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Rise of Nightmares

Autor
Anja Schmidt - Alexa Jolie
Erstellt am
26.08.11
Streetdate
09.09.2011
Spielgenre
Horrorspiel
Entwickler/Publisher
- - - - / SEGA
Kommentare
13
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Bewerte dieses Spiel

Das Horrorspiel für Kinect angespielt

Mit Rise of Nightmares will sich SEGA deutlich gegen die anderen Kinecttitel hervorheben und statt knuffiger Tierchen oder wildem Sportgehampel heißt es gegen Dämonen, Zombie und allerlei anderer Unwesen zu kämpfen. Wir hatten die Möglichkeit das Spiel mit eigenem Körpereinsatz auf der gamescom anzuspielen und konnten uns einen gruseligen ersten Eindruck verschaffen. Ist Rise of Nightmares das langersehnte erste Corespiel oder doch nur ein langweiliges Metzelspiel? Unsere Vorschau verrät es euch.

Ein Urlaub wird zum Horrortrip
Alles beginnt ganz harmlos, als Josh und seine Frau Kate gemeinsam mit dem Zug quer durch Osteuropa reisen. Doch plötzlich überschlagen sich die Geschehnisse, als Kate bemerkt, dass unser Protagonist sein Alkoholproblem immer noch nicht unter Kontrolle hat, verlässt sie verärgert das Abteil und ihr macht euch kurz darauf auf die Suche nach ihr. An dieser Stelle kommt ihr und euer Körper ins Spiel. Also schüttelt noch einmal die Gliedmaßen und ab geht’s, denn das Tutorial hilft euch bei den ersten Schritten im Spiel.

Was direkt auffällt, dass Rise of Nightmares kein bloßer Railshooter ist, denn es gibt keine vorgefertigten Wege und ihr könnt tatsächlich jeden Winkel selbst erkunden. Um euch zu bewegen, setzt ihr euer linkes Bein nach vorne und Josh läuft so lange, bis ihr eure Beine wieder geschlossen habt. Ein Schritt nach hinten bedeutet dementsprechend, dass euer Charakter nach hinten läuft. Wollt ihr die Bewegungsrichtung ändern, dreht ihr euren Oberkörper, bis die Kamera die richtige Ansicht hat und kehrt in die Ausgangssituation zurück. Soviel erst einmal zur Bewegungssteuerung, denn ihr müsst noch viel mehr machen. Beispielsweise Schiebetüren öffnen, euer Gesicht mit Wasser befeuchten oder unter Hindernissen hindurchschlüpfen, das alles müsst ihr mit derselben Bewegung machen, wie ihr es auch im realen Leben machen würdet.

Lasst das Grauen beginnen
Habt ihr dann die Steuerung, die durchaus am Anfang ein wenig Übung von euch verlangt, verinnerlicht, dann folgt ihr der Geschichte durch mehrere Zugabteilungen in ein Bad, wo sich im Spiegel eine widerliche Kreatur zeigt. Zurück an eurem Sitzplatz findet ihr einen Brief von Kate und beschließt eure große Liebe zu suchen. Unterwegs trefft ihr auf einen Schaffner, dem ihr euer Ticket zeigen müsst, deutsche Raver und russische Balletttänzerinnen, unter deren Bein ihr hindurchkriecht. Natürlich darf in einem Horrorspiel eine durchgeknallte Hexe nicht fehlen und so führt euch euer Weg außerdem zu einer rumänischen Wahrsagerin, die eure Angst um Kate nur noch mehr ankurbelt. Sie erklärt, dass ein Mann bereits hinter ihr her ist und sie auch gefunden hat.

Damit fängt der wirkliche Spaß an, während ihr eben eher durch die Gegend gelaufen seid, in der Hoffnung Kate zu finden, geht es nun ums nackte Überleben. Vor euren Augen wird plötzlich ein Schaffner brutal ermordet und der Zug verwandelt sich in eine wahre Hölle. Ihr folgt dem mysteriösen Mann, der die schreiende Kate auf den Schultern trägt, als plötzlich der Zug entgleist. Nun bleibt euch und den anderen Insassen nicht viel über, als euch alleine durchzukämpfen.

