 - The Great Tournament Review

Seit es Videospiele gibt, scheint es der Traum einer jeden Spieleschmiede zu sein, das perfekte Sportspiel zu Großereignissen oder startenden Sportsaisons zu entwickeln. Natürlich haben Sie dabei auch immer im Hinterkopf, den Hype prima für die eigenen Zwecke verwenden zu können. Denn auf diese Art und Weise können selbst schlechte Spiele zu Hits werden, sofern es an Alternativen fehlt. In diese Nische versucht RTL mit seinen Wintersport Spielen nun seit einigen Jahren zu stoßen und das zumindest mit beachtlichem Erfolg. Dieses Jahr geht RTL Winter Sports 2010 an den Start und lässt viele Wintersport Fans auf eine bessere Umsetzung hoffen, als es die 2009er Version war. Ob die Hoffnungen und Wünsche der Spieler in Erfüllung gehen, erfahrt ihr in unserem Testartikel.
Weniger ist manchmal mehr
Der Vorgänger hörte sich anfangs sehr verheißungsvoll an, denn hier wurden ganze 18 Disziplinen versprochen, was sich letztlich aber leider als Mogelpackung herausstellte, da viele Disziplinen einfach nur Abwandlungen anderer waren. Für das Jahr 2010 hat man sich nun auf das Wesentliche besonnen und das Spiel auf 8 Disziplinen zusammengekürzt. Was sich etwas mickrig und sparsam anhört, ist nun zumindest ehrlich, denn mit Snowboard Cross, Ski Alpin Freeride, Ski Alpin Abfahrt, Skifliegen, Shorttrack ,Biathlon, Viererbob und Eiskunstlauf bekommt ihr diesmal immerhin weitestgehend unterschiedlichere und abwechslungsreichere Disziplinen geboten. Etwas überrascht hat uns jedoch, dass 2 der besten Disziplinen aus dem Vorgänger ebenfalls der Schere zum Opfer gefallen sind. In RTL Winter Sports 2010 dürft ihr nun keinen Slalom mehr fahren und auch das sehr spaßige Curling ist nicht mehr vertreten, was wir äußerst schade finden.
Rasanter Sport
Bevor wir ein paar allgemeine Worte über das Spiel verlieren, möchten wir euch die einzelnen Disziplinen etwas näher vorstellen, beginnend mit den geschwindigkeitslastigen Sportarten. Hier ähneln sich leider 2 Wettkämpfe enorm, denn Ski Alpin Freeride und Snowboard Cross sind schlicht und ergreifend ein identisches Spielerlebnis. Der einzige Unterschied liegt tatsächlich nur im Fortbewegungsmittel, das schon aus dem Namen hervor geht. In beiden Fällen geht es eigentlich nur darum, als erster ins Ziel zu kommen. Das gelingt euch jedoch nicht nur durch simples Abfahren, sondern ihr müsst an den zahlreichen Hügeln Tricks ausführen, die euch Adrenalin bescheren, dieses könnt ihr mit A einsetzen und euch somit einen ordentlichen Boost verschaffen. Das ist zwar alles andere als realistisch, zeigt euch aber schnell in welche Richtung das Spiel gehen möchte. Es ist einfache Familienunterhaltung für Zwischendurch. Beide Disziplinen sind so simpel, wie möglich aufgebaut und bieten kleinen Arcade Spaß ohne jeglichen Tiefgang.

Dieses Konzept zieht sich leider durch sämtliche Disziplinen, ein besonderes Beispiel dafür ist auch Shorttrack. Hinter diesem toll klingenden Namen verbirgt sich eigentlich nur Eisschnelllauf auf einer extrem kurzen Kreisstrecke. Hier ist alles erlaubt und ihr dürft eure Konkurrenten nach Herzenslust wegrempeln oder umschubsen. Hier ist das Hinfallen quasi vorprogrammiert, aber das fällt kaum ins Gewicht, denn durch Windschatten und Adrenalin kann man hier sehr schnell wieder an die Spitze gehen, was Freunden von halbwegs realistischen Sportspielen einfach nur den Magen umdreht.

Die Abfahrt ist recht klassisch umgesetzt, wie man es aus schon so vielen Wintersportspielen kennt, hier wurde nicht viel falsch gemacht, aber es konnte auch ehrlich gesagt nicht viel falsch gemacht werden. Lediglich eine etwas präzisere Steuerung wäre wünschenswert gewesen. Ähnliches gilt für den Viererbob, auch bei dieser Sportart wurde der klassische Weg verfolgt, womit das Spiel eigentlich ganz gut fährt. Jedoch fehlen auch hier die Spieltiefe und die Liebe zum Detail. Generell verfügt RTL Winter Games 2010 über viel zu wenig Anzeigen. Es werden keine Zwischenzeiten angezeigt, stattdessen habt ihr nur ein hässliches Arcadesymbol über dem Kopf, das euch eure Platzierung anzeigt. Was bei der Abfahrt wenigstens noch halbwegs Sinn macht, wirkt beim Viererbob schon etwas lächerlich, denn wenn die Platzierungszeichen der anderen Teilnehmer an euch vorbei huschen, müsst ihr euch schon langsam fragen, was dieses Spiel noch mit dem eigentlich Sport zutun hat.

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