Schlagen, Treten und Blocken
Ihr landet auf eurer Suche auf einem verlassenen Friedhof, wo ihr erstmals Begegnungen mit den Untoten macht und sich der Kampf nicht mehr vermeiden lässt. Jetzt heißt es mit vollem Körpereinsatz den Untoten an den Kragen und dabei so wenig Schaden wie möglich einzustecken. Also hebt eure Fäuste, schlagt, was das Zeug hält, oder führt mit den Beinen Tritte aus, um euch die Gegner vom Leib zu halten. Gelegentlich müsst ihr Gegner wegstoßen, die euch anfallen. Nehmt ihr beide Arme vor's Gesicht, könnt ihr Angriffe blocken. Die ersten Zombies mussten wir dabei noch mit den Fäusten töten. Während ihr euch dann mit den anderen Überlebenden unterhalten wollt, hört ihr plötzlich aus einer naheliegenden Gruft einen markerschütternden Schrei. Dass das nichts Gutes zu bedeuten hat, ist wohl jedem klar. In typischer Horrorfilmmanier geht ihr natürlich sofort nachschauen und findet eure erste Waffe. Kaum haltet ihr diese in den Händen, seid ihr auch schon von ersten Zombies umzingelt und müsst euch den Weg freikämpfen.

Wo ist ein Schmied, wenn man ihr gerade braucht?
Verlasst euch allerdings nicht zu sehr auf eure Waffe, denn diese können zerbrechen. Beginnt das Waffensymbol in der linken unteren Ecke rot zu blinken, solltet ihr euch schnellstmöglich nach Ersatz umschauen. Die Waffen sind dabei vielfältiger als bei anderen Horrorspielen, ob ihr mit Eisenstangen, Macheten, Zangen, Schlagringen oder Kettensäge angreift, ist dabei egal. Fest steht allerdings, dass massig Gliedmaßen rumfliegen und Köpfe rollen werden. Splatterhorror pur ist garantiert, denn Charaktere werden in Stücke zerteilt oder der Kopf gespaltet.

Wie auch schon bei den anderen Bewegungen heißt es auch beim Benutzen der Waffen, dass ihr exakt die Bewegungen ausführen müsst, wie ihr sie im wahren Leben tun würdet. Dies bringt viel Abwechslung ins Spielgeschehen und sorgt dafür, dass ihr euch nicht nur gelangweilt durch die Gegner metzelt.

Der Kinecttitel hebt sich deutlich gegen die vorrangig auf Fitness, Sport oder Minispielspaß ausgelegte Titel für die neue Bewegungssteuerung ab und kann ganz klar auch die Corespieler unter euch ansprechen. Ihr selbst müsst jede Bewegung des Charakters selbst machen, damit Josh diese nachahmt. Die Spielsteuerung wirkt in den ersten Minuten noch etwas holprig, aber mithilfe des Tutorials und ein wenig Übung macht das Ganze viel Spaß. Besonders der Aspekt, dass es sich bei Rise of Nightmares nicht um einen Railshooter handelt, sondern ihr selbst den Weg des Hauptakteurs bestimmt, ist ein absoluter Pluspunkt.

Grafisch ist das Spiel zwar mit anderen Spielegrößen nicht zu vergleichen, aber für einen Kinecttitel ist die Grafik überdurchschnittlich gut. Die gruseligen Umgebungen und die Gestaltung der Charaktere können durchaus punkten, auch wenn das ein oder andere Klischee bedient wird.

Die Kinecterkennung funktioniert bei Rise of Nightmares überraschend gut und hat bei unserem Probespiel sogar in einem völlig dunklen Raum perfekt funktioniert. Denn nichts ist wohl gruseliger, als in völliger Dunkelheit Zombies zu jagen.

Die vielen brutalen Szenen haben natürlich dafür gesorgt, dass das Spiel auf dem deutschen Markt nicht erscheinen wird. Wollt ihr also selbst das Horrorspiel erleben, bleibt euch nur der Griff zur Importware, solange das Spiel nicht indiziert wird.

fannasarah schrieb am 16.09.2011 16:17
fannasarah (Soest) - ich hab´s jetzt angefangen, ist auf jeden fall ein guter titel. könnte natürlich noch besser sein aber generell kann man da nicht meckern. der kauf war auf jeden fall ein guter.melden
V1p3r86 schrieb am 15.09.2011 11:31
V1p3r86 (bei Chemnitz) - RecreationEndlich mal ein richtiger Titel für Kinect ... werde ihn mir vielleicht später mal importieren.melden
DjGodlike schrieb am 07.09.2011 22:30
DjGodlike () - sieht echt nach fun ausmelden

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